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Ein glückloser Schatzsucher verliert genau in dem Moment, als er einen entscheidenden Hinweis in den karibischen Fluten findet, nach seinem Geld und seiner Frau auch noch sein Boot. Doch wer ganz unten ist, kann nur noch nach oben klettern. Und wer Milliardäre in der Bekanntschaft hat, kriegt das Mädel gleich mit dazu. Andy Tennant mischt Action, Romantik und Screwballkomödie zu einer schrägen Unterhaltungsmischung, in der Matthew McConaughey, Kate Hudson und Donald Sutherland nur nominell Glamour versprühen.
Das Blau der Karibik verspricht nicht nur für die Abenteurer in Fluch der Karibik ungeahnte Schätze. Auch in Andy Tennants wildem Gemisch aus Action, Romantik und Screwball sucht (und findet) eine Gruppe illustrer Figuren nach einem legendären Schatz aus der Zeit der Spanischen Eroberer. Dafür vereint der Spezialist für die ganz leichte Kost mit Mathew McConaughy und Kate Hudson das romantische Traumpaar aus Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen? und will so an seinen letzten Erfolg Hitch - Der Date Doktor anknüpfen.
Längst hat Glückritter Finn (McConaughey) keinen Blick mehr für die Schönheiten der Karibik. Bei seiner exzessiven Suche nach einem legendären spanischen Schatz ist ihm gerade seine letzte Trumpfkarte, sein Schiff, buchstäblich abgesoffen. Nun hat er nicht nur den lokalen Kredithai und Inselpaten Bigg Bunny (Kevin Hart) und seine Entourage am Haken. Er hat auch keine Möglichkeit mehr, seine Ex Tess (Hudson) mit dem spektakulären Fund der legendären Aussteuer der Spanischen Königin dermaßen zu beeindrucken, dass diese die Sache mit der Scheidung im letzten Moment doch noch vergisst. Aber Finn hat Glück im Unglück, denn Tess arbeitet für den alternden Milliardär Nigel Honeycut (Donald Sutherland). Und der möchte seiner verzogenen Jetset-Tochter Gemma (Alexis Dziena) einen ganz besonderen Urlaub bieten. Deshalb ist er nach diversen Zufällen zu gerne bereit, Yacht, Geld und Equipment für eine intensive Suche rund um eine kleine Insel zur Verfügung zu stellen. Allerdings bleibt das neu formierte Team bei seiner Recherche nicht lange allein.
Stars, exotische Locations, Action, Romantik und einen Schuß Screwballkomödie - die Zutaten für Andy Tennants hochmoderne Kommerz-Unterhaltung stimmen im Prinzip. Ein meist textilarmer MacConaughy und eine aparte Nixe wie Kate Hudson allein lassen die Herzen der weiblichen wie männlichen Kinogänger schnell höher schlagen. Allerdings konnten Tennant und sein Drehbuch-Team trotz intensiver Bemühungen die richtige Zusammenmischung nicht finden. So betont Romanzen-Spezialist Tennant zu gerne das Katz-und Mausspiel zwischen den Hauptdarstellern und bietet so manchen lustvollen Dialog-Schlagabtausch auf. Doch just nachdem er ins romantische Märchen abgetaucht ist, verstört er mit unnötiger Gewalt oder driftet ins Alberne ab. Gleichzeitig wirkt die Schatzsuche mit all dem simplem Räselraten und spontanen Erkenntnissen durch "Handauflegen" nicht wirklich glaubhaft. Märchenhafte Romanze und Klischee beladene Actionkomödie finden hier keine Balance, so dass die Zuschauer weder mit Seufzern noch Jauchzern aufs Geschehen reagieren. Die Dramaturgie bleibt bisweilen umständlich und ungenau, so dass die Actionkomödie insgesamt keinen tiefen Eindruck hinterlässt. So kann das illustre Traumpaar seine Attraktion nicht frei entfalten, auch wenn die Chemie augenscheinlich zwischen den Schauspielern stimmt. Ob die Anstrengungen ausreichen, um ein breites Publikum zu begeistern, ist fraglich. Ein Schatz zum Verlieben ist wohl eher eine Zwischenmahlzeit geworden, um die Zeit zur nächsten wirklich großen Romatikkomödie zu überbrücken. |