Den Männern ist's ein Dorn im Auge, doch die Frauen lieben den Mai! Nein - nicht wegen dem Muttertag, sondern wegen der romantischen Komödien, die den diesjährigen Kino-Mai zu einem Schaulaufen der Paare werden lassen. Mit Love Vegas muss sich der Auftakt nicht vor der noch kommenden Konkurrenz verstecken und bietet zwei solide Darsteller, die aber leider nicht immer perfekt harmonieren.
Ashton Kutcher ist nicht gerade für seine großen Schauspielkünste bekannt, dennoch schafft er es immer wieder beim Zuschauer einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Dies mag einerseits an seiner sympathischen Art, andererseits aber sicher auch an seiner meist witzigen Mimik liegen, die perfekt in die von ihm gespielten Rollen passt. Neben Cameron Diaz durfte man aber befürchten, dass er ziemlich schwach aussieht, doch da sie sich auch nicht sonderlich anstrengt, wirken die Beiden in einigen Passagen durchaus harmonisch, wenn auch nicht sonderlich zueinander passend.
Joy ist eine glückliche aber kontrollsüchtige Frau, die von ihrem Verlobten verlassen wird und deswegen in Las Vegas einmal richtig abschalten will. Jack hingegen ist ein vom eigenen Vater gefeuerter Arbeitsloser, der sich durch sexuelle Aktivitäten fit hält und den Frust über den verlorenen Job in Vegas ertränken will. Als diese Beiden sich dann durch ein Missverständnis bei der Zimmervergabe über den Weg laufen, ist es auch schon geschehen: Joy feiert ordentlich mit Jack und nach stundenlangem exzessiven Alkoholkonsum heiraten sie.
Am nächsten morgen kommt dann leider die große Ernüchterung und die Blitzscheidung scheint beschlossene Sache, bis Jack $3 Mio. an einem Spielautomat gewinnt und ein Richter das Geld so lange still legt, bis die Beiden sich ernsthaft um ihre Ehe bemüht haben. Dass dies natürlich nicht ohne Hinterhältigkeit und fiese Attacken abläuft, versteht sich von selbst. Doch nach einigen Wochen gemeinsamer Zeit finden die Beiden irgendwie doch Gefallen aneinander.
Filme wie Love Vegas oder der nur wenige Wochen später startende Verliebt in die Braut leben von einem ordentlichen Schuss Humor, einer Prise Romantik, sowie einer Geschichte, die als Unterbau für diese Kombination dienen kann. Bei Love Vegas fanden die Drehbuchautoren ein gutes Mischungsverhältnis, sodass selbst den unromantischsten Männern der Streifen durchaus gefallen könnte, aber auch die selbstverständliche romantische Ader der Frauen angesprochen wird. Irgendwie haben also alle etwas davon.
Viel mehr gibt es über die nicht sonderlich spektakuläre und kaum überraschende Geschichte eigentlich auch nicht zu sagen. Wer eine nette Unterhaltung sucht und der Romantik nicht gänzlich abgeneigt ist, findet in Love Vegas sicherlich einen Film, der gegen Ende hin sogar die ein oder andere Gefühlsregung auslösen könnte.