Ein fliehendes Pferd Poster

Film-Seite zu Ein fliehendes Pferd
Trailer zu Ein fliehendes Pferd
Poster zu Ein fliehendes Pferd
Charts-Statistiken zu Ein fliehendes Pferd
PDF zu Ein fliehendes Pferd

Ein fliehendes Pferd

(Ein fliehendes Pferd, 2007)

Dt.Start: 20. September 2007
DVD: 20. März 2008
Premiere: 20. September 2007 (Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 96 min Land: Deutschland
Darsteller: Ulrich Noethen (Helmut Halm), Katja Riemann (Sabine Halm), Ulrich Tukur (Klaus Buch), Petra Schmidt-Schaller (Helene)
Regie: Rainer Kaufmann
Drehbuch: Ralf Hertwig, Kathrin Richter


Inhalt

Einmal, wenigstens in seinen Sommerferien, will der Studienrat Helmut Halm mit seiner Frau Sabine seine Ruhe haben. Wie üblich wird die traditionelle Fahrt an den Bodensee durchgeführt, die dieses Jahr etwas anders verlaufen wird, als erhofft. Das Treffen mit dem alten Jugendfreund Klaus Buch hält für Helmut nämlich kaum Wiedersehensfreuden parat, zumal die Vergangenheit etwas ist, an das er ungern erinnert wird. Klaus jedoch, der nicht nur durch seine Beziehung mit der viel jüngeren Hel kokettiert, zwingt ihn zum Nachdenken - und zum Auftauchen aus seinem spießigen Sumpfleben.
Shopping-Box
DVDs zu Ein fliehendes Pferd Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Ein fliehendes Pferd Poster & Merchandise
zum Film
Ein fliehendes Pferd bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Ein fliehendes Pferd bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Ein fliehendes Pferd hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 60%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Andreas Jaschke
Ein fliehendes Pferd hat eine Wertung von 60%
Eigentlich sollte es nichts zu schimpfen geben. Da treten drei sehr gute Top-Schauspieler (Ulrich Noethen, Katja Riemann und Ulrich Tukur) an, es gesellt sich eine teuflisch erotische Newcomerin (Petra Schmidt-Schaller) hinzu und fertig ist das tolle Ensemble dieses Films. Da sie von einem ebenfalls sehr guten Regisseur geleitet werden, spielen die Darsteller äußerst nuanciert und facettenreich. Allerdings will der Funke trotzdem nicht so richtig überspringen.

Bild aus Ein fliehendes Pferd Das liegt vor allem am zu Grund liegenden Buch aus der Feder von Martin Walser, das für einen vielleicht noch nicht in der Midlife-Crisis befindlichen Menschen schlicht und einfach banal ist. Die Geschichte handelt von zwei verschiedenen Männertypen im Alter um die Fünfzig, der Eine mit einer soliden Ehefrau, der Andere mit einer deutlich Jüngeren - und dann finden sie auch noch die jeweils andere Partnerin ansprechender. Aber dies natürlich nur für kurze Zeit. Denn man spürt recht deutlich, dass die wahre Beziehung beim eigentlichen Lebensgefährten zu finden ist und so ist einige erotische Eskapaden später alles wieder vorbei.

Nun wäre all das noch nicht so tragisch, wäre das Ganze nicht in einer sehr "fernseh-liken" Optik gedreht. Hierbei sind nicht nur die geringe Fluktuation von Drehorten und die daraus resultierenden wenigen Schauwerte zu nennen. Auch die durchgängig nur als "nett" zu bezeichnende Lichtführung und vor allem das generelle Vermissen überhaupt durch Bilder zu erzählen, tragen ihren Teil dazu bei. Ein Großteil der Zeit wird durch äußerst eloquente, also sehr literarische, Gespräche gefüllt. Hier hätten ein paar Brüche hin und wieder ganz gut getan.

Allerdings gibt es dann doch zwei Ausnahmen hervorzuheben: Zum Einen eine Reitszene, in der im Film ein ausgebüchstes "fliehendes Pferd" gezähmt wird. Dies ist nicht nur atemberaubend weil hier mit einer brachialen Wucht erzählt wird, sondern auch weil Ulrich Tukur offensichtlich selbst ein sehr guter Reiter ist. Trotz eines hohen Tempos sieht man ihn eindeutig selbst auf dem Rücken des Pferdes voranpreschen. Zum Anderen begeistert eine wirklich perfekt gewordene Sturmszene. Es ist immer faszinierend und toll, wenn Wetter, mit all seinen zwischenzeitlichen Entstehungsstufen, in einem Film auftaucht. Das ist aufwendig und episch zugleich. So natürlich im Fluss, wie das hier passiert, ist das wirklich selten zu sehen. Wenn der Sturm schließlich da ist verkörpert er wiederum eine brachiale Wucht, die als "ganz großes Kino" bezeichnet werden kann.

Alles in Allem hätte so stark, wie diese beiden Szenen, der ganze Film sein müssen. Aber wie bereits erwähnt, wird man ansonsten fast nur mit "Talking Heads" konfrontiert. Da die Schauspieler so gut aufgelegt sind, ist es für ältere Zuschauer, die sich an der eloquenten Sprache nicht stören, vielleicht sogar ganz amüsant. Manch anderer ist allerdings sicherlich noch ein wenig "zu jung" für diesen Film.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Liegen lernen
Dt. Start: 04. Sep 2003
Vorschlag entfernen
Hände weg von Mississippi
Dt. Start: 22. März 2007
Vorschlag entfernen
Alle Anderen
Dt. Start: 18. Juni 2009
Vorschlag entfernen
 

© 2012 MovieMaze.de