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Die Gebrüder Weihnachtsmann

(Fred Claus, 2007)

Dt.Start: 29. November 2007
DVD: 07. November 2008
Premiere: 09. November 2007 (USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie
Länge: 115 min Land: USA
Darsteller: Vince Vaughn (Fred Claus), Paul Giamatti (Nick Claus), John Michael Higgins (Willie), Miranda Richardson (Annette Claus), Rachel Weisz (Wanda), Kathy Bates (Mutter Claus), Trevor Peacock (Papa Claus), Ludacris (DJ Donnie), Elizabeth Banks (Charlene), Jeremy Swift (Bob Elf), Elizabeth Berrington (Linda Elf), Kevin Spacey (Clyde), Rio Hackford (Leon), Bobb'e J. Thompson (Slam), Allan Corduner (Dr. Goldfarb), Jordon Hull (Fred - mit 6 Jahren), Liam James (Fred - mit 12 Jahren), Theo Stevenson (Nick - mit 6 Jahren)
Regie: David Dobkin
Drehbuch: Dan Fogelman, Jessie Nelson


Inhalt

Fred Claus ist ein Slacker, wie er im Buche steht. Gelangweilt und lustlos verbringt er sein inhaltsloses Leben und ladet wegen Diebstahls sogar im Knast. Sein Bruder Santa ist das komplette Gegenteil, da er alljährlich Freude verbreitet und ein Lächeln auf die kindlichen Gesichter zaubert. Um seinen Bruder auf den richtigen Weg zu führen, holt er ihn aus dem Gefängnis und verdonnert ihn dazu, am Nordpol seine Schuld abzuarbeiten. Dass Fred diese Reise so gar nicht in den Kram passt, kann man sich nur allzu gut vorstellen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Die Gebrüder Weihnachtsmann hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 63%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Benjamin Schieler
Die Gebrüder Weihnachtsmann hat eine Wertung von 63%
Weihnachtsfilm mal anders: In der diesjährigen Komödie zum Fest aus dem Hause Warner Bros. steht nicht Santa Claus im Fokus, sondern sein großer Bruder Fred. Dieser ist eigentlich ein herzensguter Mensch, kommt aber gegen die Güte und Würde des heiligen Weihnachtsmanns nicht an. Diesen Bruderkonflikt setzt Die Gebrüder Weihnachtsmann gekonnt um. Trotzdem ist der Film vor allem eines: durch und durch konventionell.

Bild aus Die Gebrüder Weihnachtsmann "Warum kannst du nicht wenigstens ein bisschen so sein wie dein Bruder?" Peng, da ist er. Ein Satz wie ein Schlag ins Gesicht. Undurchdachte Worte aus dem Munde von Mama Claus (Kathy Bates). Ihren Erstgeborenen Fred (Vince Vaughn) treffen sie schwer, denn er bemüht sich ja wirklich ein gutes und braves Kind zu sein. Doch seit sein Bruder Nikolaus, genannt Santa (Paul Giametti), geboren wurde, kann Fred die Frau Mama einfach nicht mehr glücklich machen. Kein Wunder: Santa ist ein Heiliger. Welcher Normalsterbliche könnte dagegen schon ankommen? Und so gehen beide ihrer Wege. Aus Santa wird der Mann, der einmal im Jahr in einer Nacht alle Kinder dieser Welt besucht, aus Fred ein zynischer Taugenichts, der die Liebe seiner Freundin Wanda (Rachel Weisz) eigentlich gar nicht verdient hat. Dann aber führt das Schicksal die Brüder wieder zusammen. Als Fred in der Klemme steckt, will Santa ihm helfen. Voraussetzung: Fred muss bei den Weihnachtsvorbereitungen helfen. Denn am Nordpol sind schwere Zeiten angebrochen. Der fiese Rationalitätsexperte Clyde Northcutt (Kevin Spacey) soll überprüfen, inwieweit in Santas Werkstatt überhaupt noch effizient gearbeitet wird. Es droht sogar die Schließung. Zudem verfolgt Northcutt perfide persönliche Ziele.

Keine Frage: Die Gebrüder Weihnachtsmann kann mit seinem Ensemble punkten. Besonders gefallen Kathy Bates (About Schmidt), die in ihrer Rolle als Mutter mit Lieblingskind sichtlich Spaß hat, und Kevin Spacey als Bösewicht. Seine Darstellung des Rationalitätsexperten Northcutt erinnert aber letztlich unweigerlich an jene des Lex Luthor in Superman Returns. In famosen Gastrollen sind zudem "geknechtete" Brüder wie Frank Stallone, Roger Clinton und vor allem Stephen Baldwin zu sehen, die unter der Berühmtheit ihre Geschwister zu leiden haben.

Zu zeigen, dass der Weihnachtsmann keine von allen menschlichen Sorgen unabhängige Figur ist, dass er eine Familie hat, in der es nicht immer harmonisch zugeht, ist im Prinzip eine nette Idee. Ebenso wie der Einfall, den "missratenen" Bruder in Anlehnung an Fredo Corleone aus Der Pate Fred zu nennen. Insgesamt folgt der Film jedoch zu sehr einem typischen Schema, ist durch und durch konventionell und wirkt im globalen Geschäft Weihnachten wie eine plumpe Marketing-Kampagne.

Wer darüber hinwegsehen kann und sich im Kino in eine festliche Stimmung bringen lassen möchte, indem er in die glänzenden Augen soeben beschenkter Kinder blickt, der wird sich von Die Gebrüder Weihnachtsmann gut unterhalten fühlen - und vielleicht auch etwas beseelt.



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