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Onegin(Onegin, 1999)
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21. September 2000 DVD: 30. November 2007
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Premiere: |
18. September 1999 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
106 min
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Land: |
UK, USA |
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Darsteller:
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Ralph Fiennes (Evgeny Onegin), Toby Stephens (Vladimir Lensky), Liv Tyler (Tatyana Larina), Lena Headey (Olga Larina), Martin Donovan (Prinz Nikitin), Alun Armstrong (Zaretsky), Harriet Walter (Mme. Larina), Irene Worth (Princess Alina), Jason Watkins (Guillot), Francesca Annis (Katiusha), Simon McBurney (Triquet), Geoffrey McGivern (Audrey Petrovitch), Gwenllian Davies (Anisia), Margery Withers (Nanya), Tim McMullan (Dandie) |
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Regie:
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Martha Fiennes |
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Drehbuch:
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Alexander Pushkin, Peter Ettedgui |
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 Inhalt
Der junge Adelige Evgeny Onegin wandert in der hohen Gesellschaft des St. Petersburgs im 19. Jahrhundert von einer Party zur nächsten, begegnet aber seinen Mitmenschen mit äußerstem Zynismus. Als er den Landbesitz seines verstorbenen Onkels erbt, kehrt er der Stadt den Rücken, freundet sich mit dem jungen Dichter Vladimir Lensky an und lernt über ihn seine rebellische Nachbarin Tatyana kennen. Als diese sich stürmisch in Onegin verliebt, weist er sie zunächst zurück - und merkt erst zu spät, dass er einen Fehler begangen hat. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Benjamin Schieler
Mit seinem wohl bedeutendsten Werk "Eugen Onegin" schaffte der russische Literat Alexander Sergejewitsch Puschkin einen allseits gefeierten "Roman in Versen". Ralph Fiennes produzierte die Verfilmung des Klassikers und verhalf seiner kleinen Schwester Martha zu ihrem Regiedebüt. Obendrein übernahm Fiennes die Hauptrolle. Als zynischer Adeliger trägt er das atmosphärische Werk lange Zeit. Dies ändert sich jedoch an dem Punkt, an dem der Titelheld eine Wandlung vollzieht.
Eigentlich führt der russische Adelige und Frauenheld Evgeny Onegin im St. Petersburg des 19. Jahrhunderts ein beneidenswertes Leben. Um Geld braucht er sich keine Sorgen zu machen. Fast jeden Tag ist eine neue Party, auf die er eingeladen ist. Doch der zynische Zeitgenosse ist angewidert von seinen affektierten Weggefährten und deswegen nicht unglücklich, als sein sterbender Onkel ihn zu sich auf den Landsitz ruft. Als er ankommt, ist der alte Mann bereits tot und hat seinem Lieblingsneffen ein beachtliches Erbe hinterlassen. Onegin beschließt, die Stadt für eine Weile zu meiden und sein Glück in der Agrarwirtschaft zu suchen.
Doch auch auf dem Land holt ihn bald die Langeweile ein. Seinen einzigen richtigen Freund, den jungen Dichter Vladimir Lensky (Toby Stephens), straft er in seiner ungerechtfertigten herablassenden Art ab und als seine Nachbarin Tatyana Larina (Liv Tyler) ihm in einem leidenschaftlich verfassten Brief ihre Liebe gesteht, weist er sie rüde zurück. Stattdessen tanzt er lieber mit Tatyanas Schwester Olga (Lena Headey). Diese Provokation bringt für Lensky das Fass zum Überlaufen. Denn er ist Olgas Verlobter - und fordert Onegin daher zum Duell heraus.
Genau dort muss die Kritik an Onegin ansetzen, bedeutet das Duell und seine Folgen doch einen Wendepunkt und Knick in der Geschichte. Entsetzt darüber, dass er das Leben dreier Menschen zerstört zu haben scheint, taucht Evgeny Onegin unter. Einige Jahre nach seinem Verschwinden kehrt er nach St. Petersburg zurück und verliebt sich prompt in Tatyana, die mittlerweile in die High Society eingeheiratet hat. Wegen ihrer Bindung kann und will Tatyana Onegins Liebe nicht mehr erwidern, woraufhin dieser fortan als gebückt laufender Mann durch die Straßen der Stadt schreitet. Die Wandlung nimmt man Ralph Fiennes nicht ab. In diesen Momenten wirkt er deplaziert und unglaubwürdig. Liv Tyler dagegen verkörpert die Rebellin, die zur systemkonformen Ehefrau wird, mit einer schön anzusehenden zurückhaltenden Grazie. Ansonsten lebt Onegin vor allem von seiner Atmosphäre. Die Winter- und Nebellandschaften Russlands geben dem Film einen ganz besonderen Touch. So erhält er zumindest noch einen Hauch von großem Liebesfilm.  Weitere interessante Filme
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