Nachdem Sex and the City, Frühstück bei Tiffany und natürlich Der Teufel trägt Prada sicherlich jedem Film- und Fernsehjunkie ein Begriff sind, war es nur eine Frage der Zeit bis alles wieder auf die große Leinwand zurück kommt. Dass es sich aber so fulminant und mit soviel Witz in Form von Love and other Disasters präsentiert, ist durchaus eine Überraschung!
Truman Capote schrieb vor vielen Jahren den Roman Frühstück bei Tiffany, der dann zu dem Mega-Erfolg auf der großen Leinwand wurde. Doch Capote war mit der Inszenierung keines Wegs einverstanden, denn seine Geschichte wurde so enorm verfremdet, dass er sich verraten fühlte. 50 Jahre nach dem Roman sehen wir nun endlich die Geschichte über die Freundschaft einer Frau mit einem Schwulen, den sie ständig zu verkuppeln versucht.
Emily Jackson (Brittany Murphy) - von allen nur Jacks genannt - ist nicht nur hübsch und sexy, sondern hat durch ihren Job bei der englischen Vogue auch Kontakt zu den Reichen und Schönen. Diese Kontakte will sie nutzen um ihren schwulen Mitbewohner und besten Freund Peter Simon (Matthew Rhys) endlich unter die Haube zu bekommen. Der Foto-Assistent Paolo soll der Neue von Peter werden, doch dummerweise merkt Jacks vor lauter kuppeln gar nicht, dass Paolo eher auf sie als ihren schwulen Freund abfährt...
Auch wenn der Film anfänglich ein wenig braucht um klar zu machen, dass die gesamte Produktion sich selbst nicht ernst nimmt, so legt er im Verlauf immer mehr zu. Umso schöner sind dann die immer wieder eingestreuten aber äußerst kuriosen Neben-Geschichten von Jacks und Peter, die den Zuschauer ein ums andere mal zum Lachen bringen. Unterstützt wird die humorvolle Geschichte von den Darstellern, die sich in ihren Rollen sichtlich wohl fühlen. Anders als bei anderen Inszenierungen wirken die witzigen Missverständnisse nie aufgesetzt oder peinlich, sondern scheinen exakt an die entsprechende Stelle zu gehören.
Mit Love and other Disasters zeigt Regisseur Alek Keshishian, dass witzige Komödien auch ohne peinliche Furzwitzchen auskommen können. Man sollte sich nebst allem die diversen Anspielungen nicht entgehen lassen, denn spätestens bei zwei Cameo-Auftritten von sehr bekannten Hollywood-Stars kann man sich als Zuschauer vor Lachen sicher nicht mehr im Sitz halten.