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Aliens - Die Rückkehr

(Aliens, 1986)

Dt.Start: 13. November 1986
DVD: 25. Mai 2000
Premiere: 18. Juli 1986 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Horror, Sci-Fi
Länge: 137 min Land: USA, UK
Darsteller: Sigourney Weaver (Ellen Ripley), Carrie Henn (Rebecca 'Newt' Jorden), Michael Biehn (Cpl. Dwayne Hicks), Lance Henriksen (Bishop), Paul Reiser (Carter Burke), Bill Paxton (Pvt. Hudson), William Hope (Lt. Gorman), Jenette Goldstein (Pvt. Vasquez), Al Matthews (Sgt. Apone), Mark Rolston (Pvt. Drake), Ricco Ross (Pvt. Frost), Colette Hiller (Cpl. Ferro), Daniel Kash (Pvt. Spunkmeyer), Cynthia Dale Scott (Cpl. Dietrich), Tip Tipping (Pvt. Crowe)
Regie: James Cameron
Drehbuch: Dan O'Bannon, Ronald Shusett


Inhalt

57 Jahre nach den schrecklichen Vorkommnissen auf dem Raumschiff Nostromo, wird Ellen Ripley, die einzige Überlebende des Massakers, gefunden und aus ihrem Kälteschlaf geweckt. Zu ihrem Entsetzen muss sie erfahren, dass LV 426, der Planet auf dem sie und ihre Mannschaft damals auf das aggressive, außerirdische Wesen gestoßen sind, mittlerweile von Menschen bewohnt wird. Kurz darauf reißt der Funkkontakt zu dieser Kolonie ab, woraufhin sich Ripley mit einer Marinespezialeinheit auf den Weg macht, um auf dem Planeten nach dem Rechten zu sehen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Aliens - Die Rückkehr hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 92%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Müller
Aliens - Die Rückkehr hat eine Wertung von 92%
Mit Aliens kam 1986 die rundum gelungene Fortsetzung von Ridley Scotts Alien auf die Leinwand. Dieses Mal sind es ausgebildete Soldaten und die wieder überzeugend von Sigourney Weaver gespielte Ripley, die auf einem inzwischen von Menschen besiedelten Planeten um ihr Leben kämpfen müssen. James Camerons Version zeigt sich dabei deutlich actionlastiger als sein Vorgänger und überzeugt vor allem durch eine komplexere Gestaltung der Aliens. Darstellerisch und inszenatorisch ist Aliens absolut überzeugend und so bleiben insgesamt kaum Wünsche offen. Ohne Zweifel ein Film, den man gesehen haben sollte.

Bild aus Aliens - Die Rückkehr Aliens ist die Fortsetzung von Ridley Scotts überaus erfolgreichem Alien von 1979 und zählt zu den besten Fortsetzungen der Filmgeschichte. Tatsächlich steht er seinem Vorgänger in nichts nach, wobei sich beide Filme stilistisch teils stark unterscheiden. So bietet der erste Film zahlreiche typische Horrorelemente, während der zweite Teil viel mehr dem Actiongenre zuzuordnen ist. Gemeinsam haben die beiden Werke, genretechnisch betrachtet, natürlich dennoch die allgemeine Ansiedlung im Science-Fiction-Segment. Die Handlung knüpft scheinbar nahtlos an den ersten Teil an, sodass man auch beide Filme unmittelbar nacheinander sehen könnte, ohne aus der Geschichte geworfen zu werden. Bei den Fortsetzungen Alien 3 und Alien 4 funktioniert dies dann nicht mehr so unproblematisch.

Besonders in der ersten Hälfte ist Aliens typisches 80er-Jahre Action-Kino. Dafür sorgen die teils deutlich überzeichneten Charaktere und die Sprüche, die besonders in der deutschen Fassung aus heutiger Sicht teilweise etwas albern wirken. Doch auch wenn es sicherlich eine Geschmacksfrage ist, ob man sich mit diesem Wandel vom eher nüchternen ersten Teil anfreunden kann oder nicht, werden sich die wenigsten Alien-Fans wirklich daran stören. Am meisten profitiert Aliens davon, dass es nicht mehr nur eine einzelne Kreatur ist, sondern zahllose Biester, die Jagd auf Ripley und die Soldaten machen, die trotz technischer Überlegenheit kaum eine Chance haben. Auch wird der hochinteressante Lebensweg von der Entstehung des von einer Königin gelegten Eies, über den Facehugger, bis hin zum Parasiten-Embryo und schließlich dem extrem schnell wachsenden, fertigen Alien wunderbar ausgearbeitet präsentiert und perfekt in die Geschichte eingegliedert.

Aus heutiger Sicht sind natürlich die Vorstellungen des ersten Alien-Filmes von Computern der Zukunft recht niedlich. Auch sechs Jahre später schien man nicht davon auszugehen, dass ein Computer auch mehr als blinkende, zweifarbige Röhrenbildschirme sein könnten. Verwunderlich ist dennoch, dass sich in Aliens, dessen Handlung 57 Jahre nach dem ersten Teil einsetzt, technologisch überhaupt nichts getan zu haben scheint. Da wird noch auf Disketten gespeichert, mit Rambo-Waffen hantiert und die Bilder, die die mobilen Kameras der Soldaten liefern, sehen aus wie von alten, schlechten Videokassetten. Utopisch ist das nicht gerade, aber dafür trägt es auf sehr eigene Weise zu mehr Atmosphäre und einer dreckigen Optik bei und verhindert, dass die Aufmerksamkeit von den Aliens weg zu einem High-Tech-Spektakel gelenkt wird.

Zugegeben, das Ende ist ein wenig absurd und nicht sonderlich glaubwürdig. Außerdem wirkt die Prise Kitsch, die hier noch eingestreut wurde, vollkommen deplatziert. An sich ist das aber alles andere als ungewöhnlich für das Blockbuster-Actionkino der 80er. Insgesamt schadet es dem Film nicht, und so bleibt er ein rundum gelungener Streifen mit den vielleicht furchterregendsten Kreaturen überhaupt.



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