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Hallam Foe

(Hallam Foe, 2007)

Dt.Start: 30. August 2007
DVD: 06. März 2008
Premiere: 16. Februar 2007 (Berlinale, Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 96 min Land: UK
Darsteller: Jamie Bell (Hallam Foe), Sophia Myles (Kate Breck), Ciarán Hinds (Julius Foe), Claire Forlani (Verity Foe), Jamie Sives (Alasdair), Maurice Roeves (Raymond), Ewen Bremner (Andy)
Regie: David Mackenzie
Drehbuch: Ed Whitmore, David Mackenzie


Inhalt

Der voyeuristisch veranlagte 18-jährige Hallam Foe verdächtigt seine teuflisch-verführerische Stiefmutter Verity, den Tod seiner leiblichen Mutter verschuldet zu haben. Vom Baumhaus aus beobachtet er Verity und die anderen Bewohner des Landsitzes seines Vaters in den schottischen Highlands. Doch die Schwiegermama weiß ihre Reize einzusetzen, so dass Hallam letztlich Hals über Kopf nach Edinburgh flüchtet. Ein neues Objekt der Begierde findet er in der blonden Hotel-Angestellte Kate, die ihn an seine Mutter erinnert.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Hallam Foe hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 85%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Julia Stache
Hallam Foe hat eine Wertung von 85%
Der schottische Regisseur David Mackenzie liefert mit seinem vierten Langfilm eine verträumte Geschichte um die Träume und Sehnsüchte eines Teenagers. Die Hauptrolle besetzte er mit Jamie Bell, der sich bereits mit seiner Rolle des tanzenden Billy in Billy Elliot - I will dance einen Namen machen konnte. Den Part des skurrilen Hallam Foe weiß Bell bestens zu verkörpern.

Bild aus Hallam Foe Hallam Foe (Jamie Bell) ist ein 17-jähriger Teenager, der von zu Hause abgehauen ist und ein ungewöhnliches Hobby hat. Mit Hilfe eines Fernglases beobachtet er Menschen, schleicht sich in ihr Leben und sieht ihre kleinen Geheimnisse. Aber er ist nicht nur leidenschaftlichen Spanner, sondern auch in seine Mutter verliebt. Diese ist zwar tot, was Hallam aber nicht davon abhält, ihr Kleid und ihren Lippenstift zu tragen. Sein Lieblingsaufenthaltsort ist wahlweise ein kleines Baumhaus oder ein Zimmer hinter der Edinburgher Turmuhr. Von dort aus entdeckt er eines Tages auch die wahre Liebe und beginnt fortan sein Leben mit anderen Augen zu betrachten und selbst in die Hand zu nehmen.

Regisseur David Mackenzie erzählt leichtfüßig und unterhaltsam eine verträumt skurrile Liebesgeschichte über die Träume und Sehnsüchte eines Teenagers. Wie bereits bei seinen Vorgänger-Werken, basiert auch diese Erzählung erneut auf einem Roman, auf Peter Jinks "Hallam Foe". Die kaum vorhersehbare Handlung überrascht immer wieder mit skurrilen Einfällen und witzigen Dialogen und bewegt sich dabei stets auf einem schmalen Grat zwischen Komödie und Tragik. So werden beim Zuschauer die unterschiedlichsten Gefühle hervorgerufen und man bleibt stets aufmerksam. Ohnehin ist es ein Spaß, Hallams bizarren Ansichten und Handlungen zuzusehen. Jamie Bell gelingt es, in seiner ersten großen Rolle nach Billy Elliot - I will dance" einen sympathischen Hauptdarsteller zu mimen.

Aber es ist nicht nur Bell, dem man gerne zusieht. Auch die anderen Figuren, die um ihn herum agieren, sind interessant gezeichnet und regen zum Nachdenken an. Alle von ihnen tragen verborgene Sehnsüchte und Träume mit sich, die ansatzweise zum Vorschein kommen und Spekulationen für ihr weiteres handeln geben.

Hallam Foe überzeugt durch seine teilweise märchenhafte Erzählweise und bietet zudem auch akustisch allerlei. Der gelungene Soundtrack aus Britpop von Franz Ferdinand, Clinic u.a. wurde auf den diesjährigen Berliner Filmfestspielen zu Recht mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.



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