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Die Comic-Schmiede Marvel ist für Hollywood einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren geworden, denn mit Franchises wie Spider-Man oder X-Men wurden weltweit über 4,9 Milliarden Dollar eingespielt. Nun soll also die Figur des Iron Man in die großen Fußstapfen treten und was soll man sagen: Fucking Hell! Dieser Film rockt so ziemlich alles weg, was man aus dem Comic-Universum bisher kannte!
Als im Jahr 2007 Marvel ankündigte, zehn Eigenproduktionen heraus zu bringen, war man sehr gespannt, welche Figuren man in der Erfolgsschmiede ausgesucht hatte. Iron Man sollte der erste sein und schon 2008 in die Kinos kommen. Mit einem Mega-Budget von knapp 190 Millionen US-Dollar wollten die Marvelaner definitiv nichts anbrennen lassen und engagierten sich mal einen kleinen netten Cast zusammen: Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Jeff Bridges und Terrence Howard!
Tony Stark hat ein problemloses Leben, in der Rüstungsindustrie hat er es zum Multimillionär gebracht und genießt diesen Status in vollen Zügen. Doch während einer Waffen-Vorstellung wird er entführt und von Terroristen gezwungen seine mächtigste Waffe zu bauen. Stark erkennt, dass er nur mit einer neuen Erfindung lebend entkommen kann und so baut er eine eiserne Rüstung und wird zu Iron Man. Wieder in Sicherheit erkennt er die Schattenseiten seiner Firma und deckt eine Verschwörung auf!
Anfänglich waren die Stimmen eher Verhalten wenn es um Robert Downey Jr. als Iron Man ging, denn nur wenige konnten sich den Darsteller als Superheld in einer supermodernen Rüstung vorstellen. Und auch der erste Teaser zeigte nur Szenen, die man eher in die Kategorie "plumper 08/15 Action-Film mit einem Schuss Humor" stecken würde. Was aber wirklich in Iron Man steckt, hat es gehörig in sich! Der Film versprüht ab der ersten Sekunde einen solch trockenen Charme und Humor, dass man sich in jeder Szenen vor Lachen biegen könnte. Tony Stark präsentiert sich als ein solch unsympathisches Arschloch, dass es eine wahre Freude ist und wenn er dann mit gestählten Muskeln seine Rüstung schmiedet, dann weiß man, dass hier etwas ganz Großes vor einem liegt!
Marvel hat mit Robert Downey Jr. ein großes Risiko in Kauf genommen und sie haben mehr gewonnen, als es zu gewinnen gab, denn nicht nur die Wandlung des Hollywood-Superhelden vom Action-Frosch zum tiefgehenden und multidimensionalen Charakter, sondern auch die brillanten One-Liner, die der neue Action-Star Downey zum Besten geben darf, bieten einen so hohen Unterhaltungswert, dass das Rennen um den Blockbuster des Jahres eigentlich jetzt schon entschieden ist.
Doch nicht nur Downey, sondern der gesamte Cast, beweist vielseitig und perfekt harmonisch, aus welchem Holz Filme sein müssen, um Kritikern UND Publikum zu gefallen. Paltrow wirkt so sexy und anziehend wie nie zuvor und Jeff Bridges mimt den knallharten Geschäftspartner fast besser als seinen The Big Lebowski.
Iron Man präsentiert sich so souverän, dass es schwer fällt dem Superlativ zu entkommen, denn nahezu perfekt mit wunderbarem Humor und der richtigen Prise Action in einer sonst eher charaktergesteuerten Geschichte haben wir hier schon einen heißen Kandidaten für den wohl besten Film des Jahres! Wer ihn nicht gesehen hat, hat definitiv einen Großteil des Filmjahres 2008 verpasst! |