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The Hottie and the Nottie

(The Hottie and the Nottie, 2008)

Dt.Start: nicht bekannt Premiere: 08. Februar 2008 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 87 min Land: USA
Darsteller: Paris Hilton (Cristabelle Abbott), Joel Moore (Nate Cooper), Christine Lakin (June Phigg), Adam Kulbersh (Cole Slawsen), Greg Wilson (Arno Blount), Johann Urb (Johann)
Regie: Tom Putnam
Drehbuch: Heidi Ferrer


Inhalt

Nate hat sich vorgenommen in LA seine Kindergartenliebe aufspüren und sie davon zu überzeugen, sich in ihn zu verlieben. Nachdem dies unerwartet schnell gelingt und die mittlerweile noch um einiges hübschere Cristabelle tatsächlich Gefallen an ihm zu finden scheint, ist die Sache so gut wie geritzt. Doch Nate hat seine Rechnung ohne Cristabelles nicht ganz so hübsche Freundin June gemacht, die erst unter die Haube gebracht werden muss, bevor sich Cristabelle auf einen neuen Mann einlässt.
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Kritik

The Hottie and the Nottie hat eine Wertung von 29%
Von den Kritikern durchs Band komplett verrissen, erwartete man schon im Vorfeld nicht viel Gutes von The Hottie & The Nottie. Vielleicht liegt es gerade daran, dass die dementsprechend tiefe Erwartungshaltung schlussendlich doch nicht ganz erfüllt werden konnte, und der Film sich vor ähnlich vorhersehbaren Teenie-Komödien nicht vollständig verstecken muss. Dennoch ist und bleibt das Werk aber auf unterdurchschnittlichem Niveau hängen, wobei man den Hauptgrund dafür in nur zwei kurzen Worten zusammenfassen kann: Paris Hilton!

Bild aus The Hottie and the Nottie Es ist ein allgemein eher unbekanntes Gespann, in der Form von Regisseur Tom Putnam (Tom hits his Head - ein mit Preisen überhäufter Kurzfilm aus dem Jahre 2003) und Drehbuchautorin Heidi Ferrer (welche unter Anderem zwei Folgen von Dawson's Creek geschrieben hat), welches diese kleine Liebeskomödie ganz klar auf Paris Hilton (House of Wax, Bottoms Up) ausgerichtet hat. Unter Berücksichtigung des bisher erkennbaren, schauspielerischen Talentes von Frau Hilton, darf man allerdings bezweifeln, ob dieser Schachzug wirklich eine gute Wahl darstellte. So kam es dann schlussendlich auch wie es kommen musste, und der Film wurde vom US-Kinopublikum alles andere als gut aufgenommen. Unzählige Verrisse und diverse Razzie-Nominierungen waren die Folge für diesen Versuch lediglich auf ein Zugpferd zu setzen, ohne sich wenigstens um ein klein wenig Innovation in Sachen Handlung zu bemühen. Doch eins nach dem Anderen...

Nate Cooper (Joel Moore) hat kein Glück in Sachen Liebe. Nach ein wenig Selbstanalyse wird ihm allerdings klar, dass seine allererste - wenn auch unerfüllte - grosse Liebe der Grund dafür sein muss, denn keine seiner Verflossenen konnte jemals Cristabel Abbot (Paris Hilton) das Wasser reichen. So macht Nate sich auf den Weg nach Kalifornien, um Jahre nach der Grundschule vielleicht doch noch das Herz seiner (schon immer) Angebeteten zu erobern. Überraschenderweise findet er Cristabel nicht nur sehr bald, sondern es scheint auch, als wäre sie an ihm nicht uninteressiert. Dummerweise hat die ganze Angelegenheit aber doch noch einen Haken in der Form von June Phigg (Christine Lakin), welche seit jeher Cristabels Gegenpol (= eine rein äusserlich abgrundtief hässliche, abscheuliche und ekelhafte Erscheinung) und allerbeste Freundin ist. Dies würde im Grunde genommen gar kein Problem für Nate darstellen, hätte sich Cristabel nicht vorgenommen kein einziges Date zu akzeptieren, solange für June nicht auch ein passender Mann gefunden wurde. So kommt es, dass unser kleiner, pfeilloser Amor von nun an alles gibt, um das kleine Häufchen Elend namens June in eine Beziehung zu führen - zumindest bis er merkt, dass er sich eventuell selbst etwas vorgemacht hat.

Wer sich nach dieser Handlungsbeschreibung nicht ausmalen kann, wie die Geschichte ausgeht - geschweige denn, was uns da wohl für eine wertvolle Botschaft mitgeliefert wird - der hat mit grosser Wahrscheinlichkeit noch nicht viele Teenie-Liebeskomödien gesehen und kann hier dementsprechend unterhalten werden. Alle anderen bekommen jedoch keinerlei Innovationen geboten und müssen sich mit vorhersehbaren Wendungen und vereinzelten lustigen Ekelszenen zufrieden geben. Weder die Regie, noch der Soundtrack können irgendwelche positiven Akzente setzen. Dafür nervt es aber extrem, wenn die Kamera jedesmal den kompletten Körper von Paris Hilton abwandern muss, wenn diese mal wieder in einer Szene frisch auftaucht. In diesen Momenten ist man als Zuschauer immer wieder versucht dem Ganzen ein Ende zu bereiten, denn diesen immer gleichbleibenden und überheblichen Blick kann man nur mit viel Toleranz ertragen (wobei einem der Spass an der Sache trotzdem vermiest wird). Zum Glück ist es aber Joel Moore, welcher hier die eigentliche Hauptrolle belegt: Nachdem er schon in Grandma's Boy stark aufspielte und in Hatchet einer der Sympathieträger war, kann er auch in The Hottie & The Nottie durchaus überzeugen. Das grösste Lob gehört allerdings den Verantwortlichen für das Make-Up, denn was für eine Vogelscheuche diese aus der zuckersüssen Christine Lakin (bekannt aus der TV-Serie Eine starke Familie) gemacht haben, verdient eigentlich eine Oscar-Nominierung für den Besten Special Effect! Nur schade, dass dies die zwei einzigen, herausragenden Pluspunkte des Filmes sind, denn der Rest wird von Mademoiselle Hiltons' übertriebener - weil sinnloser - Leinwandpräsenz regelrecht überschattet. Hätte man doch nur irgendeine unbekannte, gutaussehende Blondine engagiert, der Film wäre um ein Vielfaches erträglicher und dann vielleicht sogar auch unterhaltsamer (wobei auch das an der Vorhersehbarkeit der Story nichts geändert hätte).

Für Fans von Paris Hilton (gibt es die wirklich?) ist der Film ein Must-See, und auch nicht vorbelastete Genreneulinge können einen Blick riskieren. Wer sich nicht zu diesen beiden Gruppen zählt, sollte The Hottie & The Nottie nur ansehen, wenn es plötzlich aus irgendeinem Grund keine Alternativen mehr geben sollte. Zum Glück ist das aber eine sehr unwahrscheinliche Zukunftsvision, worüber sich Kinoliebhaber allerdings nur freuen können. The movie should be hot - but it's not!

von Kurt Meinicke


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