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Mit der romantischen Lovestory P.S. Ich Liebe Dich ist Richard Lagravanese eine äußerst abwechslungsreiche, kurzweilige und mit allen Zutaten des Lebens garnierte Verfilmung des Bestsellers von Cecelia Ahern gelungen, welche zwar einige lustige Momente hat, aber ebenso zu Berühren versteht.
Ich lobe mich gleich mal selber: Ich kann als Kritiker (und Mensch - was ja nicht immer das Selbe ist) über meinen Schatten springen. Eine romantische Liebeskomödie gefällt mir von vornherein erst mal nicht. Doch, liebe Pseudointellektuelle aber auch Machos: es gibt Ausnahmen. Und P.S. Ich Liebe Dich ist so eine.
Das liegt zum Ersten an der Grundlage des Filmes, dem allein in deutscher Sprache 1,5 Millionen mal verkauften Bestseller der damals erst zweiundzwanzigjährigen irischen Autorin Cecelia Ahern. Denn ein Parameter für meine Bewertung ist genreübergreifend die Wahrhaftigkeit. Und wie die Autorin hier mit dem Thema "Tod eines geliebten Menschen" umgeht, ist erfrischend, originell und temporeich. Selbstverständlich sind einige Figuren recht einfach gestrickt, und haben nur für die Wirkungssteigerung der Hauptfiguren ihre Daseinsberechtigung, aber der Teufel steckt im Detail.Genau da hat Miss Ahern halt so genaue Variationen des Themas gefunden, dass man es einfach gerne sieht (liest).
Zum Zweiten sind da die tollen Schauspieler. Oscar-Gewinnerin Hilary Swank spielt die Hauptperson Holly Kennedy. Sie hat sichtlich Spaß daran, nach etlichen ernsten Machwerken wie The Core - Der innere Kern, Black Dahlia oder Million Dollar Baby endlich mal etwas exaltierender spielen zu können und gibt dem Affen Zucker. Ihre kongenialen Partner sind Gerard Butler und Harry Connick, JR. Beide sind nicht nur ebenfalls gute Akteure, sondern stellen für mich, ein Lob an das Castingteam, auch solche Vertreter des Typus "Romantischer Held" dar, welche durchaus Ecken und Kanten haben und in deren Gesichtern sich ein wenig Lebenserfahrung spiegelt. Dies ist für mich mitentscheidend für die Glaubwürdigkeit der Hauptfiguren.
Aber auch in den Nebenfiguren ist der Film toll besetzt. Da haben wir Lisa Kudrow als lustiger Sidekick auf Männerfang. Sie bringt immer wieder die humorvollen und politisch unkorrekten Elemente zum tragen - eine große Verantwortung. Außerdem Kathy Bates als deprimierte und treusorgende Mutter, die ihrer Figur wirklich die Ambivalenz des Lebens eingehaucht hat. Man könnte eigentlich noch weiter machen, es gab schauspielerisch keine Entgleisungen.
Last, but not least, hat der Regisseur/Adaptionsdrehbuchautor Richard Lagravanese auch ein sehr gutes Händchen für das Timing. Genau abgewogen pendelt der Film zwischen albern-grotesken Szenen und (nie zu) rührseligen Momenten hin und her. Die Kamera, die von seinem Kameramann Terry Stacey und ihm ebenfalls mit einer für dieses Genre schönen Erdigkeit belegt ist, also nie zu geleckt rüberkommt, trägt zusätzlich zum Eingebettet sein dieser Abwechslung in die Gesamthandlung bei.
Abschließend ist zu sagen, dass man Anfang 2008 sicherlich, sollte man eine Romantische Komödie auswählen, mit dem Film "P.S. Ich liebe dich" nicht falsch liegt. Rundum gelungen, stellt er für mich eine durchaus originelle Variante von Filmen dieses Genres dar. Und langweilen wird man sich garantiert auch nicht. |