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96 Hours

(Taken, 2008)

Durchschnittliche Redaktionswertung

77%



Inhalt

Der ehemalige Topagent Bryan bemüht sich vergeblich um Nähe zu seiner siebzehnjährigen Tochter Kim, die seit der Scheidung bei seiner Exfrau lebt. Auf einer Europareise gerät Bryans Tochter zusammen mit einer Freundin in die Fänge von Menschenhändlern. Durch ein Telefonat mit Kim wird Bryan Zeuge des brutalen Kidnappings. Nun liegt es an ihm innerhalb von 96 Stunden seine Tochter aus der international operierenden Schlepperorganisation zu befreien, bevor es für eine Rettung zu spät ist.

Kritik

von Julian Reischl

Wertung Kritik

90%

Ein harter Actionthriller mit Starbesetzung und internationalen Schauplätzen: Was mehr kann man denn wollen? Die zunächst recht simpel anmutende Handlung verkompliziert sich bald, doch fördert dies nur die Spannung. Großes internationales Kino, inszeniert von Regie-Newcomer Pierre Morel, produziert von Frankreichs Erfolgsgarant Luc Besson.

Bild aus 96 Hours Bryan, geschiedener Geheimagent im Ruhestand, hat es nicht leicht im normalen Leben: Seine Ehe ging vor langer Zeit in die Brüche, zu seiner Tochter Kim hat er nicht so den rechten Draht, nur die alten Kameraden aus Bryans aktiver Zeit - alle mit ähnlichen Problemen - kommen ab und zu mal auf ein paar Bier rüber. Um nicht völlig untätig zuhause zu sitzen, arbeiten Bryan und seine Kumpels auch als Anbieter von gehobenen Security-Diensten, was sie aber als vergleichsweise stumpfsinnigen Job empfinden.

Bryan ist gar nicht begeistert, als Kim ihm eröffnet, zusammen mit ihrer Freundin Amanda nach Paris reisen zu wollen: Er verbietet seiner Tochter die Auslandsreise kurzerhand. Doch da die große weite Welt für normale Menschen im Allgemeinen nicht so gefährlich ist wie für Geheimagenten, sorgt Lenore, Kims Mutter, dafür, dass Bryan dann doch noch zähneknirschend zustimmt. Doch nur unter strengen Auflagen. Wie Teenager nun mal so sind, muss Bryan nach der Abreise seiner Tochter feststellen, dass Amanda und Kim doch nicht vorhaben, länger in deren elterlicher Luxuswohnung in Paris zu bleiben, um Museen zu sehen, sondern der Europatour von U2 nachreisen werden. Doch noch bevor Bryan seine Tochter telefonisch zur Rede stellen kann, kommt sowieso alles anders:

Während Kim von Paris aus ihren Vater erstmals anruft, bekommt sie mit, wie wenige Zimmer weiter Amanda brutal überfallen wird und gerät in Panik. Nur durch Bryans sofortiges Handeln kann sie ihrem Vater noch einige letzte Details zu den Tätern durchgeben, bevor auch sie entdeckt und verschleppt wird. Bryan zögert natürlich keine Sekunde, setzt sich in den nächsten Flieger nach Frankreich und nimmt noch am Flughafen die Spur seiner Tochter auf. Während der amerikanische Ex-Agent in der Stadt der Liebe eine Spur der Verwüstung hinterlässt, droht Amanda und Kim ein Schicksal der Zwangsprostitution durch erzwungene Drogengabe. Die französischen Behörden finden sich selbst auch in keinem besonders guten Licht wieder: Wenn ein determinierter Ausländer in wenigen Stunden effektiver und umfassender ermittelt und handelt, als die lokale Polizei das selbst in einigen Jahren nicht vermochte, sieht das nicht besonders gut aus.

Der rasante Actionthriller aus der Feder von Erfolgsproduzent Luc Besson wurde von Pierre Morel inszeniert, einem jungen französischen Regisseur, der Besson schon mit der Regie von Ghettogangz - Die Hölle vor Paris und der Kameraarbeit zu Unleashed - Entfesselt beeindruckt hat. Morel wählte einen sehr schnellen Takt und Handlung ohne viel Gerede, sowie prägnante Einstellungen ohne großen Kamera-Schnickschnack und reißt so die Zuschauer förmlich an der Hand mit durch Paris. Liam Neeson glänzt als nicht mehr ganz junger Agent mit Erfahrung und Gespür, fast der ganze Film wird aus seiner Perspektive erzählt.

Das Besondere an dieser und den meisten anderen Besson-Produktionen ist der Beweis, dass großes internationales Erfolgskino sehr wohl außerhalb der USA spielen und funktionieren kann, ohne gleich als internationaler Independent-Film abgestempelt zu werden. Gerade die Agenten-Thematik schreit ja geradezu nach internationalen, exotischen Schauplätzen, was hier mit Bravour exerziert wird.

Bei 96 Hours begibt sich der Zuschauer auf einen harten, schnellen Ritt durch die internationale Kriminalität. Dass die Filmhandlung nicht frei erfunden, sondern nicht unähnlich tatsächlich täglich passiert, lässt es dem Zuschauer bei fast jeder Szene kalt den Rücken hinunterlaufen. Ein absolut empfehlenswerter, harter Actionthriller ohne Kompromisse.

Kurzkritik

von Albert Imroth

Wertung Kurzkritik

92%

Ein Erfolg, mit dem so keiner gerechnet hat, war diesem selten geradlinigen Actionthriller in der Tradition des Klassikers Ein Mann sieht rot beschert. Und das völlig zurecht! Die simple Story des Mannes, der sich kompromisslos durch Paris schießt und prügelt, um seine Tochter zu retten, ist zwar inhaltlich kein großer Wurf, aber wie das hier erzählt wird, ist so klassisch, dass es im aktuellen Actionkino schon wieder frisch anmutet. Es gibt grundsolide handgemachte Fights und Verfolgungsjagden, bei denen die Stunts keine hochstilisierten Schauwerte, sondern notwendige Mittel sind, um die Rasanz zu erhöhen. Dabei sticht ganz besonders Liam Neeson heraus, der (bis dato) nicht gerade als Actiondarsteller bekannt war, aber mit seinen 56 Jahren eine unglaublich physische Performance abliefert. Damit kann er es nicht nur locker mit den Vin Diesels und Dwayne Johnsons des Kinos aufnehmen, sondern erweitert das Klischee des ultraharten monogesichtigen Rächers dank seiner mimischen Qualitäten noch um eine emotionale und sehr realistische Facette. Mit Sicherheit der beste Thriller "von den Machern von Transporter" der letzten Jahre.

Kurzkritik

von Reinhard Staupe

Wertung Kurzkritik

50%

Wenn man dem Film halbwegs was abgewinnen will, muss man 3 Dinge tun. 1. Sich mit Kumpels verabreden. 2. Nicht nach Sinn, Verstand und Logik fragen. 3. Passende Sprüche in den Action-Quark schleudern. Bryan ist seines Zeichens ein abgehalfterter Ex-US-Agent-Rambo-Luky-Luke und hat's ja gleich gewusst. Seine 17-jährige Tochter, die bei der unsympathischen Exfrau und dem ultra reichen Neupapa lebt, darf auf keinen Fall mit einer Freundin nach Paris. Alter, PARIS - die Hölle, viel zu gefährlich. Und zack, wird sie gleich bei der Ankunft von albanischen Menschenschleppern entführt. Jetzt wird Bryan böse, schließlich ist seine Tochter sein (entfremdetes) Heiligtum. Also rein in den Privatjet und ab nach Sodom. Von nun an ist Bryan nicht mehr zu stoppen. Er ist der Beste, der Stärkste, der Tödlichste. Und gewiss hat er auch den Längsten. Leichen im Minutentakt. Albaner, Franzosen, egal. Nebenher noch ein wenig Elektrofolter, Autoraserei, Schutt und Asche. Und zum Schluss die Araber auf der Yacht. Klar, denn die ersteigern die geklauten Mädels für Unsummen. Happy-End. Eifelturm wackelt, aber steht noch.



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