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Er ist eine Legende: Arnold Schwarzenegger in Der Terminator! Jetzt wird die erfolgreiche Action-Reihe fortgesetzt und auch heute ist es laut und kracht. Der große Unterschied zu "früher" ist aber die Qualität, denn Terminator: Die Erlösung enttäuscht in fast jeder Disziplin. Angefangen bei der Story über die Darstellerleistungen bis hin zur Spannung, alles wirkt grau in grau ohne wirklich hervor zu stechen. So kann man keine neuen Fans gewinnen und auch die alten eingefleischten werden sich distanzieren, damit hat McG vielleicht das Ende einer großartigen Idee eingeleitet!
Es wird wohl wieder einige Beschwerden geben. Über mich, über meine Meinung und meine Kritik, denn natürlich wollen viele nicht wahrhaben, dass dieser Film so schlecht sein soll, wie ich es in den kommenden Absätzen beschreibe. Auch ich selbst erwartete ein Action-Feuerwerk mit fantastischen Darstellern, tollen Effekten und freute mich auf die lang ersehnte Weiterführung der Geschichte um John Connor und den Kampf der Menschen gegen Skynet. Scheinbar erwartete ich zu viel, doch wenn man sich entschließt, eine so bekannte, tiefgehende und packende Geschichte weiter zu erzählen, dann muss einem bewusst sein, worauf man sich einlässt. Die Verantwortlichen um McG nahmen das scheinbar auf die leichte Schulter, denn der jetzt gezeigte Terminator: Die Erlösung trampelt auf den Erwartungen, Gefühlen und Erinnerungen der Fans rum und wird auch "Neuzugänge" enttäuschen, da er eben nicht diese einzigartige Atmosphäre transportiert, sondern nur abspult, was bereits zig andere Action-Produktionen in den vergangenen Jahren präsentiert haben.
Die Präsentation der Firmenlogos lässt einen noch erschauern, denn wie schon im Trailer werden die Bilder mit ruhiger aber durchdringender Musik untermalt und dann kommt der Vorspann, dessen Bilder sich immer wieder um die Buchstaben schlängeln, auf die die Fans seit sechs Jahren sehnsüchtig warten: Terminator: Die Erlösung. Mit dem typischen und so unglaublich packenden "Terminator-Jingle" stehen sie da und schon regt sich auch meine Gänsehaut und die Nackenhaare stellen sich auf - was für eine Freude hier zu sein und endlich den Film zu dem vielversprechenden Trailer zu sehen! Doch schon wenige Minuten später ist klar: Die kommenden zwei Stunden werden eine große Enttäuschung!
Je weiter der Film dann fortschreitet umso dramatischer wird die Enttäuschung über McG, über die Drehbuchautoren, die scheinbar trotz Terminator 3 - Rebellion der Maschinen nicht gelernt haben, was die Kernelemente der Story sind, aber auch Unmut über den hochgelobten Christian Bale macht sich breit. Gerade um ihn kursierten viele Gerüchte in der Entwicklung - welche Rolle wird er übernehmen und wurden wirklich grundlegende Änderungen am Drehbuch vorgenommen, nur weil er John Connor spielen wollte?
Terminator: Die Erlösung soll sich um John Connor drehen, der an vorderster Front der Widerstandbewegung kämpft, aber nicht deren Anführer ist - noch nicht. Dennoch wird er von allen Kämpfern als der Schlüssel zum Sieg gegen die Maschinen gesehen und sie hören auf seine Funksprüche mit denen er sich zum Teil gegen die Entscheidungen der Führung auflehnt. Warum man diese sonst so Aura-umgebene und schützenswerte Figur jetzt zum Zwecke der Action so "verheizt" bleibt wohl das Geheimnis der Macher, denn Bale scheint in seiner zu unausgegorenen Rolle gar keine Möglichkeit zu haben, sein vorhandenes Können auszuspielen.
Nicht zu verzeihen sind auch die Logik- und Mythologie-Fehler, die gerade den eingefleischten Fans auffallen werden, denn in einigen Szenen passen Voraussetzungen der ersten Trilogie nicht mit den nun scheinbar schnell hingeworfenen Begebenheiten des vierten Teils zusammen und sorgen für ordentlich Zündstoff gegenüber den Drehbuchautoren.
Abgesehen von den geschichtlichen Aspekten sieht Terminator: Die Erlösung aber auch für sich alleinstehend nicht besonders gut aus: Die Spannung wirkt höchstens punktuell und kann keineswegs über die vollen zwei Stunden retten. So entsteht eine stumpfe Aneinanderreihung von Action-Sequenzen, die nichts Neues zeigen und sich dreist bei anderen Blockbustern bedienen. Insgesamt verirrt man sich im Einheitsbrei der Hollywood-Actionstreifen und das ist für einen Terminator-Film einfach zu wenig! |