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Mirrors

(Mirrors, 2007)

Dt.Start: 30. Oktober 2008
DVD: 03. März 2009
Premiere: 18. Dezember 2007 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror
Länge: 111 min Land: USA
Darsteller: Kiefer Sutherland (Ben Carson), Paula Patton (Amy Carson), Cameron Boyce (Michael Carson), Erica Gluck (Daisy Carson), Amy Smart (Angela Carson), Mary Beth Peil (Anna), John Shrapnel (Lorenzo Sapelli), Jason Flemyng (Larry Byrne), Tim Ahern (Dr. Morris), Julian Glover (Robert Esseker), Josh Cole (Gary Lewis), Ezra Buzzington (Terrence Berry), Aida Doina (Rosa), Darren Kent (Jimmy Esseker)
Regie: Alexandre Aja
Drehbuch: Alexandre Aja, Gregory Levasseur


Inhalt

Ben Carson ist Polizist, doch nach einer fatalen Fehleinschätzung, die einen Kollegen das Leben kostete, musste er den Beruf an den Nagel hängen. Von seiner Familie entfernt er sich seither zunehmend. Um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, nimmt er eine Stelle als Nachtwächter eines Kaufhauses an. Das Gebäude wurde nach einem Brand geschlossen. Während seiner Touren durch das alte Gemäuer, fallen Carson die unversehrten Spiegel auf, in denen sich seltsame Dinge abspielen. Bald lassen ihn diese nicht mehr in Ruhe und er muss, um seine Familie zu retten, die Wahrheit dahinter aufdecken.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Mirrors hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 74%
Kurzkritik
von Lutz Granert
Wertung von 67 für Mirrors

Effektvolles Remake eines südkoreanischen Horrorfilms, der sein psychoanalytisches Potenzial um den Dualismus Spiegelbild-reale Welt und philosophische Gedanken um das Erkennen des Selbst nicht ausschöpft. Für eine 08/15-Erklärung um gefangene Dämonen entschädigt ein überraschendes Ende. Kiefer Sutherland (The Sentinel - Wem kannst du trauen?) gibt glaubwürdig den verzweifelten Familienvater, das Set Design insbesondere des alten Kaufhauses ist beeindruckend. Solide, da spannende und äußerst blutige Genrekost!

Kritik

von Daniel Licha
Mirrors hat eine Wertung von 80%
Schon wieder ein Remake eines asiatischen Horrorfilmes, nein danke.... wer mit diesen Gedanken in Alexandre Ajas neuestes Werk geht, wird seine Meinung schnell ändern, denn ihm gelang ein spannender, sehr stimmungsvoller Film, der mit einer nötigen Ruhe erzählt wird, eine stimmige Handlung zu bieten hat und mit Kiefer Sutherland einen Hauptdarsteller aufbieten kann, der den Film fast im Alleingang trägt.

Bild aus Mirrors Remakes von asiatischen Horrorfilmen sind nach wie vor hoch im Kurs. Dabei scheint das Motto Quantität vor Qualität weiterhin Bestand zu haben. So wurden wir dieses Jahr schon Zeuge wie Hollywood mit Filmen wie Shutter - Sie sehen Dich, The Eye oder Tödlicher Anruf die Neuinterpretation der durchweg gelungenen Originale in den Sand setzte. Doch der Regisseur hinter diesem Film macht Mut, denn Alexandre Aja konnte mit seinem hochgelobten High Tension für einen der besten Horrorfilme der letzten Jahre sorgen und auch sein Remake zu The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen konnte sich sehen lassen.

Der ehemalige Polizist Ben Carson steckt in schweren Familienproblemen, so steht die Scheidung unmittelbar bevor und, um auch weiterhin für seine Kinder Sorgen zu können, muss er einen Job als Nachtwächter in einem abgebrannten Kaufhaus annehmen. Bei seinen Rundgängen fällt seine Faszination schnell auf die unversehrten Spiegel des Gebäudes die scheinbar ein Eigenleben besitzen, denn sie und sein eigenes Spiegelbild terrorisieren den ehemaligen Cop und bringen zudem auch das Leben seiner Familie in Gefahr.

Wer das Original Into the Mirrors kennt, wird schon bei der Inhaltsangabe feststellen, dass nur wenig vom Originalskript übrig geblieben ist. So ändert Aja hier komplett das Szenario von einem hochmodernen Gebäudekomplex im Original zu einer abgebrannten Bruchbude. Aber auch sonst gibt es einige Änderungen die dem Film gut zu Gesicht stehen, denn das häuftigste Problem, das ein Genrefilm wie dieser hat, ist seine Plausibilität: Wenn bspw. das Opfer schon alles in seiner Macht stehende tut um den Spiegeln zu helfen... warum morden diese dann weiter in seinem Umfeld? Gerade das wurde hier durch die, zwar nicht sonderlich spektakuläre, aber immerhin stimmige Auflösung gut gelöst. Gleiches gilt für das eigentliche Ende des Filmes, bei dem man zu Beginn sich fast noch die Hände über den Kopf zusammengeschlagen hätte, welches aber dann doch noch die Kurve kriegt und den Zuschauer mit einem positiven Abschluss aus dem Saal entlässt.

Dass Aja Filme inszenieren kann, hat er mit seinen letzten beiden Werken schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt und auch hier kann sich seine Regiearbeit sehen lassen. Neben dem stimmungsvollen Opening, dem düsteren Setting mit den beeindruckenden Spiegelbauten schafft er es trotz der für seine Verhälnisse sehr ruhigen Inszenierung durchweg Spannung zu erzeugen. So wird der Zuschauer wie sein Hauptprotagonist im Dunkeln gelassen, bekommt nur spärlich ein paar Häppchen hinzugeworfen und kann damit miträtseln, was es mit den mysteriösen Spiegeln auf sich hat. Aber auch die Aja-Fans können beruhigt sein, so gibt es ein bis zwei Szenen in denen sich der Gore-Regisseur richtig austoben darf, besonders die Badewannenszene ist nichts für sanfte Gemüter und so dürfte es zu bezweifeln sein, ob es diese Szene ungekürzt in die finale deutsche Kinoauswertung schaffen wird.

Mirrors würde jedoch nur halb so gut funktionieren, wenn man keinen Hauptdarsteller verpflichtet hätte, der einen Film im Alleingang tragen kann. Wer ist dafür besser geeignet als Kiefer Sutherland, der mit seiner TV-Show 24 einen zweiten Frühling erlebt hat und sich nun an einem Kinocomeback versucht. Dieses ist ihm auch gelungen, so spielt er den heruntergekommenen Ex-Cop mit einer unglaublichen Intensität und Zerrissenheit, die einfach nur beeindrucken kann. Zwar muss man gestehen, dass er ab und an in seinen Jack Bauer Modus verfällt, doch wirklich krumm nehmen kann man ihm das auch nicht, sorgen diese Momente doch für kurzweilige Auflockerung. Der restliche Cast ist mit Paula Patton und Amy Smart zwar auch prominent besetzt, hat jedoch keine wirkliche Chance zum Glänzen und versteckt sich ehrfürchtig hinter der One-Man-Show von Kiefer Sutherland.

Alexandre Aja ist genau das geglückt, was seit Gore Verbinskis Ring und mit Abstrichen noch Takashi Shimizus Der Fluch - The Grudge gelungen ist: Ein stimmungsvolles Remake eines asiatischen Horrorfilmes, das sein Original nicht nur stumpf und schlecht kopiert, sondern die Geschichte schön atmosphärisch erzählt, spannend ist und ja, man mag es kaum glauben, sein Original noch mal ein ganzes Stück übertrifft.



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