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The Crow - Die Rache der Krähe

(The Crow: City of Angels, 1996)

Durchschnittliche Redaktionswertung

85%



Inhalt

Der Mechaniker Ashe wird mit seinem Sohn von einer Bande sadistischer Drogenfreaks umgebracht als sie Zeugen eines Mordes werden. Ashes ruhelose Seele wird unter dem Schutz der Krähe wieder zum Leben erweckt und es beginnt ein erbarmungsloser Rachefeldzug gegen die bestialischen Killer, deren Boss und eine mysteriöse Seherin.

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The Crow - Die Rache der Krähe

Kritik

von Thorsten Woner

Wertung Kritik

85%

Nur allzu selten kommt es vor daß man einen Film zu sehen bekommt, in dem eine tiefe Seele ruht, der eine so dermaßen sehr gut umgesetzte Vision in sich birgt und darin einstimmig von den meisten verkannt wird. The Crow - Die Rache der Krähe ist solch ein Film. Er erreicht zwar bei weitem nicht die Kraft und Poesie des ersten Teils, aber ob man die gelbgetriebene Optik nun mag oder nicht, man kann dem Film auf gar keinen Fall eine schlechte Umsetzung vorwerfen. Auch hier hat der Regisseur (wie schon im ersten Teil) seine eigene Vision realisiert und einen Traum zu Bildern erweckt. Mutigerweise weicht er dabei von der dunkelschwarzen Optik seines Vorgängers ab und präsentiert uns einen Film der konsequent zwischen kräftigen Gelbtönen und blaugebrochenen Bildern wechselt. Vielen wird und hat das ganz und gar nicht gefallen, aber meiner (immer für alles offenen) Meinung nach schafft es der Film trotz einer eigentlich sehr hoffnungsschwangeren Farbwahl sehr düster und bedrohlich zu wirken.

Große Frage natürlich: wie gut oder schlecht trägt der Hauptdarsteller die große Bürde des Brandon Lee Vermächtnisses? Sehr gut und anders! Brandon Lee wirkte als Crow wie ein lauter Schrei aus Tod und Liebe. Vincent Perez wirkt als Crow wie der traurigste Clown des Todes. Mag blöd klingen, kommt aber klasse rüber. Er versucht glücklicherweise nicht Lee zu kopieren, sondern verleiht der Figur eigene Facetten: er wirkt noch ein wenig gebrochener und entmutigter der Welt gegenüber, jedoch stets genauso entschlossen für Liebe dem Tod ins Gesicht zu schlagen. Perez hat genau wie Lee eine sehr hohe psychische wie auch physische Präsenz. Und seine Wiedergeburt als Crow, aus dem Wasser hervorstoßend, ist atemberaubend toll umgesetzt und man nimmt ihm die Rolle auch ohne zu zögern direkt ab. Seine Mitspielerin Mia Kirschner reißt mit ihrer sanften Anmut tiefe Risse in die Herzen der Zuschauer und schafft es, wie ein paar wenige, ganz Große und Erfahrene Hollywoods (allen voran Nic Cage) allein mit der Melancholie ihrer Augen zu schauspielern und den Zuschauer zu berühren. Leicht hätte aus ihr die hübsche (wirklich sehr hübsche) aber belanglose, weibliche Nebendarstellerin werden können, verkümmert zu einem Standardklischee, aber Mia schafft es mehr aus dem Ganzen herauszuholen und zu verzaubern. Von den Bösewichten ist lediglich Iggy Pop richtig gut, die anderen wirken sehr blaß und unausgekoren, doch Iggy reißt dieses Manko lockerst wieder raus. Die Story ist ein wenig angreifbarer als im ersten Teil doch immer noch in ihrer Brutalität nachvollziehbar, was sie Vincent zu verdanken hat: oft genug wechselt er glaubhaft zwischen irrem Killer und weinendem Vater die Emotionen.

Insgesamt ist der Film von der Stimmung (übrigens sehr viel bekennender S/M Sex) her Geschmackssache, denn viele wollen The Crow - Die Krähe bloß so sehen wie sie auch in den Comicvorlagen zu sehen ist: düster und schwarz. Aber wenn das für Euch kein unbedingtes Muß ist, dann werdet ihr bestimmt Gefallen finden an den vielen tollen Regiefeinheiten, überzeugenden Darstellern und der Surrealität der Schreckensstadt der Engel.

Keine weitere Wertung


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