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Stellungswechsel

(Stellungswechsel, 2007)

Dt.Start: 03. Oktober 2007
DVD: 11. Juni 2008
Premiere: 27. September 2007 (Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 97 min Land: Deutschland
Darsteller: Florian Lukas (Frank), Sebastian Bezzel (Gy), Gustav-Peter Wöhler (Olli), Herbert Knaup (Giselher), Kostja Ullmann (Lasse), Lisa Maria Potthoff (Daphne), Diana Staehly (Sabine), Nina Kronjäger (Birte)
Regie: Maggie Peren
Drehbuch: Maggie Peren, Christian Bayer


Inhalt

Fünf Männer mit fünf auswegslosen Situationen: Frank ist arbeitsloser Philologe und Hausmann. Polizist Gy hat permanent Ärger mit seiner Krankenkasse. Olli besitzt einen Feinkostladen aber keine Kunden. Giselher bekommt aufgrund seines hohen Alters keinen Job mehr und Lasse ist ohnehin ein absoluter Nichtskönner. Hier kann nur noch eine geniale Idee helfen und so gründen die fünf einen Escort-Service, wo sie sich der weiblichen Kundschaft als "Deutsche Feinkost zum Anfassen" zur Verfügung stellen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Stellungswechsel hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 65%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Julia Stache
Stellungswechsel hat eine Wertung von 65%
Was treibt eine Gruppe Männer aller Altersklassen dazu, sich zu einem Begleitservice für Frauen zusammenzufinden? Diese Frage versucht Regisseurin Maggie Peren in ihrem ersten Spielfilmdebüt zu beantworten. Mit viel Situationskomik und sympathischen Charakteren gelingt ihr eine angenehm unterhaltsame Komödie, die für ein kurzweiliges Kinovergnügen genau richtig ist.

Bild aus Stellungswechsel Fünf Männer unterschiedlichsten Alters sind aus verschiedensten Gründen dazu gezwungen, an Geld zu kommen. Da das Arbeitsamt nichts für sie parat hat, sie mit ihrem Beruf nicht genug Geld verdienen oder ihr Liebesleben eher dürftig ausfällt, entschließen sie sich dazu, einen Begleitservice zu gründen. Die Zentrale für ihre durch Flyer und Internetpromotion angeregte Geschäftsidee legen sie in den Gemischtwarenladen von Olli. Um für die Frauenwelt fit zu sein, wird an Geräten geschuftet und das Kamasutra geübt. Als der erste große Abend gekommen ist, verläuft alles anders als geplant. Doch mit der Zeit beginnt die Nachfrage zu steigen und jeder der fünf macht seine ganz persönlichen Erfahrungen.

Alle fünf Darsteller verkörpern mit ihren Rollen den ganz normalen Menschen mit einem ganz normalen Alltag. Da gibt es den arbeitlosen Schulabgänger, den nach 30 Jahren Geschäftszugehörigkeit gekündigten Manager, den Polizisten mit Frauenkomplex, den studierten Germanisten oder den Koch, der den Traum vom eigenen Geschäft platzen sieht. Sie alle haben Wünsche, die sie nicht verwirklichen können, seien sie privater oder beruflicher Natur. Die großen Unterschiede in Alter und Herkunft, in Ansichten und Lebenserfahrung macht es aus, dass man zu jedem einzelnen Charakter eine Bindung aufbauen kann. Die Fünf wirken sympathisch und man wünscht ihnen in jeder Minute, dass sie mit ihrem Projekt Erfolg haben werden. Herrlich unbeholfen gehen alle Fünf bei den Vorbereitungen ans Werk. Als ihr Escortservice letztlich endlich in Anspruch genommen wird, drückt man jedem von ihnen die Daumen, dass sie glücklich werden.

Stellungswechsel ist das erste Spielfilmdebüt der Regisseurin Maggie Peren, die sich bisher durch ihre Drehbücher (z.B. Mädchen, Mädchen) einen Namen gemacht hat. Ihre Komödie lebt durch die Situationskomik, insbesondere bei den unbeholfenen Vorbereitungsversuchen beim Aufbau des Begleitservices. Dabei steht beispielsweise das Öffnen von BH-Verschlüssen ebenso auf dem Lehrplan, wie das Überziehen von Kondomen. Aber auch viele kleine amüsante Ideen zeichnen den Film aus, wie z.B. der Name des Projekts: Deutsche Feinkost zum Anfassen, mit echter Orgasmusgarantie.

Der Titel des Films lässt für manchen mehr erhoffen, als dann letztlich gezeigt wird. Wer erwartet, es gehe ständig zur Sache, der wird enttäuscht. Es dreht sich zwar alles im Endeffekt um die Liebe und das Eine, gezeigt wird das aber nie. Ganz im Gegenteil hat der Titel eine ganz andere Bedeutung, die erst im Verlauf des Films richtig deutlich wird.



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