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Horton hört ein Hu!

(Dr. Seuss' Horton Hears a Who, 2008)

Dt.Start: 13. März 2008
DVD: 28. November 2008
Premiere: März 2008 (USA)
FSK: o.A. Genre: Animation
Länge: 86 min Land: USA
Darsteller: Jim Carrey (Horton), Steve Carell (Bürgermeister), Josh Flitter (Rudy), Jonah Hill, Seth Rogen, Dane Cook, Jaime Pressly, Isla Fisher
Regie: Steve Martino, Jimmy Hayward
Drehbuch: Ken Daurio, Cinco Paul


Inhalt

Eines Tages hört der Elefant Horton einen Hilfeschrei aus einem Staubkorn und entscheidet sich, obwohl er niemanden sehen kann, zu helfen. Wie sich herausstellt, sind es die mikroskopisch kleinen Hus, die in der Stadt Huheim leben und seine Hilfe brauchen. Für Horton ist klar: "Eine Person ist eine Person, egal wie winzig!" - also stimmt er zu und beschließt, die kleinen Kreaturen und ihr Dorf vor den anderen Dschungelbewohnern zu schützen. Das bringt ihm allerdings nichts als Ärger ein, da ihn die Freunde fortan für verrückt halten.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Horton hört ein Hu! hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 86%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Horton hört ein Hu! hat eine Wertung von 86%
Nachdem in den letzten Jahren mit Der Grinch und Ein Kater macht Theater bereits zwei Geschichten des bekannten, amerikanischen Kinderbuch-Autors Theodor Seuss Geisel alias Dr. Seuss mehr oder weniger erfolgreich als Realfilm produziert wurden, erwartet uns nun der erste Animationsfilm, welcher auf einer seiner Geschichten beruht. Horton hört ein Hu! ist kindgerechte Familienunterhaltung, wie sie sein muss: nicht zu kitschig oder plump, aber auch nicht zu komplex. Dazu kommt ein sehr gutes, passendes Synchronsprecher-Ensemble und viele lustige Momente, und am Ende ist man schon ein Bisschen traurig, dass die Reise in diese Fantasiewelt schon vorbei ist.

Bild aus Horton hört ein Hu! Horton ist ein sensibler, lebensfroher Elefant mit einem Herzen aus Gold, der eines Tages aus einem Staubkorn einen Hilferuf hört. Bald findet er heraus, dass sich in diesem Staubkorn eine ganze Stadt namens Huheim inklusive Bewohner (den so genannten Hus) und Bürgermeister befindet. Da in dieser Stadt jede Bewegung des Staubkorns ein Erdbeben auslöst und noch viele weitere Nachteile mit sich bringt, beschließt Horton einen neuen sicheren Ort zu finden, wo dieser Mikrokosmos ohne Gefahr bestehen kann. Allerdings glauben ihm die anderen Bewohner seines Dschungels von Nümpels kein Wort und sehen in Hortons Handlungen eher eine Gefahr für die auf Realismus aufgebaute Erziehung der Dschungelkinder. So kommt es, dass Horton sich während der Erfüllung seiner Mission vielen Gefahren entgegenstellt, denn "Eine Person ist eine Person, egal wie winzig sie auch ist!"

Die Regie-Neulinge Jimmy Hayward (Animator bei Findet Nemo und Die Monster AG) und Steve Martino (Art Director bei Robots) haben sehr gute Arbeit geleistet! Die ganze farbenfrohe Fantasiewelt von Dr. Seuss wirkt sehr lebensnah und überträgt gekonnt die Stimmung der literarischen Vorlagen. Dazu kommen erstklassige Animationen, welche den Spagat zwischen Realismus und Comic-Look auf ideale Weise bewerkstelligen. Des Weiteren haben die Drehbuchautoren Ken Daurio und Cinco Paul (beide Bubble Boy und Wo ist Fred!?) den Geist der Geschichte optimal eingefangen indem sie die Reimform nur für einzelne, zentrale Sätze beibehalten haben, um die Botschaften des Filmes zu unterstreichen. Nachdem Der Grinch ein wenig, und Ein Kater macht Theater sehr stark kritisiert wurden, haben wir es hier tatsächlich mit einer hervorragenden Adaption des Stoffes zu tun!

Die Synchronsprecher sind im Original allesamt sehr passend besetzt worden und liefern eine sehr gute Leistung ab. Die beiden hauptsächlichen Akteure sind hierbei Jim Carrey (Vergiss mein nicht!, Number 23), welcher - nachdem er im Jahre 2000 schon den Grinch des Dr. Seuss verkörperte - Horton spricht, und Steve Carell (Jungfrau (40), männlich, sucht ..., Evan Allmächtig), welcher dem Bürgermeister von Huheim seine Stimme leiht. Offenbar hat Steve Carell nach Ab durch die Hecke Gefallen an dieser Art von Arbeit gefunden und man spürt förmlich mit welchem Enthusiasmus er an die Sache heran gegangen ist. Außerdem hat er einfach die perfekte Stimme, um niedlichen Animationsfiguren niedliches Leben einzuhauchen. Sehr überraschend ist hier allerdings Jim Carrey... und dies im positiven Sinn: im ganzen Film gibt es lediglich zwei oder drei Momente, in welchen man auf Anhieb erkennt, dass es sich bei Hortons Stimme um ihn handelt! Den ganzen Rest hindurch würde man ihn, wenn man es nicht wüsste, kaum erkennen. Dies straft diejenigen Kritiker Lügen, welche im Vorfeld große Bedenken geäußert hatten, weil sie vermuteten, dass er der Figur einen zu typischen Carrey-Stempel aufdrücken würde. Das Gegenteil ist der Fall und Jim Carrey hat seine Arbeit mit einer willkommenen Zurückhaltung sehr erfolgreich erledigen können!

Für alle Fans von Animationsfilmen ist dieser niedliche und äußerst lustige Streifen wärmstens zu empfehlen! Auch wer sehen möchte wie die nach Bruce Allmächtig zweite Zusammenarbeit zwischen Steve Carell und Jim Carrey aussieht (auch, wenn man sie nur hört), kann ohne Bedenken den Gang ins Kino antreten. Horton hört ein Hu! ist kindgerechte Unterhaltung von A bis Z und dazu sehr kurzweilig inszeniert. Zwar ist die Handlung - wie so oft bei Filmen, welche Kinder als Zielgruppe haben - denkbar vorhersehbar, doch Spaß macht der Film trotzdem auch allen Erwachsenen, welche sich ihr inneres Kind erhalten haben! Und wer weiß? Vielleicht sollte man beim nächsten Staub wischen einfach mal etwas genauer aufhorchen... man könnte dabei eventuell viele Leben retten (oder dies als Ausrede nutzen, um diese lästige Hausarbeit nicht erledigen zu müssen).



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