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Der Mond und andere Liebhaber(Der Mond und andere Liebhaber, 2008)
| Dt.Start: |
24. Juli 2008
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Premiere: |
22. Juli 2008 (Deutschland) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
103 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Katharina Thalbach (Hanna Lottner), Fritzi Haberlandt (Dani), Birol Ünel (Gansar), Steffen Scheumann (Knuti), Andreas Schmidt (Siggi), Detlev Buck (LKW-Fahrer), Kai Maertens (Günter), Christine Hoppe (Ärztin), Sarah Blasskiewitz (Karla Lottner), Özgür Özata (Özgür), Uwe Dag Berlin (Chef des Callcenters), Frank Lienert (Psychologe), Victor Choulman (Witali), Uwe Hassbecker (Uwe Haßbecker), Rainer Gruß (Papa Tankstelle), Anne-Else Paetzold (Standesbeamtin), Juliane Meyerhoff (Mama Tankstelle) |
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Regie:
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Bernd Böhlich |
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Drehbuch:
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Bernd Böhlich |
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 Inhalt
Hanna arbeitete lange Zeit in einer Kosmetikfabrik, doch diese wird irgendwann abgerissen. Was ihr bleibt, sind Koffer voll mit Parfüm. An einer Tankstelle bekommt sie einen neuen Job, doch auch dort wird sie nicht. Also beschließt sie einen Koffer Parfüm zu packen und eine Reise in die Türkei zu unternehmen. Dort trifft sie auf Gansar und verliebt sich auf den ersten Blick. Doch Gansar ist vergeben und so lässt sie sich auf eine Bindung ein, obwohl sie weiß, dass es doch niemals ein Happy End für sie beiden geben wird. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Weiterzumachen wenn alles Licht schwindet, das zeugt von großer innerer Stärke. Hanna hatte noch nie viel Glück. Ihre besten Jahre sind vorbei und immer noch ist sie auf der Suche nach der großen Liebe, dem Mann, der für sie alles bedeuten soll. Mit den Jobs lief es auch nicht besonders gut. Irgendwie findet Hanna aber immer einen Weg weiterzumachen. Eine Tragikkomödie ohne echte Komödienqualitäten, bevölkert mit eindimensional unreifen Figuren, die sich selber fortwährend im Weg stehen.
Weit weg wie der Mond, das sind Hannas (Katharina Thalbach) unerfüllte Sehnsüchte. Und es wird trotz allen Mühens nicht besser. Als der Kosmetikbetrieb, bei dem sie beschäftigt ist, pleite macht, reißt sie sich kurzerhand einiges von der Ware unter den Nagel und versucht ihr Glück als fliegende Händlerin. Das Geschäft läuft nicht wirklich gut. Glücklicherweise stehen ihr die beste Freundin Dani (Fritzi Haberland) und die beinahe erwachsene Tochter Karla (Sarah Blaßkiewitz) zur Seite. Mit letzterer fliegt Hanna in den Urlaub, in die Türkei, um sich ein wenig von der Tristes des Alltags abzulenken und erwischt prompt die einzig verregneten Tage im Jahr. Einziger Urlaubshöhepunkt wird ein flüchtiges amouröses Intermezzo, bei dem sich viel von emotionaler Verzweiflung offenbart.
Hannas Sinnsuche scheint sich zentral um dieses eine Thema zu drehen: Einen Kerl zu finden, die einzig große und wahre Liebe. Immer wieder wirft sie sich Männern an den Hals, findet aber nie das Glück, welches sie begehrt. Das Leben meint es einfach nicht gut mit ihr. Es gibt noch mehr Rückschläge: Hanna verliert einen geliebten Menschen und macht sich fortan furchtbare Vorwürfe. Ein Wendepunkt und man würde mitfühlen, wenn es kurze Zeit später nicht in gewohnter Manier infantil weitergehen würde. Zwischen aller Tragik begegnet ihr dann doch noch die große Liebe in der Person des Pakistani Gansar (Birol Ünel). Dieser hat aber schon eine Familie und Hanna bleibt abermals zurück. Um nicht endgültig alleine Alt zu werden, entschließt sie sich zu heiraten. Eine reine Kopfentscheidung. Doch ihre fernen Sehnsüchte lassen Hanna nicht zur Ruhe kommen.
Die Handlung dieser deutschen Produktion ist in den neuen Bundesländern angesiedelt. Dialekt und Ost-Cola in den Regalen geben gleich Auskunft darüber. Trotz allen "Aufbaus" hinkt das Leben dort einfach hinterher und die Chancen sind nach wie vor ungleich verteilt. Inmitten dieses kargen Landes agieren die Charaktere von Der Mond und andere Liebhaber zwischen Sinnsuche und hoffnungsloser Aufbruchstimmung. Die Tragik in den Handlungen der Figuren dominiert das Geschehen und Hoffnung ist leider nicht das vorantreibende Prinzip, sondern vielmehr der verzweifelte Ausweg.
Unwillkürlich fragt man sich, ob Regisseur Bernd Böhlich bei der Umsetzung dieser Story die Charaktere mit Absicht unreif und emotional zurückgeblieben zeichnet oder sich ein tieferer Sinn hinter allem verbirgt. Respekt zollen kann man einem Menschen, der trotz aller Rückschläge weitermacht, leider relativiert sich die Anteilnahme schnell, wenn man feststellt, dass die Hauptfigur mit Ende 50 wie eine 16-jährige agiert. Komödienhaft wirkt dies wenig, und die Tragik entsteht überwiegend aus völlig unreflektierten und teils übermotivierten Handlungen.
Selbstverständlich ist es legitim nach Glück zu streben. Der Reifezustand eines Menschen offenbart sich in der Einsichtigkeit seinen Wünschen und Handlungen gegenüber. Hier hapert es eindeutig. Die Grundstimmung bleibt melancholisch, schwermütig und die umgebende öde bis depressive Szenerie unterstreicht alles obendrein atmosphärenhaft. Skurril zu überzeichnen mag das Ziel der Macher des Streifens gewesen sein, Komik oder einen Funken echter Hoffnung vermag man aber nicht zu finden. Zwischen Fremdschämen und Kopfschütteln unterdrückt man den Impuls den Saal vorzeitig zu verlassen und hofft eigentlich nur, dass niemand "dort draußen" existiert, der durchs Leben torkelt wie Hanna oder unverschuldet ein ähnliches Schicksal teilt. Diesen "Blick nach unten" kann man sich höchstens als mahnendes Beispiel antun.  Weitere interessante Filme
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