Bad Cops - Zwei Superbullen sehen rot Poster

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Bad Cops - Zwei Superbullen sehen rot

(Gomez Vs Tavares, 2007)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 14. März 2008
Premiere: 17. Mai 2007 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 12 Genre: Action, Komödie
Länge: 96 min Land: Belgien, Frankreich
Darsteller: Stomy Bugsy (Lt. Carlos Gomez), Titoff (Lt. Maxime 'Max' Tavarès), Jean Benguigui (Jacques), Noémie Lenoir (Gina), Fernanda Tavares (Francesca), Daniel Duval (M. Eisenberg), Jean-Rachid (Matteo), Matthieu Touboul (Mika), Bernard Destouches (Dupuis), Jean-François Gallotte (Commissaire Darieux), Arthur Benzaquen (Joseph Dubois)
Regie: Gilles Paquet-Brenner, Cyril Sebas
Drehbuch: nicht bekannt


Inhalt

Gomez und Taverez, das chaotische Polizisten - Duo aus Frankreich, ist auf der Jagd nach einem gestohlenen Juwel, die sie von der Cote d'Azur bis nach Paris führt. Auf dieser Strecke hinterlassen sie eine Spur des Chaos und müssen auch noch das ein oder andere Gesetz übertreten. Als wäre das noch nicht genug Ärger, steht auch noch ihre Freundschaft auf dem Spiel, da Tavarez eine geheime Affäre mit der kleinen Schwester seines äußerst eifersüchtigen und fürsorglichen Partners hat.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Bad Cops - Zwei Superbullen sehen rot hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 29%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Bad Cops - Zwei Superbullen sehen rot hat eine Wertung von 29%
Vier Jahre nach ihrem ersten Abenteuer, wurden die beiden schmutzigen aber dennoch erfolgreichen Polizisten Gomez und Tavares wieder auf das Französisch sprechende Publikum losgelassen. Leider muss man aber sagen, dass der Film in Sachen Story überhaupt nicht überzeugen kann. Man wollte wohl den Erfolg des ersten Teils - Payoff - Die Abrechnung - ausnützen, und hat sich dabei offenbar keinerlei Gedanken über eine interessante und spannende Handlung gemacht. So versuchen die Darsteller das Möglichste, um den Film doch noch zu einem unterhaltsamen Erlebnis zu machen, doch das gelingt leider auch nur in einzelnen Momenten.

Bild aus Bad Cops - Zwei Superbullen sehen rot Und wieder einmal haben wir es mit einem Kapitel aus dem Buch "Fortsetzungen, die die Welt nicht braucht" zu tun. Die Macher von Bad Cops - Zwei Superbullen sehen rot haben sich aber auch wirklich ins Zeug gelegt, um so ziemlich alles zu machen, um es eben leider falsch zu machen: Statt auf den Qualitäten von Payoff - Die Abrechnung aufzubauen, werden genau diese gleich zu Beginn über Bord geworfen, um Platz für eine komplexe, aber leider auch vollkommen unlogische und wirre, Handlung zu machen.

Der Onkel von Tavarez ist gestorben. Bei der Testamentseröffnung erfährt der trauernde Maxime, dass er doch kein Waisenkind ist, denn sein Vater lebt noch immer... allerdings im Gefängnis. Um das Erbe des wohlhabenden Verstorbenen zu erhalten, muss er dazu auch noch mehrere Bedingungen erfüllen, wovon die Wichtigste daraus besteht, dass er einen sehr wertvollen Edelstein finden muss. Da sein Vater von dem Juwel weiss, macht er sich dazu auf seinen Erzeuger aus dem Knast herauszuholen. Nicht nur, dass sich dies als relativ schwierig herausstellt, denn gleichzeitig macht sich der inzwischen von seiner Frau und all seinem Geld getrennte Gomez auf eigene Faust auf den Weg, den Blauen Stein von Manaos zu finden. Nebenbei ist dieser Stein auch noch für politische Streitereien zwischen verschiedenen Ländern verantwortlich, und außerdem treibt eine Juwelendiebin mit dem Namen "Die Schwarze Witwe" in der Region gerade ihr Unwesen. Die Schatzsuche treibt alle Beteiligten von der Côte d'Azur nach Paris, wo der Showdown zwischen den beiden Partnern stattfindet. Da bleibt nur noch die Frage, ob Carlos der Liaison zwischen seiner Schwester Gina (Noémie Lenoir) und seinem Kollegen Maxime seinen Segen geben wird.

Wer schon diese Handlungsbeschreibung als kleines Durcheinander ansieht, wird beim Film mit noch chaotischeren Abläufen konfrontiert werden, welche allem voran einen klaren roten Faden vermissen lassen. Immer wieder passieren Dinge, welche zwar unerwartet sind, aber keinen Sinn ergeben. Es wird einfach zu viel in die kurze Laufzeit hinein gepackt, als dass man es noch interessant und schlüssig darstellen könnte. Auch handelt es sich bei dieser Fortsetzung um kein Buddy-Movie mehr, weswegen wohl auch die Erwartungshaltung der meisten Zuschauer enttäuscht wurde. Titoff (Payoff - Die Abrechnung) ist in seiner Rolle als Maxime Tavares zwar noch immer überzeugend, aber auch er kann die Story nicht mehr retten. Im Falle von Stomy Bugsy (auch Payoff - Die Abrechnung) fallen die schon im ersten Teil negativ angerechneten Punkte (wie übertriebene Coolness und der ewig gleich bleibende Blick) noch mehr auf und ins Gewicht, was aber teilweise sicherlich vom sehr konfusen Drehbuch mitverursacht wird.

Regisseur Gilles Paquet-Brenner hat sich für die Fortsetzung seiner erfolgreichen Action-Komödie zwar noch etwas Verstärkung in der Person von Cyril Sebas mit an Bord geholt, doch fragt man sich unweigerlich, ob dies das richtige Rezept war, um die Geschichte um die beiden schrägen Cops in die zweite Runde zu schicken. Zugegebenermaßen leisten die beiden Herren in Sachen Optik und Schnitt gute Arbeit: So werden verschiedene Szenen mit verschiedenen Farbfiltern unterlegt, wobei man bisweilen sogar mehrere Filter gleichzeitig anwendete. Dies sieht sehr speziell aus, aber - abgesehen davon, dass man zuerst meint der Fernseher sei kaputt - auf keinen Fall schlecht. Weiter fällt auf, dass der Soundtrack nun mehr aus der Feder von Stomy Bugsy selbst stammt, aber auch hier stellt sich die Frage, ob dessen Musik wirklich zu einer Komödie (was dieser Film aber wiederum so oder so nur bedingt ist) passt.

Ein paar coole Action-Szenen und Sprüche in Kombination mit einer ungewöhnlichen Optik machen noch lange keinen guten Film. Bad Cops - Zwei Superbullen sehen rot beweist dies auf eindrückliche Art und Weise, indem er auf seine grundlegenden Stärken pfeift und stattdessen lieber einen auf übercool macht bzw. machen will. Je länger der Film dauert, umso weniger unterhält er den Zuschauer! Glücklicherweise hat das männliche Publikum mit Noémie Lenoir (Rush Hour 3) aber zumindest noch etwas fürs Auge, weswegen man auch ohne grössere Anstrengung den Streifen bis zum durchzogenen Schluss ansehen kann.



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