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Dieser Film lebt einzig und allein von den kleinen Momenten seiner Darsteller. Es haben sich ja eine ganze Menge sympathischer Hollywood-Stars für America's Sweethearts vor der Kamera versammelt und ich für meinen Teil sehe eigentlich jeden einzelnen von ihnen immer wieder gern. Angefangen von Julia Roberts, die dank ihres berüchtigten $20 Millionen Lächelns auch mit 30 Kilo Übergewicht noch um einiges attraktiver wirkt als ihre böse Filmschwester Catherine Zeta-Jones, über John Cusack, der diesmal leider nicht ganz so viel von seinem Talent zeigen darf wie zuletzt in High Fidelity, aber trotzdem unglaublich cool rüber kommt, bis hin zu Billy Crystal, aus dessen Feder auch das Drehbuch stammt.
Nicht zu vergessen die vielen spaßigen Nebendarsteller: Hank Azaria hat als eifersüchtiger Spanier die Lacher eindeutig auf seiner Seite, gleiches gilt für Seth Green der hier Lee's unfähigen Assistenten Danny verkörpert. Ein Mann schießt wie so oft in letzter Zeit den Vogel ab: Christopher Walken. Nach seinem überraschenden Auftritt in FatBoy Slim's letztem Musicvideo, erscheint Walken diesmal als unberechenbarer Hippie-Regisseur. Man merkt dem Mann einfach an, daß er seine Arbeit mittlerweile nur noch zum Vergnügen macht und nicht um irgendwem irgendwas zu beweisen.
Leider läßt das Drehbuch des Films ein wenig zu wünschen übrig. Billy Crystal konnte sich wohl nicht so recht entscheiden ob er nun eine Satire über das Filmgeschäft oder eine Romantic-Comedy schreiben wollte und so geht America's Sweethearts einfach eine Art Mittelweg, ist dabei jedoch als Satire nicht böse genug, als Romanze nicht romantisch genug und als Comedy nicht lustig genug. Der Zuschauer kann sich bereits nach wenigen Minuten ausrechnen wie die Story am Ende ausgehen wird, Überraschungen gibt es so gut wie keine und die Gags sind zum größten Teil schon so ausgelutscht, daß sie bei den Zuschauern nur äußerst verhaltene Lacher hervorrufen können.
Der Film kommt während seiner 102 Minuten zu keinem Zeitpunkt richtig in die Gänge und so wirkt das massenweise vorhandene Talent der Schauspieler über weite Strecken hinweg total verschenkt. Es hat zwar jeder einzelne von ihnen mindestens eine wirklich gute Szene, aber bei so einer Besetzungsliste ist das einfach zu wenig. Wenn man bedenkt, zu was die Beteiligten dieses Films theoretisch im Stande gewesen wären, ist das Ergebnis doch mehr als dürftig. Die Entscheidung ob man sich nun seine/n Freund/in schnappen und zwei Tickets für America's Sweethearts erwerben sollte oder es doch lieber bleiben läßt, hängt also einzig und allein von der Frage ab: Sind einem die Schauspieler sympathisch genug, um ihnen knapp zwei Stunden dabei zuzusehen wie sie etwas machen, daß einen die meiste Zeit über gar nicht interessiert? |