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Zehn Jahre ist es bereits her, dass die FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully ihren letzten großen Auftritt auf der Kinoleinwand hatten. Die Serie ist seit sechs Jahren eingestellt und die Erwartungshaltung dadurch bei den Fans recht groß. Um nicht allzu enttäuscht zu sein, sollte man sich auf wenig Neues und leider auch wenig mysteriöses einstellen.
Scully und Mulder sind inzwischen nicht mehr beim FBI beschäftigt und die Abteilung für paranormale Phänomene längst geschlossen. Während Scully ihrem Beruf als Ärztin nachgeht, sammelt Mulder im stillen Kämmerlein Zeitungsausschnitte und wartet auf ein Wunder. Nachdem im verschneiten Virginia Frauen verschwinden und menschliche Überreste gefunden werden, ist Mulders Stunde gekommen. Das FBI steht vor einem Rätsel und findet lediglich zweifelhafte Unterstützung in einem mit Visionen gesegneten Priester. Die Hilfe des Duos scheint die einzige Lösung.
Bis die ehemaligen Agenten ihren großen Einsatz haben dürfen, vergeht einige Zeit, die mit der Darstellung von Scullys Job als Ärztin und einem komplizierten Patientenfall gefüllt wird. Während Mulder große Begeisterung zeigt, nach der Anfrage des FBIs endlich wieder geistig gefordert zu werden, lehnt Scully die Mitarbeit ab. Vor allem liegt das an ihrer Abneigung gegenüber dem in den Fall verwickelten Priester, dessen angebliche Visionen sie ihm in keiner Sekunde abkauft. Zudem ist sie viel zu sehr mit ihrem Patienten und den schwierigen Arbeitsverhältnissen im Krankenhaus beschäftigt.
Bei der Suche nach den verschwundenen Frauen entwickeln sich die Ermittlungen hin zur Lösung des Falls in eine völlig unerwartete Richtung. Wer sich hier auf die gewohnten außerirdischen Einwirkungen oder Vertuschungsaktionen der Regierung gefreut hat, wird bitter enttäuscht. Nach und nach kommt sogar eine Thematik ins Spiel, die stark an die Geschichte Frankensteins erinnert und den Handel von Organen beinhaltet. Die Russen haben ihre Finger mit im Spiel und letztlich ist es Scully, die auf die entscheidende Lösung kommt, während Mulder im Alleingang ermittelt.
Das große Manko des Films ist neben dem Plot vor allem aber seine Unentschlossenheit. Einerseits versucht Carter die düstere Atmosphäre der TV-Serie beizubehalten und dadurch Spannung zu erzeugen. Andererseits legt er großen Wert auf die Darstellung von Mulders und Scullys Zusammenleben und auf Scullys Job. Genau das will man aber gar nicht so ausführlich sehen; vielmehr dienen diese Szenen dazu, die dünne Geschichte auf Spielfilmlänge zu strecken.
Chris Carter beweist wenig hang zu Neuem. Vergleichbare Handlungen in vergleichbarem Umfeld gab es bereits zahlreich, jede CSI-Folge ist spannender und kreativer gestaltet. Der Großteil des Plots weckt beim Zuschauer wenig Interesse, lediglich die Hoffnung auf eine überraschende Wendung hält bei der Stange. So bleibt am Ende nur große Enttäuschung übrig und die Hoffnung, die X Akten blieben für immer geschlossen. |