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City Hall(City Hall, 1996)
| Dt.Start: |
18. April 1996 DVD: 26. Juli 2000
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Premiere: |
16. Februar 1996 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama, Thriller |
| Länge: |
111 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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John Cusack (Kevin Calhoun), Al Pacino (John Pappas), Bridget Fonda (Marybeth Cogan), Danny Aiello (Frank Anselmo), Martin Landau (Richter Walter Stern), David Paymer (Abe Goodman), Anthony Franciosa (Paul Zapatti), Richard Schiff (Larry Schwartz), Lindsay Duncan (Sydney Pappas), Nestor Serrano (Detective Eddie Santos), Mel Winkler (Detective Holly), Lauren Vélez (Elaine Santos), Chloe Morris (Maria Santos), Ian Quinlan (Randy Santos), Roberta Peters (Nettie Anselmo) |
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Regie:
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Harold Becker |
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Drehbuch:
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Ken Lipper, Paul Schrader |
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 Inhalt
Bei der Schießerei zwischen einem Polizisten und einem Maffianeffen wird ein kleiner Junge tödlich getroffen. Es stellt sich heraus, daß das Bewährungsgutachten des Maffiosis nicht sauber ist und Kevin Calhoun, die rechte Hand des Bürgermeisters, geht der Sache nach. Bei seinen Nachforschungen kommt er einem großen Skandal auf die Spur. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Straßer
Der Film City Hall entführt uns ins New Yorker Rathaus und befasst sich mit der Vetternwirtschaft und der "Eine Hand wäscht die andere" Mentalität der Politiker. Obwohl man so eine Geschichte überall hätte ansiedeln können, entschied man sich für den Big Apple. Die Stadt hat ihren besondern Reiz, denn wie schon Frank Sinatra feststellte, schafft man es überall, wenn man es in NY geschafft hat. In ihr prallen unendlich viele Gegensätze, seien es religiöse, kulturelle oder gesellschaftliche, aufeinander. All diese Merkmale saugt der Film auf und lässt sie in die Geschichte einfließen. Heraus kam ein gelungener Politthriller und ein interessanter Einblick in die Welt der Politik.
Das Ganze beginnt mit einer Schießerei, bei der ein unschuldiger kleiner Junge getötet wird. Dieser Mord brachte einen Stein ins Rollen, der mehrere Menschen und Politiker mitriss und einen Skandal aufdeckte. Im Zentrum der Geschichte steht Kevin Calhoun, die rechte Hand des Bürgermeisters. Er ist jung, hungrig und ist stolz darauf, etwas bewegen zu können. Als ihm auffällt, dass bei dem besagten Fall etwas nicht stimmt, verbeißt er sich und merkt dabei nicht, dass er an seinem eigenen Stuhl sägt. Gespielt wird er von einem überzeugenden John Cusack, der den hochnäsigen und von sich selbst überzeugten Südstaatler wirklich gut auf die Leinwand bringt. Sein Boß ist Bürgermeister John Pappas, ein Grieche, dem man das südeuropäische Temperament in jeder Minute anmerket. Ihm ist der Kontakt zum Volk wichtig und er betont immer seine Interesse am Wohlergehen der Stadt. Gleichzeitig schielt er mit einem Auge nach Washington und verliert das große Ziel Präsident nicht aus den Augen. Al Pacino spielte die Rolle wie gewohnt überzeugend und gefällt als volksnahes Stadtoberhaupt. Zusätzlich gibt es noch einen Haufen anderer Charaktere, die alle unheimlich wichtig für den Film und für das Verständnis der Handlung sind. City Hall ist teilweise etwas kompliziert und es ist ein hohes Maß an Aufmerksamkeit von Nöten, um den Faden nicht zu verlieren. Die Geschichte ist logisch und wird größtenteils einleuchtend veranschaulicht, nur am Ende hat man den Eindruck, es seinen ein paar Elemente im Schneideraum verschwunden, die für mehr Klarheit gesorgt hätten. Neben dem zentralen Skandal gefällt der Film durch seinen Blick hinter die Kulissen. Man bekommt mit, wie die Politik durch geschickte Informationspolitik die Presse und vor allem die Bürger manipulieren kann. Auch die Ansprachen eines John Pappas gefallen und unterstreichen einmal mehr, dass ein erfolgreicher Politiker vor allem ein guter und mitreißender Redner sein muß. Nur die halbe Wahlkampfrede bei der Beerdigung des Jungen erschien mir in diesem Zusammenhang etwas fragwürdig. Aber das interessanteste waren die kleinen Kuhhandeltreffen, bei denen in entspannter Atmosphäre, bei einem freundschaftlichen Plausch, über politische Großprojekte entschieden wurde.
Mit City Hall ist Regisseur Harold Becker ein ansprechender und intelligenter Politthriller gelungen. Er legte einen düsteren Schleier über den Film und schuf damit eine angespannte Atmosphäre. Dank einer guten Ensembleleistung und zwei guten Hauptdarstellern, spielt der Film in seinem Genre ganz oben mit. Er kommt zwar nicht an ähnliche Skandalstreifen wie L.A. Confidential heran, ist aber trotzdem sehenswert.  Weitere interessante Filme
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