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Henry Poole - Vom Glück verfolgt(Henry Poole Is Here, 2008)
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nicht bekannt DVD: 05. Februar 2009
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Premiere: |
21. Januar 2008 (Sundance Film Festival, USA) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Komödie, Drama |
| Länge: |
95 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Luke Wilson (Henry Poole), Radha Mitchell (Dawn), Adriana Barraza (Esperanza), George Lopez (Father Salazar), Cheryl Hines (Meg), Richard Benjamin (Dr. Fancher), Morgan Lily (Millie Stupek), Rachel Seiferth (Patience), Beth Grant (Josie), Earl Carroll (Mr. Lawrence) |
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Regie:
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Mark Pellington |
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Drehbuch:
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Albert Torres |
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 Inhalt
Als Henry Poole erfährt, dass er nur noch sechs Wochen zu leben hat, schmeißt er seinen Job hin, verlässt seine Verlobte und seine herrische Mutter. Poole möchte seine letzten Tage in Ruhe verbringen und kauft sich ein Haus in einer Vorstadt von Los Angeles. Dort lernt er seine neuen Nachbarn Esperanza, Dawn Stupek und deren Tochter Millie kennen. Pooles Leben scheint in Ruhe zu Ende zu gehen, bis eines Tages ein Wunder geschieht, das alles verändert. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Florian Lieb
Mit Arlington Road lieferte Musikvideoregisseur Mark Pellington 1999 einen beklemmenden Verschwörungsthriller, konnte jedoch mit dem Mystery-Thriller Die Mothman Prophezeihungen - Tödliche Visionen die in ihn geweckten Erwartungen nicht erfüllen. In den Jahren darauf widmete sich Pellington wieder den Musikvideos, ehe er jetzt mit Henry Poole - Vom Glück verfolgt ein beachtliches Comeback feiert, welches jedoch weitestgehend unbemerkt blieb.
Es ist ein sehr ruhiger Film, den Pellington hier erschaffen hat. Gerade die Exposition der Figuren und die Prämisse des Films sind ausgesprochen unaufgeregt in Szene gesetzt. Auch wenn es nicht direkt gleich ausgesprochen wird, so riecht man als Cineast doch recht schnell, was Henry Poole in das etwas vernachlässigte Haus verschlägt. Und auch wenn Pellington und Torres Henry anschließend jede Menge Alkohol konsumieren lassen, verkommt der Film zu keinem Zeitpunkt im ersten Akt zu einem zweiten Leaving Las Vegas. Im Gegenteil, der Alkoholkonsum dient eher der Einführung der passend benannten Figur Patience, die als einer der Steine des Anstoßes gilt, die für Henrys Katharsis sorgen.
Entgegen dem, was man erwarten würde, ist Henry Poole - Vom Glück verfolgt weit weniger von christlicher Metaphorik durchtränkt als es die Prämisse andeutet. Der Wasserfleck-Jesus ist weniger Pilgerstätte als vielmehr Symbol der Hoffnung, in diesem Fall eben die an ein christliches Wunder. Dass hier Menschen geheilt werden, wie Patience von ihrer Hornhautverkrümmung, ist eher eine Metapher am Rande. Denn wie man am Beispiel von Millie sieht, die nach dem Verschwinden ihres Vaters aufgehört hat zu sprechen, hat der Wasserfleck im Grunde nichts mit ihrer "Heilung" zu tun. Diese verdankt sich eher der Hoffnung, dass mit Henry eine neue Vaterfigur in ihr Leben und auch in das ihrer Mutter Dawn tritt.
Allerdings will nicht so wirklich klar werden, wieso sich Henry so dagegen sträubt, an die Hoffnung oder ihre bildhafte Umsetzung im Antlitz Jesu Christi zu glauben. Wieso er sich nicht zugestehen will, an eine Heilung für seine Krankheit zu glauben. In einer Szene steht er kurz davor, den Wasserfleck, der zuvor schon Patience geheilt hat, zu berühren, bricht die Aktion jedoch mit Tränen in den Augen ab. Vielleicht will er nicht neue Hoffnung aufkeimen lassen, die dann doch nicht erfüllt wird. Wirklichen Einblick in sein Innenleben erhält das Publikum aber nicht, was Henrys Verhalten insofern dann doch etwas befremdlich erscheinen lässt. Denn immerhin gibt er sich romantischer Momente mit Dawn hin, im Wissen, nur noch wenige Wochen zu leben.
Die plötzlich existente romantische Verbindung zwischen Dawn und Henry wirkt auch etwas verstörend, reagierte Dawn wenige Szenen zuvor doch noch recht abweisend. Dabei hätte sich Pellington bei seiner Laufzeit durchaus mehr Zeit lassen können, um die Beziehung dieser beiden Figuren zu etablieren. Nichtsdestotrotz ist Henry Poole - Vom Glück verfolgt eine ansprechende Handlung gelungen, die zu unterhalten und zu amüsieren weiß, aber hauptsächlich doch von ihren großartigen Schauspielern getragen wird. Allen voran gefällt Adriana Barraza und spielt zeitweise den ebenfalls überzeugenden Luke Wilson in ihren gemeinsamen Szenen an die Wand. Letztlich kann man wohl durchaus sagen, dass sich Pellingtons letzter Film einen deutschen Kinoauftritt - und nicht nur eine DVD-Auswertung - verdient gehabt hätte.  Weitere interessante Filme
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