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Zurück in die Zukunft

(Back to the Future, 1985)

Dt.Start: 03. Oktober 1985
DVD: 26. September 2002
Premiere: 03. Juli 1985 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Abenteuer, Sci-Fi
Länge: 116 min Land: USA
Darsteller: Michael J. Fox (Marty McFly), Christopher Lloyd (Dr. Emmett Brown), Lea Thompson (Lorraine Baines McFly), Crispin Glover (George McFly), Thomas F. Wilson (Biff Tannen), Claudia Wells (Jennifer Parker), Marc McClure (Dave McFly), Wendie Jo Sperber (Linda McFly), George DiCenzo (Sam Baines), Frances Lee McCain (Stella Baines), James Tolkan (Mr. Strickland), J.J. Cohen, Casey Siemaszko, Billy Zane, Harry Waters Jr.
Regie: Robert Zemeckis
Drehbuch: Robert Zemeckis, Bob Gale


Inhalt

Der Teenager Marty McFly wird mit der Zeitmaschine seines Freundes, dem skurrilen Wissenschaftler Dr. Emmett Brown versehentlich ins Jahr 1955 geschleudert. Dort verhindert er zunächst unabsichtlich, dass sich seine zukünftigen Eltern kennen lernen und in einander verlieben, womit er seine eigene Zeugung gefährdet. Zu allem Überfluss verguckt sich seine Mutter auch noch in ihn. Ihm bleibt nun eine Woche Zeit, seinen tollpatschigen Vater mit seiner Mutter zu verkuppeln und gemeinsam mit Docs dreißig Jahre jüngerem alter Ego einen Plan zu entwickeln, wie sie das bevorstehende große Gewitter nutzen können, um ihn in die Gegenwart zurück zu schicken.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Zurück in die Zukunft hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 94%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Florian Tritsch
Zurück in die Zukunft hat eine Wertung von 94%
Trotz des unverkennbaren Vorhandenseins der typischen Mainstream-Filmmerkmale muss man den Film von Robert Zemeckis durchaus als eine Idealform des Unterhaltungsfilms bezeichnen. Der Zeitreiseklassiker kann nicht nur durch eine schlichtweg geniale Grundidee, sondern auch durch eine mehr als gelungene Umsetzung überzeugen.

Bild aus Zurück in die Zukunft Robert Zemeckis ist mit Sicherheit einer der ganz Großen in Hollywood. Wenngleich er mit lauen Werken wie beispielsweise Die Legende von Beowulf auch schon den einen oder anderen Flop abgeliefert hat, sprechen cineastische Meisterwerke wie Forrest Gump, Falsches Spiel mit Roger Rabbit oder eben Zurück in die Zukunft für sich.

Wie auch bei Steven Spielbergs (der hier als Produzent agierte) Karriereschub Der weiße Hai grenzte es auch hier an ein Wunder, dass der Film überhaupt zustande gekommen ist. Mehr als 40 Absagen bekam das Drehbuch von Zemeckis und Bob Gale, das später einen Oscar für das beste Original-Drehbuch bekam. Erst der Erfolg von Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten öffnete die Tür zum Startschuss einer der eindrucksvollsten Trilogien der Filmgeschichte.

Dabei handelt es sich bei dem Drehbuch um eines der besten Arbeiten, die man bei einem Hollywood-Blockbuster je gesehen hat. Zum einen ist die Ausgangsidee, einem Teenager die Möglichkeit zu geben, seine Eltern im gleichen Alter kennenzulernen, schlicht und einfach genial. Leider ist eine gute Idee nur (wenn überhaupt) die halbe Miete. Zum Glück haben es die beiden Autoren auch geschafft, aus der guten Idee tatsächlich Kapital zu schlagen.

Dass man sich hier nicht allein auf Spezialeffekte der noch in den Kinderschuhen steckenden Effektschmiede Industrial Light and Magic verlassen wollte, ist erfrischend angenehm. Nicht nur, dass man sich hier nicht der Effekthascherei hingab, der Film hat keine unnötige Szene. Wirklich alles Gesehene baut aufeinander auf. Beispielsweise erlangt eine Szene zu Beginn des Films, in welcher Marty ein Flugblatt in die Hand gedrückt bekommt, letztlich als eine wesentliche Bedeutung gegen Ende.

Allem voran lebt Zurück in die Zukunft von den durch die Bank weg erstklassigen Darstellern. Crispin Glover, der Martys Vater spielt, den man leider für Zurück in die Zukunft II und Zurück in die Zukunft III nicht mehr verpflichten konnte, scheint die Idealbesetzung des bemitleidenswerten Loosers ohne Selbstvertrauen zu sein. Seine Mimik, Gestik und sein Gang zeichnen bereits dieses Bild, ohne dass man das Zutun eines Drehbuchs nötig hätte.

Auch wenn bei der Bewertung von Hauptdarsteller Michel J. Fox letztlich vor allem immer die Frage mitschwingt, wie der Film ausgesehen hätte, wenn man Eric Stolz nicht nach einigen Drehtagen als Marty entlassen und durch ihn ersetzt hätte, muss man seine Darstellung einfach nur loben. Das Spiel des Kanadiers, der gleichzeitig für die Fernsehserie Familienbande vor der Kamera stehen musste, ist trotz dieser Doppelbelastung ebenfalls erstklassig. Mit was für einer lockeren Leichtigkeit der später an Parkinson erkrankte Schauspieler hier seiner Figur Leben einhaucht, ist bemerkenswert.

Das wahre Highlight des Films bildet allerdings Christopher Lloyd. Lloyds Darstellung, die nach eigener Angabe seine Inspiration aus einer Mischung aus dem Dirigenten Leopold Stokowski und Albert Einstein zieht, haucht der Figur des wirren Doc Brown ein zwar verrücktes, aber dennoch glaubhaftes Leben ein. Lloyd hat die gesamte Spieldauer keine Szene, in der er nicht für einen Lacher sorgen kann.

Einzig Lea Thompson kann mit dem restlichen Cast nicht ganz mithalten. Zwar gelingt es ihr durchaus, sowohl das unschuldige Mädchen als auch eine junge Frau voll von Lasterhaftigkeit und einer gewissen Schamlosigkeiten glaubwürdig zu verkörpern. Jedoch steht ihre Rolle und Spielfreudigkeit deutlich hinter der ihrer großartigen männlichen Kollegen zurück.

Die gelungene musikalische Untermalung rundet den durchweg befriedigenden Filmgenuss ab. Der gewohnt gewaltige orchestrale Score von Hollywood-Altmeister Alan Silvestrie und die Ohrwurm-Hits "Power Of Love" und "Back In Time", die Huey Lewis and The News beisteuerten, haben zurecht Kultstatus.



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