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Broken Vessels(Broken Vessels, 1998)
| Dt.Start: |
nicht bekannt DVD: nicht bekannt
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Premiere: |
18. April 1998 (Los Angeles Film Festival, USA) |
| FSK: |
nicht bekannt
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
90 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Todd Field (Jimmy), Jason London (Tom), Roxana Zal (Elizabeth), Susan Traylor (Susy), James Hong (Mr. Chen), Patrick Cranshaw (Gramps), Brent Fraser (Jed), Stephanie Feury (Jill), David Nelson (Rick), William Smith (Bo), Charley Spradling London (Ginger), Ashlie Rhey (Karen), Rodrigo Castillo (Oscar), David Baer (Bob), Al Israel (Detective McMahon) |
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Regie:
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Scott Ziehl |
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Drehbuch:
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David Baer, John McMahon |
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 Inhalt
Tom Meyer versucht seinem Kleinstadt-Dasein zu entkommen und nimmt einen Job als Sanitäter in L.A. an. Dort wird er dem Krankenwagenfahrer Jimmy zugeteilt, der Tom in den den kreativen Gebrauch von Rettungsequipement und Drogenbeschaffung einweiht und ihm all die anderen Abgründe zeigt die der Job zu bieten hat. Schnell versumpfen die beiden in einen Rausch aus dem sie eigentlich andere befreien und retten sollen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thorsten Woner
An manchen Tagen klappts halt: man sieht bzw. hört von einem Film das erste Mal, kennt zwar die Besetzung, erfährt vom Cover her daß er auf verschiedenen Independent Festivals gut abgeräumt hat, ist aber ansonsten ziemlich aufgeschmissen. Kein Schwein hat je etwas von dem Film gehört und gesehen hat ihn natürlich erst recht keiner. Schwierige Lage: soll ich dafür wirklich Geld ausgeben, nur weil die Hauptdarsteller gut sind? Leichter würds einem da schon fallen wenn es wenigstens großbekannte Namen wären (Bruce Willis, Noni Ryder, Nicolas Cage...), aber kleine Nebendarsteller, B-Picture und TV-Hoschies? No Risk, no Fun. Ich investiere mein hart erarbeitets Geld in einen sogenannten Risk-Shot: viel Geld für ein Unbekanntum. Aber wie schon gesagt: an manchen Tagen klappts halt.
Broken Vessels ist ein Film Marke überraschungs-cremig. Ich weiß nicht wie er wirkt wenn man ihn sich mit der Erwartung einer wohllobenden Review anschaut, aber ohne irgendwelche Hintergedanken und nur mit der Hoffnung daß man sich nicht durch 90 Minuten Quark quälen muß, kommt er verdammt klasse rüber. Ich war wirklich sehr angenehm überrascht. Zu Vergleichen ist der Fim so ungefähr mit dem Nicolas Cage Streifen Bringing out the Dead. Aber man merkt ihm schon irgendwie an daß er nicht den Druck der großen Mainstream Erwartung im Nacken sitzen hat. Er zeigt und erzählt ganz einfach daß was er will, unterhält der Unterhaltung und nicht der Einnahmen wegen. Die beiden Hauptdarsteller sind gruseligst überzeugend und strahlen in jeder Minute die Erschöpfung und die Orientierungslosigkeit ihres Jobs so glaubhaft aus, daß man manchmal den Faden zur Identifikation verliert und einfach nur noch über tolle Schauspielerei staunt. Identifikation ist bei dem Film sowieso schwer da er eine ziemlich kaputte Thematik hat und teils schwer zu verdauen ist. Trotzdem verliert er dabei nicht auch nur einmal seinen Unterhaltungswert. Wer drauf steht sich in Seelenentgleisungen reinzusteigern ist bei diesem Film genauso gut aufgehoben wie der Normalzuschauer. Die Inszenierung bietet genug Angriffspunkte sich danach so richtig schön am Ende zu fühlen aber zwingt einem seine Depressivität nicht auf: einfach nur zuschauen und genießen ist auch drin. Von der Story her muß echt gesagt (vielleicht auch gelobt werden) daß sie teilweise schon sehr weit geht und ganz deutlich übers gewöhnliche Maß hinaus erzählt, dabei aber nie geschmacklos oder aufgesetzt provozierend wird.
Mein Geld hat sich also gelohnt: sehr gute Darsteller, eine vor Energie strotzende Geschichte und eine Inszenierung der man anmerkt das dem Regisseur/Autor wirklich was am Projekt gelegen hat. Zu Recht hat der Film Preise gewonnen (Toronto Film Festival, Los Angeles Independent Festival) und lohnt sich auf jeden Fall. Und wer trotzdem zweifelt weil Independent und Angst vor Billigoptik, der kann sich hiermit von mir beruhigen lassen: der Film sieht klasse aus und wirkt kein Stück Budgetlos. Also ran an den Speck: Filmliebhaber, aufgeschlossen gegenüber sperriger Thematik und offen für Mainstreamlosigkeit? Dann werdet ihr Euch über einen Film freuen, den sonst fast niemand kennt, der bestens gelungen ist und ein Dasein als Risk-Shot wirklich nicht verdient hat.  Weitere interessante Filme
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