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Requiem for a Dream

(Requiem for a Dream, 2000)

Dt.Start: 03. Januar 2002
DVD: 28. April 2005
Premiere: 14. Mai 2000 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 16 Genre: Drama
Länge: 100 min Land: USA
Darsteller: Ellen Burstyn (Sara Goldfarb), Jared Leto (Harry Goldfarb), Jennifer Connelly (Marion Silver), Marlon Wayans (Tyrone C. Love), Christopher McDonald (Tappy Tibbons), Louise Lasser (Ada), Marcia Jean Kurtz (Rae), Janet Sarno (Mrs. Pearlman), Suzanne Shepherd (Mrs. Scarlini), Joanne Gordon (Mrs. Ovadia), Charlotte Aronofsky (Mrs. Miles), Michael Kaycheck (Donut Cop), Chas Mastin (Lyle Russel), Ajay Naidu (Briefträger)
Regie: Darren Aronofsky
Drehbuch: Hubert Selby Jr.


Inhalt

Vier Menschen, vier Schicksale. Die Witwe Sara treibt sich für einen Fernsehauftritt mit einer radikalen Diät in den Wahnsinn, Harry und seine Freundin berauschen sich fernab der wahren Welt und Harrys bester Freund versucht sich als Drogendealer. Alle vier Personen überschreiten ihre Grenzen, versumpfen in ihrer eigenen Hölle.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Requiem for a Dream hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 99%
Kurzkritik
von Lars Schnell
Wertung von 97 für Requiem for a Dream

Heftiges Portrait einer Gruppe Drogensüchtiger die sich gemeinsam in Brooklyn durchschlagen. Unterteilt in drei Jahreszeiten kündigt sich früh eine verstörende Wirkung an, die bis zur letzten Blende anhält und gegen Ende auf ein Maximum gesteigert wird. Obwohl der geniale Soundtrack einen Großteil der Atmosphäre trägt, handelt es sich bei Requiem for a Dream, auch abgesehen von der Musik, um einen Oscar-würdiges Drama. Schade, dass Darren Aronofsky ihn nicht damals schon erhielt, denn nicht erst mit Black Swan bewies er sein inszenatorisches können als Regisseur. Requiem for a Dream, ein Film den man nicht so schnell vergessen wird. Seine eindeutige Botschaft: Finger weg von den Drogen - eine Aufforderung, der sich nach diesen Bildern wohl keiner mehr entziehen kann.

Kurzkritik
von Markus Müller
Wertung von 99 für Requiem for a Dream

Darren Aronofskys Drogen-Drama lässt wirklich niemanden kalt. Wer es gesehen hat, wird am Ende schwer beeindruckt sein und dieses verstörende Meisterwerk nie wieder vergessen. Nicht wenige sind sogar der Meinung, mit Requiem for a Dream einen der besten Filme ihres Lebens gesehen zu haben und ihn dennoch kein zweites Mal sehen zu wollen. Die Inszenierung ist einfach fantastisch, wobei besonders der dynamische Schnitt in Verbindung mit der anspruchsvollen Kameraarbeit auffällt, hinzu kommt der legendäre Soundtrack von Clint Mansell, der sich auf dem höchsten Niveau von Filmmusik bewegt. Requiem for a Dream ist auf jeden Fall harte Kost, schwer verdaulich und unbequem, aber auch wunderschön und in praktisch jeder Hinsicht perfekt umgesetzt. Einer der besten Filme überhaupt!

Kritik

von Thorsten Woner
Requiem for a Dream hat eine Wertung von 100%

Der Film ist vorbei. Ich stehe vor dem Kino. Alles scheint irgendwie anders. Die Luft schmeckt so gut wie schon lange nicht mehr, schmeckt so schlecht wie schon lange nicht mehr. Ich fühle jedes bißchen Ich meines Körpers, mein Verstand, Melancholie und viele klare Gedanken. Lange schon ist es her das ich derart berührt einen Film empfinden durfte. Requiem for a Dream: der kleine, böse Bruder von American Beauty.

Darren Aronofskys Gefühlstrip hat all die Seele die ein Film braucht um noch lange, nachdem er vorbei ist, im Kopf des Zuschauers mächtig viel Chaos und Bedürfniss anzurichten. Alles kommt hier zusammen was man richtig machen kann. Bildkompositionen werden in wunderschönen Farben arrangiert und verwöhnen die Wahrnehmung des Betrachters zwar unterschwellig aber immer so schön es nur geht. Darren arbeitet mit Zeitraffern, arbeitet mit schnellen Schnitten und Großaufnahmkombinationen und schafft es sie als Storyelemente mit einzubringen was eine so verdammt seltene Begabung ist das allein dafür eine Oscarnominierung mehr als gerechtfertig gewesen wäre. Die Bilder dieses Rausches haben sich sofort nach dem ersten Genuß tief in irgendwelche versteckten Winkel meines Gehirns gebrannt, die Performance der Schauspieler hat mir den Verstand herausgerissen und verstört an der Wand zerschmettert (Ellen Burstyn liefert eine der besten Darstellungen der Filmgeschichte), der Score kratzt mir jetzt noch tief den Rücken herunter und die letzten 20 minuten des Films werden mich wohl für immer und auf ewig verfolgen. Ja, Requiem for a Dream ist ein Antidrogenfilm. Nein, Requiem for a Dream ist kein Antidrogenfilm. Hier wird nicht mit erhobenem Zeigefinger darauf herumgeritten das Drogen Leben zerstören können sondern das Drogen die Macht haben alles zu entkräftigen, sei es die Kraft der Liebe, der Schutz der Familie oder die Ruhe des Alters. Darren entwirft keinen Katalog der laut "Nein Nein Nein" schreit sondern erzählt von Schiksalen die längst schon "Ja Ja Ja" gebrüllt haben. Man wird nicht belehrt, man wird unterhalten, bekommt Geschichten erzählt und die tun tausend mal mehr weh als langatmig unpersönliche Ermahnungen.

Wieso bekommt ein Film von mir 100%? Ist Requiem for a Dream frei von Fehlern, Klischees, Vorhersehbarkeit und längst schon Gesehenem? Mehr als das! Requiem for a Dream ist ein Erlebniss das einem auf allen Ebenen sehr nahe geht. Bilder, Effekte, Schauspieler, Regie, Sound und man selbst: alles ist so verdammt ehrlich, so unertragbar intensiv und so wunderschön gelungen. Ein Gesamtbild der Sinne, eine Komposition der Gefühle. Ein Film bekommt dann von mir 100% wenn alles an ihm gelungen ist und er (seelenlos beurteilt) die Funktion in seinem Genrebereich so gut als wie möglich erfüllt. Ein Film bekommt dann 100% von mir wenn die Luft danach so gut wie schon lange nicht mehr schmeckt, so schlecht wie schon lange nicht mehr schmeckt. Requiem for a Dream läßt Euch Euer Leben spüren.



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