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11th Hour - 5 vor 12(The 11th Hour, 2007)
| Dt.Start: |
15. November 2007
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Premiere: |
19. Mai 2007 (Cannes Film Festival, Frankreich) |
| FSK: |
nicht bekannt
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Genre: |
Dokumentation |
| Länge: |
91 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Leonardo DiCaprio (Erzähler), Kenny Ausubel, Janine Benyus, Sylvia Earle Ph.D., Gloria Flora, Michel Gelobter, Mikhail Gorbachev, Thom Hartmann, Paul Hawken, Stephen Hawking, Wangari Maathai, William McDonough, Bill McKibben, Wallace J. Nichols, David Orr, David Suzuki, Greg Watson, Andrew Weil, James Woolsey |
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Regie:
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Nadia Conners, Leila Conners Petersen |
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Drehbuch:
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Nadia Conners, Leonardo DiCaprio |
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Inhalt
Der von Leonardo DiCaprio produzierte Film befasst sich mit dem Thema Umwelt und konfrontiert den Zuschauer mit der Globalen Erwärmung, der Massenrodung von Wäldern, der Ausrottung verschiedener Tierarten und der Zerstörung der Meereslebensräume. Um die brisante Lage zu verdeutlichen diskutierten mehr als 50 führende Wissenschafter, Denker und bekannte Persönlichkeiten über alles Wissenswerte zu diesen Themen. |  |
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Nach Eine Unbequeme Wahrheit kommt nun ein weiterer Film in die Kinos, der sich mit dem politisch aktuellen Thema "Klimawandel" beschäftigt. Produziert und kommentiert von Hollywoodstar Leonardo DiCaprio lässt 11th Hour - 5 vor 12 viele Klimaexperten zu Wort kommen, fast zu viele. Der Streifen überhäuft den Zuschauer mit einer Flut an Fakten und Informationen, die natürlich alarmierend sind, wohl aber weniger zu einem Umdenken der Menschen führen werden.
Die Thematik ist in aller Munde und fast täglich füllt sie Zeitungen oder Magazine. Der Klimawandel ist zu einem Politikum geworden, welches inzwischen auch zu kommerziellen Zwecken wie Konzerten a la "Live Earth" missbraucht wird. Was aber ist die Zielgruppe dieses Films? Werden ihn nicht nur diejenigen ansehen, die ohnehin schon ein Verständnis für den Klimaschutz entwickelt haben und 11th Hour - 5 vor 12 nur als Bestätigung ihres Handelns betrachten? Natürlich will niemand, dass unser Planet zu Grunde geht und unbewohnbar wird, aber warum sich mit einem so unangenehmen Thema befassen. Solange nur wenige von der globalen Erwärmung direkt betroffen sind, werden auch die wenigsten auf den heutigen Luxus wie z.B. ein Auto oder fast unbegrenzte Konsumgüterauswahl verzichten.
Ohnehin wirkt die politische Diskussion zum Schutz der Umwelt wenig glaubwürdig, wenn man hierzulande Wasser sparen und den Fernseher komplett ausschalten sollte, anstatt ihn auf "Stand by" zu lassen, während anderer Orts Skihallen in die Wüste gebaut und ganze Städte aus dem Erdboden gestampft werden. Solange sich die Regierungen bei diesem Thema nicht einig sind, wird aus einem globalen Umweltschutz ohnehin nichts werden. Und so erwischt man sich selbst dabei, wie einem die Erkenntnisse von 11th Hour - 5 vor 12 zwar kurzeitig schockieren und zum Nachdenken bringen, auf längere Sicht aber schnell wieder vergessen sind. Zu sehr freut man sich doch über einen Billigflug in eine schöne Stadt, anstatt dass man sich über die Folgen des CO2-Ausstoßes eines Flugzeugs Gedanken macht.
Dieser Film hat sicherlich seine Berechtigung und er stellt das Problem des Klimawandels auch überzeugend dar, ist im Kino aber eher fehlplaziert. Niemand gibt gerne Geld dafür aus zu sehen, was wir alles falsch machen. Und so werden sich die Zuschauerzahlen wohl in Grenzen halten. Mehr als 50 Experten, die in einem Streifen von knapp 90 Minuten Länge ihr Wissen Preis geben, sind zudem einfach zu viele. Der Zuschauer wird mit Zahlen und Fakten überschüttet und jeder zweite Satz wird von einer anderen Person gesprochen. Die wenigen Lösungsansätze, die geliefert werden, gehen beinahe unter. 11th Hour - 5 vor 12 ist ein gut gemeintes Werk, das aber auf Grund seiner geringen Reichweite nur wenig dazu beitragen wird das Umweltbewusstsein der Menschen zu schärfen. Da wird auch Leonardo DiCaprios Name nicht viel helfen. |  | | von Toni Straßer |

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