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13 Tzameti

(13 Tzameti, 2005)

Dt.Start: 13. März 2008
DVD: 22. Mai 2009
Premiere: 01. September 2005 (Venice Film Festival, Italien)
FSK: nicht bekannt Genre: Thriller
Länge: 86 min Land: Frankreich
Darsteller: George Babluani (Sebastien), Pascal Bongard (Zeremonienmeister), Aurelien Recoing (Jacky), Fred Ulysse (Alain), Nicolas Pignon (Le Parrain), Vania Vilers (Mr. Schlondorff), Olga Legrand (Mme Godon), Christophe Van de Velde (Ludo), Augustin Legrand (Jose), Jo Prestia (Pierre Blereau), Serge Chambon (Organisator), Philippe Passon (Jean-Francois Godon), Francois Tissot (Polizist)
Regie: Gela Babluani
Drehbuch: Gela Babluani


Inhalt

Sebastien ist ein junger Einwanderer und muss das Geld für seine Familie mühsam mit Gelegenheitsjobs verdienen. Im Moment arbeitet er als Dachdecker für Monsieur Godon und dessen Schwester. Sebastien beobachtet die beiden eines Tages heimlich und hört, dass Godon auf einen mysteriösen Brief wartet, der seine gesamten finanziellen Probleme lösen soll. Als Godon durch eine Überdosis Drogen stirbt, lässt Sebastien den Brief mitgehen. Er finden darin ein Bahnticket und eine Hotelübernachtung. Unter falscher Identität macht sich Sebastien auf eine Reise, die er bitterböse bereuen wird.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

13 Tzameti hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 78%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Müller
13 Tzameti hat eine Wertung von 78%
Der Independent-Thriller des georgischen Regisseurs Géla Babluani 13 Tzameti entwickelt sich nach einem extrem trägen Anfang systematisch zu einem spannenden, nervenzerrenden Psychothriller. Die düstere Schwarz-Weiß-Optik unterstützt die dichte Atmosphäre, die sich um die undurchsichtigen Charaktere aufbaut. Leider fehlt dem Finale der letzte Schliff, was den Gesamteindruck etwas schmälert. Der grandiose Mittelteil bleibt jedoch noch lange im Gedächtnis und sorgt dafür, dass man 13 Tzameti getrost empfehlen kann.

Bild aus 13 Tzameti Irgendwo in den Untiefen verschiedenster DVD-Regale steht immer wieder der ein oder andere Film, von dem man noch nie gehört hat, der einen aber irgendwie neugierig macht. 13 Tzameti ist genau so ein Film, einerseits mit unzähligen Preisen bei verschieden Filmfestivals ausgezeichnet, andererseits aber den meisten Filmfreunden vollkommen unbekannt. Wenn man dann den entscheidenden Schritt tut und der Neugier nachgibt, wird man mit einem sehr interessanten Werk belohnt, das sein Geld definitiv wert ist.

Am Anfang wird man vielleicht noch Zweifel haben, denn im ersten Drittel hat man es mit einem zähen und wirklich langatmigen französischen Schwarz-Weiß-Film zu tun. Manch einer wird hier schon das Schlimmste befürchten und aufgeben. Denn der Anfang von 13 Tzameti kann als relativ misslungen bezeichnet werden. Hier werden Figuren eingeführt, die größtenteils nicht nur unsympathisch und oberflächlich gestaltet sind, sondern auch für den späteren Handlungsverlauf keine Rolle spielen. Auch der Versuch, den Hauptdarsteller als Sympathieträger zu etablieren, scheitert. Doch dann bekommt der Film systematisch die Wende und entwickelt sich zum absoluten Reißer. Auch wenn die Handlung von hier an nicht unbedingt unvorhersehbar ist, vergeht keine Minute, die nicht durchgehend spannend ist. Der Ausklang der Geschichte geht dann zwar in Ordnung, wirkt aber ein wenig unrund. Hier hätte man noch einmal richtig die Sau raus lassen müssen, um den Film deutlich zu heben.

Die Darstellerleistungen sind insgesamt durchgehend solide. Hauptdarsteller George Babluani, der übrigens der kleine Bruder des Regisseurs ist, macht seine Sache gut, ist allerdings kein übermäßig charismatischer Sympathieträger, was ihn austauschbar macht. So gelingt es ihm nicht, den Film zu tragen. Da 13 Tzameti aber nicht von der Energie seines Hauptdarstellers, sondern von der selbst erzeugten Spannung lebt, ist das auch gar nicht unbedingt nötig.

Schon vor dem Kinostart sicherte sich kein geringerer als Brad Pitt (Burn After Reading) die Rechte an dem Stoff und plant eine Neuverfilmung mit Starbesetzung. Neben Mickey Rourke (The Wrestler) sollen auch Jason Statham (Crank), Ray Liotta (Narc) und 50 Cent (Get Rich or Die Tryin') in der amerikanischen Version zu sehen sein. Da Géla Babluani auch in diesem Remake Regie führen soll, ist die Gefahr einer Verstümmelung geringer als sonst, wenn sich Hollywood ausländische Filme unter den Nagel reißt. Außerdem soll die Handlung stark verändert werden. Man darf also gespannt sein.



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