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Wir schreiben das Jahr 1999, ein bis dato ungekannter Regisseur und Autor meldet sich mit einem Paukenschlag zu Wort. Sein Name: M. Night Shyamalan. Sein Film: The Sixth Sense. Der Streifen über den Jungen, der die Toten sieht, sorgt auf der ganzen Welt für Furore und macht auch den kleinen Haley Joel Osment zum Star. Die Klasse von The Sixth Sense wurde von der Academy untermauert, die ihn mit sechs Nominierungen bedachte.
M. Night Shyamalan lässt es in seinem Film gemächlich angehen, die Charaktere werden in aller Ruhe vorgestellt und die Handlung verläuft eher schleppend. Man wird recht ausführlich über das Leben von Psychologe Malcolm Crowe und von seinem Patienten Cole Sear informiert. Trotzdem wartet der Zuschauer gebannt auf die Lüftung der Geheimnisse, die der Film vor sich herschiebt, wie ein Totengräber die Dungkugel. Der Dialog, in dem Cole sein Geheimnis verrät, ist quasi der Startschuss zum phänomenalen Schlussakt. Zusammen mit Psychologe Malcolm kommt der Junge hinter die Geheimnisse seiner Gabe und lernt mit ihr umzugehen. Das Ende des Films stellt dann die komplette Handlung auf den Kopf und bringt den genialen Geist von M. Night Shyamalan zum Vorschein. Dieses Ende ist wahrlich die würdige Krönung eines perfekt inszenierten Horrorthrillers, dem es an nichts mangelte. Einen großen Anteil an der Überzeugungskraft von The Sixth Sense haben die beiden Hauptdarsteller Bruce Willis und der bereits oben erwähnte Haley Joel Osment. Bruce hat sich mit seiner Vorstellung endgültig aus der Stirb Langsam-Schublade katapultiert und kann sich zu Recht als gestandener Schauspieler bezeichnen. Die Chemie zwischen ihm und dem kleinen Haley Joel stimmte und weckte in dem Jungen ungeahnte Fähigkeiten. Denn teilweise spielte der kleine Haley den großen Bruce regelrecht an die Wand und ließ ihn richtig alt aussehen. Er überzeugte in der Rolle des geräderten und verängstigersten Jungen dermaßen, dass dem Zuschauer schon Angst und Bange wurde.
Mit The Sixth Sense ist Regisseur und Autor M. Night Shyamalan ein großer Wurf gelungen, der Film kann in allen Belangen überzeugen. Sei es die Story, die Inszenierung oder die Schauspieler, alles stimmt und passt perfekt zusammen. Um die Perfektion der Inszenierung in ihrem ganzen Ausmaß zu erleben muss man sich den Film zweimal ansehen. Spätestens dann wird man auf die Knie fallen und M. Night Shyamalan danken. |