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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

(Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)

Dt.Start: 22. Mai 2008
DVD: 24. Oktober 2008
Premiere: Mai 2008 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Abenteuer
Länge: 122 min Land: USA
Darsteller: Harrison Ford (Indiana Jones), Karen Allen (Marion Ravenwood), Cate Blanchett (Agentin Spalko), Shia LaBeouf (Mutt Williams), John Hurt (Harold "Ox" Oxley), Ray Winstone (George "Mac" McHale), Jim Broadbent (Charles Standforth)
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: David Koepp


Inhalt

Einige Jahre sind seit dem letzten archäologischen Abenteuer ins Land gegangen, das Indiana Jones auf der Suche nach dem Heiligen Gral unter anderem in die Sahara führte. Unverhofft steht nun eine neue Herausforderung vor der Tür, die den passionierten Abenteurer nach Südamerika führt. Dort begibt er sich auf die Suche nach seinem ehemaligen Kommilitonen Harold Oxley, der wie vom Erdboden verschluckt scheint. Unterstützt wird er dabei von seinem Weggefährten George "Mac" McHale sowie von Mutt Williams, dem Ziehsohn von Harold Oxley. Bei ihrer Suche stolpern die drei unverhofft über einen mysteriösen Kristallschädel, hinter dem dummerweise auch sowjetische Agenten her sind.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 67%
Kurzkritik
von Lars Schnell
Wertung von 75 für Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Hommage an alte Zeiten die es sich zu guter Letzt mit den Fans verdirbt. Zwar kann Harrisson Ford nach wie vor überzeugen und Shia LaBoeuf macht seine Sache ebenfalls gut, dennoch bleibt ein Wehmutstropfen zurück wenn Stephen Spielberg E.T. ein weiteres Mal auf die Erde schickt. Indiana Jones steht für verlassene Ruinen, antike Rätsel und mystische Artefakte. Science-fiktionales Geschirr hat da nun wirklich nichts zu suchen. Ansonsten aber ein unterhaltsamer vierter Teil der Reihe, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt und den alten Filmen mit vielen Anspielungen beinahe durchweg gerecht wird. Aber eben nur beinahe.

Kurzkritik
von Florian Tritsch
Wertung von 50 für Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Die Frage, ob nun Jäger des verlorenen Schatzes oder Indiana Jones und der letzte Kreuzzug der beste Teil der Saga um den berühmtesten Archäologen der Filmgeschichte ist, sorgt auch heute noch für hitzige Fandebatten. Die Frage, welcher Teil der Reihe der schlechteste ist, scheint Regielegende Steven Spielberg nun mit Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels recht eindeutig beantwortet zu haben.
Die Handlung will hier einfach nicht wirklich zur Figur des Indiana Jones passen. Denn anstatt des bisherigen Mixes aus Abenteuer, Humor und einigen mystischen Elementen, steht hier die Science-Fiction im Vordergrund. Nicht, dass Spielberg nicht auch dieses Genre beherrschen würde, aber hier funktioniert es leider in keiner Weise.
Allerdings schafft es Harrison Ford, der auch nach einiger Abstinenz Indiana Jones nicht spielt sondern ist, die schönen Regieeinfälle von Spielberg und natürlich die Musik von John Williams, dass man am Ende nicht völlig enttäuscht wird vom nunmehr vierten Teil der Saga.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels hat eine Wertung von 75%
Totgesagte leben bekanntlich länger! Und wenn man einen Job richtig erledigt sehen will, dann macht man ihn am besten selber. Inzwischen befinden wir uns in den 50er Jahren und es gibt neue Feinde, auch wenn sich diese genauso wie die alten verhalten. Die Braunen sind gegen die Roten ausgetauscht worden und diese streben nach der ultimativen Waffe, die den Kalten Krieg entscheiden könnte. Es gibt nur einen, der ihnen die Stirn bietet. Nach beinahe 20 Jahren und diversen zweit- bis drittklassigen Aufgüssen, mit allerlei Mumienvermöblern, Tempelrittern und geheimen Büchern, steigt nun der einzig wahre, the one and only, Indiana Jones wieder in die Arena. Wie eh und je, mit Panamahut, Bullenpeitsche und der bewährten 38er, rockt dieser rüstige Rentner die Bude!

Bild aus Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels Indiana ist im Atomzeitalter angekommen - im wahrsten Sinne des Wortes. Aber solch ein Haudegen, der schon so manches Übel heil überstanden hat, schafft es auch eine nukleare Attacke eiskalt an sich abperlen zu lassen. Indi ist eben sogar "atombombensicher". Es ist 1957, die Nazis stellen keine Gefahr mehr dar, dafür hat sich die Welt in einen westlichen und einen östlichen Block gespalten und auf dem Höhepunkt der McCarthy-Ära, wittern die US-Geheimdienste "hinter jedem Busch Kommunisten". Diese sind auch zahlreich vorhanden und auf der Suche nach einer mentalen Massenvernichtungswaffe, die ihnen im Wettrüsten mit den Westmächten den entscheidenden Vorteil verschaffen könnte.

Eiskalter Boss dieser Roten Brigaden ist die sowjetische Agentin, Parapsychologin und Medium, Irina Spalko (Cate Blanchett). Diese hat Indi auch sogleich am Wickel. Er soll ihr "behilflich" sein, in einem riesigen Militärdepot eine bestimmte Kiste mit brisantem Inhalt wieder zu finden. Jones hatte 1947 nach einem "Zwischenfall" in Roswell(!), den amerikanischen Behörden bei der Einlagerung geholfen. Ohne eine Wahl, muss er Spalko Wohl oder Übel diesen Dienst erweisen. Allerdings gelingt ihm anschließend eine halsbrecherische Flucht. Der US-Geheimdienst interpretiert diese Hilfestellung aber als Kooperation mit den Kommunisten und Indi ist daraufhin seinen Job als Professor am College los. Kurz bevor er genervt die Stadt verlässt, wird er vom jugendlichen Motorradraudi Mutt Williams (Shia LaBeouf) angesprochen. Dieser ist der Ziehsohn des befreundeten Wissenschaftlers Harold Oxley (John Hurt), der auf der Suche nach einem geheimnisvollen Kristallschädel verschollen ist.

Vorneweg: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels ist ein wahrer Augenschmaus und Feuerwerk an Seitenhieben, (Selbst)Parodie und liebevolle Hommage an andere Filme. Man wird sich gut unterhalten fühlen, auch wenn man diese Anspielungen alle nicht versteht. Falls doch, kommt man aus dem Schmunzeln, Kichern und Grinsen nicht so schnell wieder raus. Doch wo anfangen, ohne alles zu verraten? Das Militärdepot, in dem die Suche beginnt, kennt man schon aus dem ersten Teil Jäger des verlorenen Schatzes. Dort war am Ende dieses Films ein anderes Artefakt eingelagert worden und wer genau hinschaut, kann dieses möglicherweise während Indis Flucht wieder entdecken. Auch die medial begabte säbeltragende Agentin Spalko kommt mit imperialer Gedächtnisfrisur daher und erinnert stark an einen Prinzen der Dunklen Seite. Ebenso gibt es eine aberwitzige Verfolgungsjagd inmitten des Urwalds, die stark an eine Szene des letzten Films einer Sternensaga erinnert. Doch genug verraten. Wer ein Auge für solche Details hat und cineastisch bewandert ist, wird sich köstlich amüsieren.

Lange Zeit war es still geworden um Professor Dr. Henry Jones Jr. Doch nun ist er zurück. Mit 65 Lenzen stellt Harrison Ford unter Beweis, dass er auch physisch immer noch in der Lage ist, diese Figur glaubhaft darzustellen. Nein, mehr als das! Ford ist Indiana Jones. Ergraut und vielleicht nicht mehr ganz der tollkühne Charmeur, dafür mit einer neuen väterlicheren Note und einer souveränen Präsenz, die ihn noch überzeugender agieren lässt. An seiner Seite findet sich der aus Transformers bekannte Jungstar Shia LaBeouf, der mit Motorrad, passender Lederjacke und Elvis Tolle, wie eine Mischung aus dem jungen Marlon Brando und James Dean aussieht. Zwischen den beiden entsteht ein sehr unterhaltsames verbales Katz- und Mausspiel und gelegentlich deutet sich ein Generationenwechsel an. Noch ist es aber nicht so weit. Mit dieser Form kann Ford auch noch Indi 5 machen.

An anderer Front wurde sich hingegen nicht in Topform präsentiert. Die Spezialeffekte wirken selten spektakulär. Und vor allem hat man das Gefühl sämtliche Motive bereits anderorts (besser) gesehen zu haben. Wenn man Spielberg und Lucas kennt, dann weiß man, dass die beiden mehr können. So sei den beiden Absicht unterstellt. Denn eines beweist die Beliebigkeit und Austauschbarkeit solcher Effekt-Motive: Solch Feuerwerk vermag aus keiner schlechten Story einen guten Film zu machen. Und so besinnt sich der Streifen auf die wahren Tugenden: Charmante Darsteller, witzige Dialoge, süffisante Anspielungen und manchmal eine "Langsamkeit" in der Erzählstruktur, welche die Crash Boom Bang Generation nicht kennt, aber das hat, was Kino ausmachen sollte - Seele!



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Dt. Start: 03. Aug 1984
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Dt. Start: 29. Okt 1981
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Dt. Start: 07. Aug 2008
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