Big Stan Poster

Film-Seite zu Big Stan
Trailer zu Big Stan
Poster zu Big Stan
PDF zu Big Stan

Big Stan

(Big Stan, 2007)

Dt.Start: 25. Juni 2009 Premiere: 05. November 2007 (Festival, Südkorea)
FSK: ab 16 Genre: Komödie
Länge: 109 min Land: USA
Darsteller: Rob Schneider (Big Stan), David Carradine (The Master), Jennifer Morrison (Mindy), Scott Wilson (Warden Gasque), Richard Kind (Mal), Sally Kirkland (Madame Foreman), M. Emmet Walsh (Lew Popper), Henry Gibson (Shorts), Kevin Gage (Bullard), Bob Sapp (Big Raymond), Brandon T. Jackson (D'Shaun), Dan Haggerty (Tubby), Richard Riehle (Judge Perry), Marcia Wallace (Alma), Tsuyoshi Abe (Dang)
Regie: Rob Schneider
Drehbuch: Josh Lieb


Inhalt

Als der schwächliche Stan erfährt, dass er für seine ständigen Betrügereien eine Haftstrafe bekommt, gerät er in Panik. Um sich im Gefängnis gegen seine Zellengenossen schützen zu können, beschließt er die letzten Tage in Freiheit damit zu verbringen, sich von einem geheimnisvollen Martial-Arts Experten zum Kung Fu Kämpfer ausbilden zu lassen.
Shopping-Box
DVDs zu Big Stan Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Big Stan Poster & Merchandise
zum Film
Big Stan bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Big Stan bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Big Stan hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 18%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Florian Lieb
Big Stan hat eine Wertung von 18%
Zuerst war er Mitglied der kultigen Saturday-Night-Live-Crew, dann war er Protege von US-Comedy-Star Adam Sandler in dessen Filmen. Vor zwei Jahren wagte sich Rob Schneider nun an sein Regiedebüt mit dieser Gefängniskomödie. Oder genauer gesagt Vergewaltigungskomödie. Denn Schneider zeigt hier bildhaft, wie man einen gelungenen Gag in Folge von dutzenden Wiederholungen sprichwörtlich zu Tode reiten kann. Abgesehen von ein paar müden Schmunzlern kann sich der Amerikaner mit seinem Debüt nicht sonderlich empfehlen.

Bild aus Big Stan Das erlebt man auch nicht alle Tage, dass ein amerikanischer Film, der in seiner Heimat direkt auf DVD erschienen ist, nun hier in Deutschland einen Kinostart erhält. Nicht minder überraschend, dass Rob Schneiders Big Stan fast eineinhalb Jahre vor seiner US-Veröffentlichung bereits im koreanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Dabei haben die Amerikaner eigentlich nichts gegen ihre Kino-Blödelbarden, die jedes Jahr Adam Sandler, Ben Stiller, Will Ferrell und Co. ihre Einspielergebnisse über der Einhundert-Millionen-Dollar-Grenze schenken. Warum hier kein Platz für Schneiders Debütfilm sein sollte, wo es doch selbst sein Animal - Das Tier im Manne oder Hot Chick in die Kinos geschafft haben, bleibt offen. Denn wirklich schlechter als die genannten Filme ist auch Big Stan nicht. Wirklich in der Nähe von "erträglich" jedoch genauso wenig.

Die Initialzündung für Schneiders Regiedebüt gibt die Angst seiner Figur Stan, im Staatsgefängnis von den Gefängnisinsassen vergewaltigt zu werden. Ein Ex-Häftling in einer Bar fragt Stan, ob er sich einer der drei großen Gangs (Arier/Nazis, Afroamerikaner, Hispanics) anschließen kann/möchte. Als Stan dies verneint, lautet die einzig mögliche Antwort: "Alle werden dich vergewaltigen!". Nun hat Stan, self-made Millionär - insofern man Betrügereien unter diese Kategorie mit ein bezieht - , natürlich ordentlich Muffensausen. Wer lässt sich auch gerne vergewaltigen? Ein mysteriöser, Kettenrauchender Fremder, den Stan nur den Meister nennen darf, bereitet ihn die kommenden sechs Monate auf den Knastalltag vor. Traurig, wozu sich der ehemalige Kung Fu-Star Carradine hier erniedrigen muss.

Ist der Gag mit der Knast-Vergewaltigung, so klischeebesetzt das Ganze auch sein mag, zu Beginn noch teilweise lustig, merkt man bereits in dem Moment, als Schneider die Angstvorstellung kurz darauf mehrfach als Aufhänger verwendet, dass der Film kein gutes Ende nehmen wird. In den folgenden neunzig Minuten dreht sich dann alles um das menschliche Ausscheidungsorgan. Sei es was aus diesem herauskommt oder (nicht) in dieses hinein soll. Schneider ist sich nicht zu schade, hier bis an die Grenzen und letztlich sogar weit darüber hinaus zu gehen. Denn außer Variationen des Vergewaltigungsszenarios hat Big Stan nicht wirklich humoristische Elemente zu bieten. Sieht man von den homosexuellen Anspielungen ab, wobei auch diese nur ein Resultat des Vergewaltigungsszenarios sind.

In seinen Nebenhandlungen versucht sich der Film dann dadurch zu rehabilitieren, dass er Stan (s)eine Katharsis durchlaufen lässt. Zum einen lernt er seine nun abwesende Frau Mindy - man mag sich fragen, was Jennifer Morrison (Dr. House) dazu geritten hat, hier mitzuspielen? - zu schätzen, zum anderen erkennt er, dass er als neuer starker Anführer gegenüber seinen Mitinsassen eine Verantwortung hat. Und diese sind im Grunde auch nur liebe kleine Kerle, die sich eigentlich alle nur nach Liebe sehnen. Kurz reißt Schneider dann mit der Vergangenheit von Stans Zelleninsassen Shorts (Henry Gibson) - er brachte seine Frau im Suff um - die Ursache für die Inhaftierung all dieser Männer an. Wirklich thematisiert werden sie jedoch nicht. Zwar handelt es sich hier um eine Komödie, doch wenn man schon anfängt den Pfad der Vergebung zu beschreiten, sollte man ihn auch zu Ende führen.

Welche Unwirren des Schicksals nun auch dazu geführt haben, dass Big Stan bei uns in den Kinos landet, gelegentlich gelingt es ihm dann doch durch die Verkehrung der Gefängnisklischees ein müdes Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Die meiste Zeit hindurch muss man dieses Werk jedoch über- statt miterleben. Es wird ziemlich offensichtlich, dass sich Schneider lieber darauf beschränkt, in Filmen von Sandler oder zuvor Stallone als Slacker-Sidekick aufzutreten. Denn bedauerlicherweise weiß der Komiker weder einen Film alleine zu stemmen, noch einen solchen entsprechend zu inszenieren. Dass das Ganze dann auch noch derart lang ist - die durchschnittliche US-Komödie überschreitet selten die 90 Minutenmarke -, macht die Zeitverschwendung nur umso fataler.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Ab in den Knast
Dt. Start: nicht bekannt
Vorschlag entfernen
 
 
 
 

 

© 2012 MovieMaze.de