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Ein deutscher Horrorfilm. Da zieht mich ja nun eigentlich gar nichts rein. Dann heißt der auch noch Swimming Pool - Der Tod feiert mit, was für ein brillanter Titel. So einen Film hat man normalerweise schon abgeschrieben, bevor man ihn überhaupt gesehen hat. Aber was solls, da muß man eben durch. Die ersten fünf Minuten waren dann auch gleich mal so stumpfsinnig einfallslos von Scream - Schrei! abgeschaut, daß ich ernsthafte Überlegungen anstellte, ob sich das Wort "Horror" neuerdings vielleicht gar nicht mehr auf das Genre, sondern auf die Qualität des Drehbuchs bezieht. Jetzt könnte man natürlich seine sieben Sachen zusammenpacken, das Kino verlassen und seine kostbare Zeit mit etwas sinnvollerem wie zum Beispiel Sonnenbaden verbringen. Aber wenn man schon mal den weiten Weg zum Kino angetreten ist, gibt man einem Film auch nach so einem Beginn gerne noch eine zweite Chance sich zu behaupten. Manche Filme brauchen einfach ein wenig Zeit um in Schwung zu kommen.
Ob Ihrs glaubt oder nicht, dem Film gelingt es bereits kurze Zeit später das Ruder vorerst herumzureißen. Die Einführung der verschiedenen Charaktere im Zuge ihrer mündlichen Abschlußprüfungen ist nicht nur witzig, sondern auch gut gelungen. Ohne zu viel Zeit oder zu viele Worte zu verlieren, werden alle wichtigen Personen kurz charakterisiert und in die Handlung eingeführt. Danach gibts noch einen locker flockigen Song von den Donuts aufs Ohr und schon ist man in der richtigen Stimmung für das nun folgende Schlachtfest. Hinzu kommen noch zwei weitere überraschend positive Feststellungen: Zum einen spielt der Film in Prag und damit in einer äußerst schönen Stadt und zum anderen besteht die Besetzung diesmal nicht aus lauter untalentierten Daily Soap Veteranen. Etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Films findet sich unsere kleine Teenager-Gruppe schließlich in einem Erlebnisbad der superlative zur inoffiziellen Abschlußfeier ein. Dort wird geplanscht, gesoffen, geflirtet und gefeiert als ob es kein morgen gäbe.
Nun für die meisten gibt es dann tatsächlich kein morgen mehr, denn einer ist ganz und gar nicht in Partylaune. Stattdessen zwängt sich dieser immer wieder in sein hautenges Psychokiller-Kostüm und sticht mit seiner Machete auf alles ein was sich bewegt. Wie es sich für dieses Genre gehört, weiß der böse Machetenmörder natürlich immer wann er wo zu sein hat, um seine wehrlosen Opfer alleine anzutreffen und möglichst stilvoll aufzuschlitzen. Leider nimmt sich der Film ein wenig zu ernst und verfällt all zu oft in die gängigen Horrorfilm-Klisches. Ein Umstand der einem in der Post-Scream-Ära einfach sauer aufstößt, da man die Mechanismen der unheimlicher-Killer-schlachtet-Teenager-Filme eben schon längst durchschaut hat. Man ist als Zuschauer jedoch fast gewillt, diese Schwächen hinzunehmen, da das Spaßbad als Location einfach unglaublich cool gewählt ist. Doch spätestens wenn man dann am Ende die Identität des Killers und dessen Motiv erfährt, driftet die Geschichte dermaßen ins Lächerliche ab, daß man sich dann wieder fragt wieso man dem Film eine zweite Chance gegeben hat und nicht doch gleich nach dem vermurksten Anfang gegangen ist. Wie so oft wurde vor allem bei der Auflösung an Originalität und Glaubwürdigkeit gespart. Über Schauspieler und Dialoge brauch ich mich glaube ich nicht groß zu äußern, schließlich haben wir es hier mit einem Teenie-Slasher zu tun und da dürfte jedem klar sein welche Qualität die Darsteller und deren Gespräche haben. Im großen und ganzen hat Swimming Pool - Der Tod feiert mit außer einem schönen Schauplatz und ein paar gelungenen Szenen nicht viel neues zu bieten und kann letztendlich doch nur den eingefleischten Fans des Genres empfohlen werden. |