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Nach einer hervorragenden Gesellschaftskritik und einem unentschlossenen Actioner bekommt der Zuschauer nun reinsten Trash geboten. Wer auf herrliche One-Liner und Action am Fließband steht, der dürfte hier seine wahre Freude haben, denn abseits jeglichen Anspruchs entfacht Peter McDonald ein Actionfeuerwerk, das lauter kaum sein könnte.
Da die erste Fortsetzung trotz mangelnder Qualität einer der erfolgreichsten Filme der damaligen Zeit war, wurde schnell das nächste Sequel nachgeschoben. Während man beim Vorgänger noch glücklos versucht hatte anspruchsvolles Kino mit Actiontrash zu kombinieren, verließ man sich beim letzten Teil komplett auf die zweite Komponente und vermag auch deshalb den zweiten Teil zu übertreffen.
Seinen Krieg hinter sich gelassen lebt der ehemalige Vietnamveteran John Rambo ruhig und zurückgezogen in einem thailändischen Kloster. Als ihn sein Vorgesetzter und Freund aus alten Tagen bittet ein letztes Mal an seiner Seite zu kämpfen, lehnt er ab. Das ändert sich allerdings schlagartig als er erfährt, dass Trautman bei besagtem Einsatz in Kriegsgefangenschaft geraten ist.
Wer sich bei einem Film wie diesem um den Inhalt schert ist sicherlich fehl am Platz. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger versucht Rambo 3 erst gar nicht groß eine Geschichte aufzubauen, sondern ist in erster Linie purer Trash. Kommt dieser zu Beginn noch recht schleppend in die Gänge, wird der Actionfan in der zweiten Hälfte mit einem Actionfeuerwerk belohnt, dessen Unterhaltungsgrad mit einem Bier in der Hand größer nicht sein könnte. In Peter McDonalds Regiedebut rumst und knallt es an jeder Ecke; zudem gelingt es ihm das Ganze mit One-Linern erster Güte noch aufzulockern.
Darstellerisch ist hierbei nicht sonderlich viel zu erwarten, obwohl eine deutliche Steigerung zu Teil 2 erkennbar ist, denn Stallone und Crenna haben hier die Möglichkeit das erste Mal wirklich zusammen auf der Leinwand zu agieren und die Chemie könnte dabei besser kaum sein. In einer Nebenrolle ist zudem noch der aus Die wilden Siebziger bekannte Seriendarsteller Kurtwood Smith zu sehen, welcher jedoch in seiner Rolle keine Gelegenheit hat sich zu entfalten.
Ob man sich mit Rambo 3 anfreunden kann, liegt ganz an der Betrachtungsweise. Sicherlich ist man meilenweit entfernt von der Charakterstudie des ersten Teiles. Hat man jedoch erst einmal darüber hinweggesehen und lässt sich auf den Film ein, bekommt der Zuschauer besten Actiontrash der 80er geboten, der frei von jeglichem Anspruch ist und auch gerade deshalb zu unterhalten weiß. |