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Traumpaare

(Duets, 2000)

Dt.Start: 31. Mai 2001
DVD: 02. Mai 2002
Premiere: 09. September 2000 (Toronto Film Festival, Kanada)
FSK: ab 12 Genre: Komödie, Drama
Länge: 112 min Land: Kanada, USA
Darsteller: Andre Braugher (Reggie Kane), Paul Giamatti (Todd Woods), Huey Lewis (Ricky Dean), Gwyneth Paltrow (Liv), Maria Bello (Suzi Loomis), Scott Speedman (Billy Hannon), Marian Seldes (Harriet Gahagan), Kiersten Warren (Candy Woods), Angie Phillips (Arlene), Angie Dickinson (Blair), Lochlyn Munro (Ronny Jackson), Carol Alexander (Beth the Hostess), Michael Rogers (Tulsa Bartender), Amanda Kravat (Redhead), Ian Robison (Sales Guy)
Regie: Bruce Paltrow
Drehbuch: John Byrum


Inhalt

Sechs verschiedene Menschen, ein gemeinsames Ziel: Die Endausscheidung eines landesweiten Karaoke-Wettbewerbs in Omaha bei dem ein Preisgeld von $5000 winkt. Auf dem Weg dorthin durchlebt Geschäftsmann Todd gemeinsam mit einem entflohenen Sträfling einen Ausbruch aus der Monotonie seines alltäglichen Lebens, Profikaraokesänger Ricky Dean wird zum ersten Mal mit seiner bereits erwachsenen Tochter konfrontiert und Taxifahrer Billy reflektiert mit der undurchschaubaren Suzi über die Qualen der Liebe.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Traumpaare hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 68%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thorsten Woner
Traumpaare hat eine Wertung von 68%

Ein Film der auf der Idee basiert eine tarantinoeske Personenkonstellation in der Philosophie des Karaokesingens einzuflechten? Kann das klappen? Es kann! Traumpaare ist ein Film der gut unterhält, ab und zu berührt und engagierte Darsteller hat. Vielleicht kein Film den man sich mindestens einmal die Woche reinschnuseln muß aber einer der für einen Kinoabend lang lückenlos unenttäuschend daherkommt. Die Regie ist entspannendst zurückhaltend und gibt den Schauspielern die Möglichkeit mit ihren Rollen zu spielen: Huey Lewis ist ja sowieso lebender Kult, Maria Bello spielt klasse in verruchtem Touch gegen die gängige Frauenklischerolle an, Gwyneth Paltrow erfüllt genau diese Klischeerolle ist dabei aber zum Glück verzeihend zuckersüß, Andre Braugher wirkt wie eine wandelnde Philosophie (die jeden Moment losbrechen und uns alle erlösen könnte) und das Herzstück des Films bildet Paul Giametti dessen Spiel so verdammt gelungen ist das es sogar als Quasisequel zu American Beauty weit über Übliches hinausgeht. Die Karaokeeinlagen sind gut plaziert und machen richtig Spaß. Hut ab davor, daß alle Schauspieler tatsächlich selbst (so gut) gesungen haben. Mein persönlicher Höhepunkt des Films ist das Duett zwischen Andre Braugher und Paul Giametti: da zuckt der Zeh, da wippt das Knie, man will einfach aufspringen und mitsingen aber da das im Kino nicht allzu gern akzeptiert wird bleibt man halt sitzen und läßt den Song durch den ganzen Körper kribbeln (auch schön).

Traumpaare war für mich ein sogenannter Schlurf-Film: ich folge interessiert der Geschichte, fühle hier und da mal mit, kann ab und zu lachen, bin aber nie so tief ins Geschehen involviert, nie so in die Geschichte vertieft, das nicht zwischendurch mal Zeit wäre um an meiner Pepsi zu schlurfen (bei American Beauty oder Fight Club zum Beispiel war ich derart in vollster Erfüllung gelähmt, das ich mich nicht auch nur einmal bewegt habe). Traumpaare ist ein netter Film, einer den man einfach mag und über den es nichts zu meckern gibt, einer der seine eigenen kleinen Highlights hat, insgesamt selbst aber keines ist (ist nicht so böse gemeint wie es sich anhört). Traumpaare kann man gut als Date-Movie empfehlen oder für einen relaxten Kinoabend ohne Risiken und Neben- bzw. Nachwirkungen. Jetzt wo ich so an ihn zurückdenke, würde ich ihn gerne in den Arm nehmen und knuddeln. Und wem das jetzt als Kinokritik zu dämlich oder unprofessionell ist, der sollte vielleicht auch nicht in Traumpaare gehen. Wer diesen kleinen, abschließenden Gefühlsausbruch jedoch niedlich findet, dem wird auch dieser Film gefallen. In diesem Sinne ran an die Mikros, alle Sorgen fallen lassen und sich dem universellen Frieden des Karaoke hingeben.



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