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Film-Seite zu Die Purpurnen Flüsse
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Die Purpurnen Flüsse

(Les Rivières Pourpres, 2000)

Dt.Start: 19. April 2001 Premiere: 27. September 2000 (Frankreich)
FSK: ab 16 Genre: Krimi, Drama, Thriller
Länge: 106 min Land: Frankreich
Darsteller: Jean Reno (Commissaire Pierre Niémans), Vincent Cassel (Lieutenant Max Kerkérian), Nadia Farès (Fanny Fereira), Dominique Sanda (Schwester Andrée), Karim Belkhadra (Capitain Dahmane), Jean-Pierre Cassel (Dr. Bernard Chernezé), Didier Flamand (Rektor), François Levantal (Gerichtsmediziner), Francine Bergé (Lehrerin), Philippe Nahon (Mann an der Autobahn), Laurent Lafitte (Sohn des Rektors), Robert Gendreu (Friedhofsgärtner), Christophe Bernard (Skinhead), Nicky Naude (Skinhead), Tonio Descanvelle (Sarzac Policeman)
Regie: Mathieu Kassovitz
Drehbuch: Jean-Christophe Grangé, Mathieu Kassovitz


Inhalt

Inspektor Pierre Niémans wird ins entlegene Bergdorf Guernon beordert, um einen grausamen Mord aufzuklären. Er erkennt schnell, daß der Mord etwas mit dem dunklen Geheimnis der dort ansässigen Universität zu tun hat und versucht gemeinsam mit seinem Kollegen Max Kerkérian den Fall zu lösen.
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Kritik

Die Purpurnen Flüsse hat eine Wertung von 81%

Schon in der ersten Szene von Die Purpurnen Flüsse führt uns Regisseur Mathieu Kassovitz vor Augen, was uns die nächsten 106 Minuten erwartet. Er verzichtet dankenswerterweise auf jegliches nervendes Vorgeplänkel und legt gleich mit dem ersten Toten los. Zu Beginn befinden wir uns auf dem selben Wissenstand wie Kommissar Jean Reno und müssen uns, wie er, zunächst die nötigen Informationen über das abgelegene Bergdorf und die dazugehörige Eliteuniversität beschaffen. Erst nach und nach bringt er in Erfahrung, was an dieser Universität wirklich vor sich geht und entwickelt eine tiefe Abneigung gegen dieses Treiben. 300 Kilometer weiter, ermittelt ein junger Kommissar an einem scheinbar ganz anderen Fall. Dem Zuschauer wird allerdings schnell klar, daß die beiden Fälle miteinander zu tun haben. Da die Parallelen alles andere als offensichtlich sind, bleibt der Spekulation Tür und Tor geöffnet und es gibt unzählige verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Erst als die beiden ihre Kräfte vereinen rückt die Lösung des Falles in greifbare Nähe.

Dank der düsteren und beängstigenden Atmosphäre wird Die Purpurnen Flüsse zu einem schaurigen Kinoerlebnis. Regisseur Mathieu Kassovitz verleiht dem idyllischen Bergdorf etwas bedrohliches und umgibt die Eliteuniversität mit einer mystischen Aura. Die Professoren und Schüler versuchen, den perfekten Menschen zu züchten und heiraten deshalb untereinander. Diese Naziideologie wirkt auf den Betrachter abstoßendend und man entwickelt eine starke Abneigung gegen die unnahbaren und gefühlskalten Uni-Leuten. Auf der anderen Seite steht der Killer, der mit jeder seiner Gräueltaten, eine blutige Nachricht hinterläßt. Als klar wird, daß die versteckten Nachrichten auf die oben genannten Mißstände an der Universität hindeuten, wird einem der Killer fast schon sympathisch. Nochdazu bekommt man recht schnell eine attraktive Hauptverdächtige geliefert, die sich allerdings im Laufe des Films zu verdächtig macht, um wirklich verdächtig zu sein.

Die Story von Die Purpurnen Flüsse ist äußerst verzwickt und man muß gut aufpassen, um die entscheidenden Hinweise nicht zu verpassen. Damit sich der Zuschauer voll und ganz auf die Story konzentrieren kann, kommt der Film mit relativ wenigen Figuren aus. Nicht einmal die Charakterzüge der beiden Kommissare werden ausführlich herausgestellt. Die beiden sind einfach nur der alte Fuchs Jean Reno und der junge wilde Vincent Cassel. Zusammen sind sie ein tolles Team und es gelingt ihnen natürlich den Fall zu lösen, der am Ende eine intelligente und vor allem unerwartete Wendung nimmt. Nur leider wurde beim Showdown etwas zu dick aufgetragen und so trübte des Ende den guten Gesamteindruck des Films ein wenig. Nichts desto trotz, gelang mit Die Purpurnen Flüsse ein spannender und vor allem sehenswerter Film.

von Thomas Straßer


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