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Shadow of the Vampire

(Shadow of the Vampire, 2000)

Dt.Start: 21. Juni 2001 Premiere: 15. Mai 2000 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 91 min Land: UK, USA
Darsteller: John Malkovich (Friedrich Murnau), Willem Dafoe (Max Schreck), Cary Elwes (Fritz Arno Wagner), Aden Gillett (Henrick Galeen), Eddie Izzard (Gustav von Wangenheim), Catherine McCormack (Greta Schröder), Udo Kier (Albin Grau), Ronan Vibert (Wolfgang Müller), Marja-Leena Junker (Ehefrau), Sascha Ley (Betrunkene Frau), Jean-Claude Croes (Crew-Mitglied), Nicholas Elliott (Paul)
Regie: E. Elias Merhige
Drehbuch: Steven Katz


Inhalt

Berlin, 1921. Der exzentrische Regisseur Friedrich Murnau beginnt mit der Arbeit an seinem Vampirfilm "Nosferatu". Da es ihm wichtig ist, den Film so realistisch wie möglich zu gestalten, fährt er für die Dreharbeiten an Originalschauplätze und engagiert einen seltsamen Schauspieler namens Max Schreck für die Titelrolle. Aufgrund seines komischen Verhaltens erweckt Schreck bei den anderen Schauspielern und Mitarbeitern bald den Eindruck, es handle sich bei ihm um einen echten Vampir.
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Kritik

Shadow of the Vampire hat eine Wertung von 78%

Shadow of the Vampire ist wohl am besten als Mischung aus Horrorfilm-Hommage und schwarzer Komödie zu beschreiben. Autor Steven Katz und Regisseur E. Elias Merhige beschäftigen sich in diesem (mit 90 Minuten fast schon zu kurzen) Film mit der außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte von Nosferatu, eine Symphonie des Grauens, einem der großen Klassiker des Horrorfilms. Ausgangspunkt der Geschichte ist die Frage: War es Max Schreck damals vielleicht deshalb möglich die Rolle des furchteinflößenden Vampirs so glaubhaft zu verkörpern, weil es sich bei ihm tatsächlich um eine Kreatur der Nacht handelte? Ausgehend von dieser Fragestellung entstand eine teils authentische, teils fiktive Geschichte über Menschen, Monster und Obsessionen, die das Herz eines jeden Cineasten höher schlagen läßt.

Doch der Film ist auch für den Teil der Zuschauer interessant, der Nosferatu, eine Symphonie des Grauens nicht gesehen hat (soll es ja tatsächlich geben), denn John Malkovich und Willem Dafoe liefern zwei brillante Darstellungen ab, die man einfach gesehen haben muß. Malkovich spielt den besessenen Regisseur Friedrich Murnau, der sich Anfang der 20er in den Kopf gesetzt hatte, den ultimativen Vampirfilm zu drehen. Da ihm Bram Stoker jedoch die Rechte an einer Verfilmung seiner Dracula-Geschichte verweigerte, beauftragte Murnau den Drehbuchautor Henrik Galeen, die Geschichte über den Blutsauger ein wenig umzuschreiben und so wurde aus Graf Dracula kurzerhand Graf Orlock alias Nosferatu. Danach ließ er sich von nichts und niemandem mehr Steine in den Weg zur Fertigstellung seines Films legen. In Shadow of the Vampire gipfelt Murnaus blindes Verlangen nach der Schöpfung eines bleibenden Klassikers darin, daß er einen echten Vampir für die Hauptrolle engagiert und diesem im Austausch für seine Mitarbeit sogar Menschenopfer anbietet.

Noch überzeugender als Malkovich's Spiel ist jedoch die Darstellung von Willem Dafoe. Der mußte in diesem Film nämlich gleich zwei Dinge bewerkstelligen: Zum einen sollte man ihm die Rolle des Schauspielers Max Schreck abnehmen, zum anderen mußte er jedoch gleichzeitig einen echten Vampir verkörpern. Beides ist Dafoe hervorragend gelungen und das obwohl er nach eigener Aussage bis auf Nosferatu, eine Symphonie des Grauens keine großen Anhaltspunkte zur Vorbereitung seiner Rolle hatte. Ich kann diesen Film wirklich jedem ans Herz legen, der sich auch nur im Geringsten für das Thema Vampire oder ein wenig für alte Klassiker interessiert. Bevor Ihr euch Wes Craven präsentiert Dracula antut, geht bitte in diesen Film!

von Thomas Brendel


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Dt. Start: 12. Apr 1979
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