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Get Smart hält zu jeder Zeit was die aberwitzigen Trailer versprochen haben. So wird über die komplette Laufzeit ein Gagfeuerwerk losgelassen, das schnell für die einfallslose Geschichte entschädigen kann. Dies können auch die spielfreudigen Darsteller um den einmal mehr charmanten Steve Carrell zeigen, der ein weiteres Mal beweist, dass er nicht umsonst zu den Topkomikern in Hollywood zählt.
Es begann anfang des Jahrzehnts mit 3 Engel für Charlie, dann kamen Starsky & Hutch, S.W.A.T. - Die Spezialeinheit, Ein Duke kommt selten allein und zuletzt Underdog - Unbesiegt weil er fliegt. Die Verfilmung alter Serien zählt neben den unzähligen Remakes und Fortsetzungen immer mehr zur großen Mode in Hollywood und macht nun auch vor der von Mel Brooks geschaffenen Serie Mini-Max nicht halt.
Maxwell Smart, Analytiker des Geheimdienstes CONTROL, hat einen großen Traum: Endlich im Außendienst arbeiten und das spannende Agentenleben in vollen Zügen genießen zu können. Seine große Chance scheint nun gekommen, da ein Maulwurf der Terrororganisation KAOS die Identitäten aller aktiven Agenten hat zukommen lassen. So bleibt der Führungsetage von CONTROL keine andere Wahl als den noch unerfahrenen Smart als Agent 86 zu befördern und ihn mit dem Auftrag zu betrauen KAOS zu vernichten.
Einfacher und überraschungfreier hätten die Drehbuchautoren Get Smart sicherlich nicht gestalten können, dennoch stört das in keinster Weise. Grund dafür ist, dass die Gagdichte in diesem Film enorm ist. Zwar trifft sie dabei nicht immer ins Schwarze, aber wenn dann richtig, denn so dermaßen absurde, sinnfreie und dennoch aberwitzige Dialoge hat man seit Die nackte Kanone wohl nicht mehr auf der Leinwand gesehen. Die große Stärke von Get Smart, im Vergleich zu den aktuellen Genrepartien auf dem Markt, ist zudem, dass hier mit einer Ausnahme fast auf jeglichen Fäkalhumor verzichtet wird und er sein Gewicht mehr auf die Situationskomik, die Dialoge und seine prominent besetzten Darsteller legt.
So bekommen wir mit Steve Carrell einen herrlichen Maxwell Smart geboten, der den Rohrkrepierer Evan Allmächtig schnell in Vergessenheit geraten lässt und seinen an Johnny English angelehnten Charakter hervorragend verkörpert. Aber auch die Nebendarstellerriege kann sich sehen lassen. So darf sich Dwayne The Rock Johnson einmal mehr von seiner selbstironischen Seite zeigen, Anne Hathaway allen Männern den Kopf verdrehen, James Caan den US-Präsidenten aufs Korn nehmen, Serienstar Masi Hiro Oka den Q mimen oder Bill Murray in einem herrlichen Cameo brillieren. Ein kleines Manko dieser Besetzung ist vielleicht, dass die Nebendarsteller aufgrund ihrer Fülle nur selten ihr ganzes Potential ausspielen können, doch fällt das im Gesamtbild nicht sonderlich groß ins Gewicht.
Auch wenn nicht immer jeder Gag sitzt, so kann Get Smart in jeder Sekunde Bestens unterhalten und zählt somit zu den bis dato besten Serienverfilmungen. Dies ist größtenteils der hohen Gagdichte mit ihren aberwitzigen Dialogen zu verdanken, jedoch auch dem prominent besetzten, spielfreudigen Cast. An die Austin Powers-Reihe kommt diese Agentenparodie zwar nie ganz heran, doch auch hier erwischt sich der Zuschauer nach dem Film bei der Vorfreude auf eine mögliche Fortsetzung, welche bei den Einspielergebnissen in den Vereinigten Staaten sicher mehr als wahrscheinlich ist. |