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Über kurz oder lang(Blow Dry, 2001)
| Dt.Start: |
26. Juli 2001
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Premiere: |
07. März 2001 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie, Drama |
| Länge: |
94 min
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Land: |
USA, UK, Deutschland |
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Darsteller:
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Alan Rickman (Phil), Natasha Richardson (Shelley), Rachel Griffiths (Sandra), Rachael Leigh Cook (Christina), Josh Hartnett (Brian), Bill Nighy (Ray), Warren Clarke (Tony), Rosemary Harris (Daisy), Hugh Bonneville (Louis), Heidi Klum (Jasmine), Peter McDonald (Vincent), Michael McElhatton (Robert), David Bradley (Noah), Ben Crompton (Saul) |
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Regie:
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Paddy Breathnach |
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Drehbuch:
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Simon Beaufoy |
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 Inhalt
Das britische Städtchen Keighley sichert sich die britischen Frisörmeisterschaften und wird für kurze Zeit das haarige Zentrum der Insel. Der ortsansässige Frisör Phil Allen gehörte früher zur Creme de la Creme der britischen Haarvirtuosen, doch nach der Trennung von seiner Frau zog er sich aus den Wettkämpfen zurück. Die Provokationen seines alten Rivalen, das Drängen seines Sohnes und die schwere Krankheit seiner Frau entfachen in ihm wieder das Feuer, das ihn früher zum Star machte. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Straßer
Die Frisöre sind los und rüsten sich in Über kurz oder lang für die anstehende britische Frisörmeisterschaft. Die Idee zu dieser Geschichte kam Produzentin Ruth Jackson bei einer BBC Dokumentation über die Frisörweltmeisterschaft in Las Vegas. Sie engagierte Drehbuchautor Simon Beaufoy, der mit dem internationalen Hit The Full Monty seinen Durchbruch hatte, um ihre Grundidee in eine leinwandgerechte Form zu pressen. Er verlegte die Geschichte ins idyllische britische Dorf Keighley und ließ dort die bunte Bande aus extravaganten und teilweise etwas tuntigen Hairstylisten auflaufen. Schon allein der Gedanke an "uriger Schafhirte meets selbstverliebten Frisör" läßt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen und verspricht ein lustiges Kinoerlebnis.
Nur zu dumm, daß Simon Beaufoy nicht so recht wußte, welche Geschichte er vor diesem äußerst vielversprechenden Hintergrund ablaufen lassen sollte. Er entschloß sich fatalerweise für einen 0815 Drama-Komödie Zwitter, den er zusätzlich mit unnötigen Subplots überlud. An sich könnte man diesen Fehlgriff noch dulden, was allerdings einen gewitzten Erzählstiel und ein paar innovative Ideen erfordert. Doch auch hier Fehlanzeige, nach fünf Minuten läßt der Film die Hosen runter und man kommt sich schon ein wenig verarscht vor. Beispiel gefällig: Haargenie Phil Allen war ein Meister seines Fachs und räumte die Trophäen massenweise ab. Doch als seine Frau mit seinem Model durchbrannte, war die Leidenschaft dahin und er zog sich ins kleine Dorf Keighley zurück. Zufälligerweise wird die englische Frisörmeisterschaft dieses Jahr in Keighley ausgetragen und ihr dürft dreimal raten, wer letztendlich doch wieder zum Föhn greift. Dann gibt es da noch den "Ex-Frau hat Krebs und will die Familie vor ihrem Tod wieder vereinen"-Plot und für die Jungstars Rachael Leigh Cook und Josh Hartnett wurde noch der "Romeo und Julia"-Subplot eingefügt. Ups, jetzt hab ich alles verraten. Egal, nach wenigen Minuten Über kurz oder lang wärt ihr sowieso genauso schlau.
An schauspielerischem Material hatte der Film einiges zu bieten, unter anderen gab sich zum Beispiel Alan Rickman die Ehe. Doch keiner der Darsteller konnte richtig aufblühen, da ihm einfach die nötige Zeit fehlte. In den 94 Minuten Über kurz oder lang kamen einfach zu viele Charaktere vor und es war keinem vergönnt, sich in den Vordergrund zu spielen. Übrigens versuchte Josh Hartnett vergeblich englischen Dialekt zu sprechen. Noch eine wichtige Anmerkung für alle Heidi Klum Fans: das Topmodel aus deutschen Laden gab in dem Film ihr Schauspieldebüt, oder sagen wir besser Leinwanddebüt. Sie sagte nicht viel und hatte die meiste Zeit ein beschissene Frisur. Alles in allem kann bei Über kurz oder lang nur die witzige Konstellation "Bauer - Frisör" überzeugen. Die Story ist vorhersehbar, abgedroschen und wird noch dazu langweilig erzählt. Vom Verleiher wird der Film zwar als Komödie ausgewiesen, doch mir konnte er nur vereinzelt einen Schmunzler abringen. Das liegt auch daran, daß ich bei manchen Jokes kurz davor war, bei Drehbuchautor Simon Beaufoy einzulaufen, und ihm jegliches Schreibutensil zu entziehen. Trotzdem hatte der Film eher dramatische Züge und ich würde ihn eher in dieses Genre einordnen. Letzten Endes kann man sagen, daß der Film nur für eingefleischte Fans des britischen Films und für Frisör-Azubis als Lehrfilm zu empfehlen ist. Alle andern sollten sich an der heißen Luft nicht die Finger verbrennen.  Weitere interessante Filme
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