|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Hardcover(Hardcover, 2008)
| Dt.Start: |
03. April 2008 DVD: 15. Dezember 2008
|
 |
Premiere: |
03. April 2008 (Deutschland) |
| FSK: |
ab 12
|
Genre: |
Komödie |
| Länge: |
93 min
|
Land: |
Deutschland |
|
Darsteller:
|
Lucas Gregorowicz (Christoph), Justus von Dohnanyi (Chico), Wotan Wilke Möhring (Dominik), Anna Dereszowska (Ewa), Charly Hübner (Klaus Heinemann), Thea Schnering (Lissie), Filip Peters (Jürgens), Lisa Maria Potthoff (Sandy), Sybille Schedwill (Chefin Autovermietung), Jan Sosniok (Nick Sturm), Martin Semmelrogge (Dealer) |
|
Regie:
|
Christian Zübert |
|
Drehbuch:
|
Christian Zübert |
|
 Inhalt
Seit Jahren träumt Christoph von seinem großen Durchbruch als Autor. Doch mit Anfang 30 hält er sich immer noch mit dem Schreiben von Groschenromanen über Wasser und arbeitet nebenbei bei einer Autovermietung. Eines Tages beobachtet er den Kleinganoven Dominik, wie dieser einen Wagen der Autovermietung klaut. Als Gegenleistung, dass er nichts sagt, lässt er sich von Dominik in den Düsseldorfer Untergrund einführen, um seinen ersten richtigen Roman zu recherchieren. Zunächst gewinnt er das Vertrauen von Gangsterboss Chico, doch als dieser einen vermeintlichen Mord begeht, geraten Christoph und Dominik in Gefahr. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Harald Witz
Ein naiver Schriftsteller lässt sich zu Recherchezwecken von einem Kleinganoven ins kriminelle Milieu einführen. Das erweist sich als harmlos-romantisch, bis der Schriftsteller Zeuge eines "Mordes" wird. Nach Lammbock liefert Christian Zübert erneut eine ironische Buddy-Komödie ab. Für ein Hardcover helfen sich Lucas Gregorowicz und Wotan Wilke Möhring als Verlierer gegenseitig.
Mit Lammbock schickte Christian Zübert bereits 2001 zwei Loser auf die Suche nach Glück und Erfolg. Nach dem schrägen "Joint"-Venture bleibt der Regisseur den erfolglosen Zeitgenossen mit den hochfliegenden Plänen treu und lässt nun einen realitätsfremden Schriftsteller auf einen Möchtegern-Ganoven los. Christoph (Lucas Gregorowicz) träumt vom großen literarischen Wurf und haut Woche für Woche doch nur schlecht bezahlte Krimis für den Groschenroman-Verlag seines alten Kumpels (Charly Hübner) raus. Um sich über Wasser zu halten, muss er darüber hinaus bei einer Düsseldorfer Autovermietung jobben. Nicht minder erfolglos ist Kleinganove Dominik (Wotan Wilke Möhring), der einen BMW vom Hof der Vermietung klaut und so unfreiwillig Christoph kennen lernt. Und der hat angesichts dieses "echten" Verbrechers eine geniale Idee. Dominik soll ihm als Studienobjekt und "Touristenführer" durch das echte Milieu dienen, damit er danach "seinen" Bestseller schreiben kann. Allerdings erweist sich das harte Großmaul als ganz kleine Nummer, der nie über kleine Diebstähle und Botengänge für seinen Boss Chico (Justus von Dohnanyi) hinaus gekommen ist. Und Chico scheint sich ausschließlich mit Ganzkörperbräunung und Golfballexperimenten zu beschäftigen, weshalb die Entdeckung dieser neuen Welt für Christoph einfach nur faszinierend ist. Doch dann wird er Zeuge eines vermeintlichen Mordes und urplötzlich scheint es, als hätte nicht Christoph das Milieu entdeckt, sondern das Milieu ihn. Denn nun lassen ihn die Gestalten nicht mehr aus ihren Krallen. Nur gut, dass er so einen harten Jungen wie Dominik neben sich weiß. Aus der Produktionsschmiede von Sönke Wortmann kommt eine leichte Buddykomödie, die ganz ohne Tiefgang und Ernsthaftigkeit auskommt. Christian Zübert kann sich mit Gregorowicz, Möhring, Dohnanyi und Leinwand-Entdeckung Anna Dereszowska auf erfrischende Darsteller verlassen, die mit Feuereifer eine verrückte und garantiert realitätsferne Komödie mit Leben füllen. Doch wie schon bei Lammbock kann Zübert seinen Ideenreichtum weder kanalisieren noch simpel halten. Viele umständliche Einfälle und zahllose Wendungen verkomplizieren eine Handlung, die zunehmend unter den Holperern in Erzählung und Schnitt leidet. Natürlich wollte Zübert mit all den Gags nur die Formelhaftigkeit seiner Buddy-Geschichte übertünchen. Doch am Ende erweisen sich die Spannweite der Gegensätze und ihre weichgespülte Inszenierung als größte Hemmschuhe für das Werk. Statt des ganz großen Wurfes, bleiben die vielen Einzelteile Stückwerk. Anders als in Peter Thorwalds Unna-Trilogie (u.a. Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding) gelingt es hier nicht, eine illustre Düsseldorfer Kiez-"Idylle" und die facettenreiche Komödienhandlung zu einem kompakten Ganzen zu verarbeiten. Zübert verliert vor allem im Mitteldrittel öfter die Kontrolle über die Figuren, weil er zu viele Nebenhandlungen und Motive am Laufen halten will. Dass er trotzdem ein hohes Maß an Feelgood-Stimmung aufs Publikum übertragen kann, liegt sowohl an den Darstellern wie am Potenzial der Geschichte. Deshalb ist es doppelt schade, dass Hardcover letztlich kein wirklich rundes Kinovergnügen geworden ist.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2012 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|