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Die Geschwister Savage(The Savages, 2007)
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24. April 2008 DVD: 31. Oktober 2008
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Premiere: |
19. Januar 2007 (Sundance Film Festival, USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie, Drama |
| Länge: |
114 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Laura Linney (Wendy Savage), Philip Seymour Hoffman (Jon Savage), Philip Bosco (Lenny Savage), Peter Friedman (Larry), Cara Seymour (Kasia), Tijuana Ricks (Krankenschwester), Hal Blankenship (Burt), Michael Blackson (Howard) |
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Regie:
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Tamara Jenkins |
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Drehbuch:
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Tamara Jenkins |
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 Inhalt
Der an Demenz leidende Lenny Savage lebt zusammen mit seiner Frau Doris in Seniorenparadies Sun City. Als Doris überraschend verstirbt, sind plötzlich ihre beiden Kinder Wendy und Jon in der Pflicht und müssen sich um ihren Vater kümmern. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, da die beiden wegen Vorkommnissen in ihre Kindheit kaum noch Kontakt zu ihrem Vater haben. Deshalb kommt es zu einem Aufeinandertreffen, das alte Wunden wieder aufreißt. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Obwohl Die Geschwister Savage über weite Strecken durchaus zu gefallen weiß, gab es ein kleines aber durchaus schwerwiegendes Problem mit dem Film und zwar dessen Humor. So hätte eine Präsentation als reines Drama in diesem Zusammenhang sicherlich besser abgeschnitten, denn die wenigen skurilen und humorvollen Passagen wollten nicht so recht zur eigentlichen Thematik des Filmes passen. Sieht man davon ab, bekommt der Zuschauer ein bewegendes Drama um zwei Geschwister geboten, die sich um ihren pflegebedürftigen Vater kümmern müssen, aber gleichzeitig ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommen. Das Ganze ist von den drei Hauptdarstellern Linney, Hoffman und Bosco hervorragend und glaubwürdig gespielt und auch sonst gibt es nur wenig Grund zum klagen... sieht man von dem zu Beginn genannten Punkt ab, der den Gesamteindruck etwas nach unten zieht.
Kritik
von Harald Witz
Nach Jahren der Kontaktlosikeit müssen sich Jon und Wendy Savage zusammenraufen, um sich um ihren an Demenz erkrankten Vater zu kümmern. Schnell brechen alte Wunden und Konflikte wieder auf, die mit der enormen Umstellung ihres bisherigen Lebens kollidieren. Tamara Jenkins legt ein intelligentes wie feinsinniges Familiendrama mit starken Darstellern vor, das beim Oscar-Rennen leider leer ausging.
Schon in ihrem Regiedebüt Hauptsache Beverly Hills stand die dysfunktionale Familie im Mittelpunkt ihrer humorvollen wie nachdenklichen Betrachtungen. Ruhiger und melancholischer geht es in ihrem neuen Werk Die Geschwister Savage zu, das sich lange Hoffnungen auf den ein oder anderen Oscar machen durfte. Die vernachlässigten Teenager ihres Erstlings verwandeln sich hier in gesetzte Erwachsene, denen man das Schicksal ihrer Kindheit und Jugend zunächst nicht ansieht.
Wendy (Laura Linney) und Jon Savage (Philip Seymour Hoffman) pflegen mehr oder weniger erfolgreich ihre literarische Ader. Jon als Universitätsdozent und geachteter Autor, Wendy vornehmlich für sich im Privaten. Geografisch und emotional wahren sie Distanz zu einander. Doch die gilt es plötzlich zu überbrücken, denn eines Tages werden sie mit der Nachricht konfrontiert, dass ihr entfremdeter Vater Lenny (Philip Bosco) mit Demenz diagnostiziert wurde und nun in ein Pflegeheim soll. Nur widerwillig nehmen sie sich dieser Aufgabe an, denn Lenny hatte die beiden und die Mutter einst im Stich gelassen und das haben sie ihm nicht vergeben. Zunächst nimmt sich Wendy frei, um bei Jon zu wohnen, damit man gemeinsam vor Ort die geeignete Unterbringung finden kann. Schnell brechen alte Konflikte wieder auf, während die durch Singleleben gepflegten Eigenheiten ebenfalls immer wieder für Streitigkeiten sorgen. Beunruhigender ist für sie jedoch, dass sie Bande zwischen ihnen entdecken, die sich durch große Reißfestigkeit auszeichnen. Bald gerät die Frage, ob die persönlichen Eitelkeiten oder das Wohl ihres Vaters wichtiger sind, in den Hintergrund.
Erneut findet die Regisseurin nicht nur bewegende Bilder für die emotional komplexe Story. Dank exzellenter Dialoge und zweier hochkarätiger Stars gelingt die Inszenierung des schwergewichtigen Stoffes als elegante und zutiefst menschliche Dramödie. Mit leichtem Witz werden auch die traurigen Momente fabelhaft transportiert, ohne die Zuschauer gleich in Depressionen zu stürzen. Sowohl Laura Linney als auch Philip Seymour Hoffman erstaunen einmal mehr mit ihren beeindruckenden Darstellungen. Sie lassen keinen Zweifel daran, dass ihre Extraqualität aus der eigentlich Oscar-reifen Geschichte ein kleines Meisterwerk macht.  Weitere interessante Filme
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