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Rave Macbeth(Rave Macbeth, 2001)
| Dt.Start: |
08. November 2001
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Premiere: |
08. November 2001 (Deutschland) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Drama, Thriller |
| Länge: |
91 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Michael Rosenbaum (Marcus), Nicki Lynn Aycox (Lidia), Kirk Baltz (Dean), Jamie Elman (Troy), Marguerite Moreau (Helena), Jeannette Hain (Hexe), Anna Thalbach (Hexe), Annette von Klier (Hexe), Mathias Schullan (MacDuff), Iver B. Morrison (TC), Jim Yee (Lennox), Ines Lutz (Maggie), Phil Fuldner (er selbst), Tom Novy (er selbst), Tomcraft (er selbst) |
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Regie:
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Klaus Knoesel |
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Drehbuch:
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Harry Ki |
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 Inhalt
Die beiden Freunde Marcus und Troy werden auf einer Technoparty von Dean, dem selbsternannten König der Szene, beauftragt, seine Drogen unter das tanzende Volk zu bringen. Die beiden sind außer sich vor Freude und können ihren rasanten Aufstieg gar nicht glauben. In Marcus wächst, angetrieben durch seine Freundin Lidia, die Gier und er plant seinen langjährigen Kumpel Troy ausschalten. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Straßer
Vor ziemlich genau einem Jahr erzählte mit ein Freund, daß er gerade als Statist bei einer Filmproduktion arbeitet. Ich wurde natürlich neugierig und nach etwas nachbohren rückte er mit der Geschichte heraus: Er war beim Dreh des Films Rave Macbeth in einer Münchner Disco dabei. Die Kombination klang nicht schlecht, das gute alte Shakespeare Stück Macbeth eingebettet in die moderne Techno Szene. Mir lief das Wasser im Munde zusammen und ich schwor mir, den Film schnellstmöglich zu sehen. Pünktlich zum Münchner Filmfest war Rave Macbeth fertig und meine Wenigkeit sicherte sich rechtzeitig ein lauschiges Plätzchen im Kino. Bevor es losging wurde noch stolz verkündet, daß wir hier eine Weltpremiere erleben, denn Rave Macbeth ist der erste volldigital gedrehte Kinofilm. Dann ging es endlich los, der Vorhang fiel und ein äußerst gelungenes Intro machte Appetit auf mehr. Doch leider Gottes blieb der Film meilenweit hinter den Erwartungen zurück und enttäuschte auf ganzer Linie.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der Drehbuchautor hier etwas lustlos zu Werke ging. Er nahm einfach alle Original Shakespeare Figuren und preßte sie irgendwie in die Techno und Drogenszene. So machte er zum Beispiel aus unserem König Duncan, den Oberguru Dean alias "King of Rave". Das sollte vielleicht abstrakt wirken, kommt aber mehr als lächerlich rüber. Dieser König, der seine Geschäfte übrigens mitten in der Disco in einer Art Privatpavillon betreibt, erhebt die beiden Nachwuchstalente Marcus (Macbeth) und Troy (Banquo) zu seinen Handlangern. Den Rest kennen wir dann schon von unserem guten alten Shakespeare Stück. Die banale und einfältige Storytransformation wäre ja eigentlich nicht schlimm, wenn zumindest die Inszenierung und die Bilder gut gewesen wären. Doch auch hier Fehlanzeige. Vor allem nach der Ankündigung mit der digitalen Kamera hatte man sich doch eine Optik vom feinsten erwartet. Aber von hoher Bildqualität war hier nichts zu sehen, statt dessen wirkte der Film wie ein billiges Urlaubsvideo. Durch die schlechten Lichteffekte, die kitschige Kulisse und die schlecht geschnittenen Tanzszenen konnte man sich nicht einmal an den coolen Beats von Tomcraft, Tom Novy und Phil Fulder erfreuen. Innovative Kamerafahrten suchte man in Rave Macbeth ebenfalls vergeblich.
Ehrlich gesagt habe ich es mit nicht so schwer vorgestellt, die beiden Komponenten Macbeth und Techno unter einen Hut zu bringen. Aber Drehbuchautor Harry Ki und Regisseur Klaus Knoesel haben mir eindrucksvoll vor Augen geführt, wie man ein vielversprechendes Konzept vollens in die Scheiße reiten kann. Auch Kameramann Arturo Smith würde ich beim nächsten Dreh nicht mit der brandneuen Sony P24 1080 Digitalkamera ausstatten, sondern ihm einfach eine Logitech Webcam für 100DM in die Hand drücken. Als sich dann nach knappen zwei Stunden endlich der Vorhang schloß war der Spuk Rave Macbeth leider immer noch nicht vorbei. Mit entsetzten mußte ich feststellen, daß ich auf der Weltpremiere gelandet war und ich ahnte schon, was mir jetzt blüht. Die wichtigsten Akteure des Film versammelten sich vor der Leinwand und lobten sich gegenseitig in den Olymp. Nachdem dieses heuchlerische Prozedere vorbei war, konnte ich endlich den Heimweg antreten und mich von diesem grausamen Kinoabend erholen.  Weitere interessante Filme
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