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Die Spiderwick-Geheimnisse sind Bestandteil einer erfolgreichen Kinderbuchserie von Tony DiTerlizzi und Holly Black, in denen eine magische Parallelwelt erkundet wird. Regisseur Mark Waters benutzt für seine Leinwandfassung verschiedene Erzählstränge der Bücher und vereint sie zu einem spannenden, liebevoll gestalteten Abenteuerfilm, der allerdings für Kinder weniger geeignet ist.
Es geht um die Grace-Kinder, die mit ihrer Mutter in das verlassene Haus ihres Ur-Onkels Arthur Spiderwick ziehen. Der junge Jared findet in einer Truhe auf dem Dachboden das "Handbuch der magischen Geschöpfe", welches Arthur dort sicher verschlossen hoffte. Trotz beigefügter Warnung liest er es und öffnet somit das Tor zu einer Parallelwelt, in der Kobolde es auf das Buch abgesehen haben. Schon bald bekommen es die Kinder mit den illustren Bewohnern der Nachbarwelt zu tun.
Der Film entführt den Zuschauer in eine wunderbare Welt voller Feen, Kobolde und Wichte und weckt bereits vom ersten Bild das Kind in uns. Der Anfang des Films zeigt Arthur Spiderwick beim Erstellen seines Buches, in dem er all die wundersamen Wesen haarklein beschreibt. Dadurch hat der Zuschauer bereits eine Ahnung, mit welchen Figuren er es im weiteren Verlauf zu tun bekommen wird. Gemeinsam mit den Kindern, die in das alte Haus ziehen, begibt man sich dann auf eine Erkundungstour, die nach dem Fund des Handbuches nach und nach in die Parallelwelt einführt. So werden nicht nur deren Bewohner genauer eingeführt und von ihren Eigenschaften her beschrieben, sondern auch Mittel und Wege aufgezeigt, mit denen die unfreundlichen Kobolde bekämpft werden können. Dass sich einfache Tomatensauce als wirksames Mittel gegen sie erweist, führt letztlich zu einer wunderbaren Saucenschlacht.
Hervorzuheben ist der enorme Aufwand an Special Effects bei der Darstellung der magischen Bewohner. Es ist eine Freude zuzusehen, wie sich der Hauswichtel bei Ärger aufplustert und nach dem Konsum von Honig wieder seine Normalform einnimmt. Auch die Maske verdient besondere Aufmerksamkeit. Nick Nolte, der den bösen Kobold Mulgarath spielt, verwandelt sich in kürzester Zeit vom lieben alten Mann zu einem gruseligen Monster. Der Kampf gegen die Kobolde fällt zuweilen recht rabiat aus und auch Mulgarath sieht öfter recht erschreckend aus, weshalb der Film für Kinder eher ungeeignet ist.
Mit der Besetzung erwies Waters ein gutes Händchen. Neben dem bereits erwähnten Nick Nolte wurde für die Doppelrolle der Zwillinge der durch Charlie und die Schokoladenfabrik bekannt gewordene Freddie Highmore besetzt. Sein liebes braves Erscheinungsbild erscheint zunächst etwas befremdlich, wenn er den aufmüpfigen Jared spielt. Im Verlauf des Films gewöhnt man sich jedoch daran. Der Part von Arthur Spiderwick, dem verträumten Wissenschaftler, wird von David Strathairn gespielt, der zwar nur in kurzen Szenen agieren darf, aber auch in einem Fantasyfilm bestens aufgehoben ist.
Die Geheimnisse der Spiderwicks entführen in eine zauberhafte Welt, warten mit liebevollen und interessanten magischen Figuren und Einfällen auf und sind ordentlich besetzt. Der Film nimmt den Zuschauer bei der Erkundung der Parallelwelt an die Hand und zeigt ihm nach und nach all die kleinen Geheimnisse der dort lebenden Figuren auf. Zugleich appelliert der Film für gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt. Ein spannender, leicht gruseliger und liebevoller Film und eine gelungene Romanumsetzung. |