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Dance for all(Dance for all, 2008)
| Dt.Start: |
11. September 2008
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Premiere: |
11. September 2008 (Deutschland) |
| FSK: |
nicht bekannt
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Genre: |
Dokumentation |
| Länge: |
92 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Philip Boyd, Phyllis Spira, Zandile Constable, Nqaba Mafilika, Theo Ndindwa, Miss Happy, Sindiswa Qaku, Delia Deliwe Tsaya, Silumko Melville Silwana, Xola Putye, Mbulelo Jonas, Norma Mcinga, Wongi Mafiliko, Anna Mafilika, Miranda Mafilika |
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Regie:
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nicht bekannt |
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Drehbuch:
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nicht bekannt |
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 Inhalt
Die weltweit bekannte südafrikanische Ballerina Phyllis Spira und ihr Ehemann Philip Boyd starteten 1991 das Tanzprojekt "Dance for All" in den Townships von Kapstadt. Über 1000 Kinder wurden im Rahmen des Projekts schon in Ballett oder bestimmten Tänzen unterrichtet. Die Schicksale des Jungen Theo, dem es durch "Dance for All" gelang, aus den Townships heraus zu kommen, Nqaba, der mit einem sechswöchigen Balletttraining in San Francisco zum ersten Mal die Heimat verlässt und Zandile, die erst mit 12 Jahren zu dem Projekt stieß, stehen dabei im Fokus des Films. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Harald Witz
Viviane Blumenschein und Elena Bromund besuchen die weltbekannte Ballerina Phyllis Spira und ihren Ehemann Philip Boyd, die 1991 am Rande eines Ghettos im südafrikanischen Kapstadt das Sozialprojekt "Dance for All" ins Leben riefen, eine Tanzschule für Kinder aus ärmsten Verhältnissen. Die Filmemacherinnen porträtieren stellvertretend drei junge Talente, die auf dem Sprung zu einer internationalen Tanzkarriere stehen, und dokumentieren die Anstrengungen, die Hoffnungen, den Stolz und die Sehnsüchte der Menschen im südafrikanischen Ghetto und zeichnen damit ein sensibles und umfassendes Bild des schwarzen Kontinents.
Das Los der Menschen in den südafrikanischen Townships unterscheidet sich nicht viel von dem Schicksal vieler Menschen in Afrika. Trotz der Überwindung der Apartheid gibt es für sie in einer gefährlichen Umwelt aus bitterer Armut, Kriminalität, Drogen und Gewalt kaum Hoffnungen auf ein besseres Leben. Noch im letzten Jahr exerzierte das Dok-Filmfest München mit seinem Fokus Afrika die erbärmliche Situation der Menschen in vielen Ländern vor. In diesem Frühjahr berichtete Christa Graf in Memory Books - Damit du mich nie vergisst vom Leben Aids-infizierter Menschen in Uganda und referierte der Ex-Terrorist Wackernagel in Der Weiße mit dem Schwarzbrot über die Schwierigkeiten einer Hilfe für Afrika.
Fast möchte man alle Hoffnungen für die Menschen auf dem schwarzen Kontinent fahren lassen. Da stellen Viviane Blumenschein und Elena Bromund mit ihrer Dokumentation Dance for all ein Hilfsprojekt in einem Township in Kapstadt vor, das sich ebenso wagemutig wie geradezu surreal anhört. Noch zu Zeiten der Rassentrennung und -Diskriminierung eröffneten die weltbekannte Primaballerina Phyllis Spira und ihr Mann Philip Boyd die "Dance For All"-Akademie für Ballett am Rande eines Townships. Nun sind Ballett und Tanz nicht wirklich das, was man sich landläufig unter Entwicklungshilfe vorstellt. Aber das störte die beiden Star-Tänzer ebenso wenig, wie die landläufige Meinung, dass Ghettokinder mangels Tradition und Einfühlungsvermögen nicht fürs klassische Ballett geschaffen seien.
Seit 1991 bieten die Beiden kostenlose Kurse für die Kinder an und bildeten Tänzer und Tänzerinnen aus, von denen einige mittlerweile eine internationale Karriere verfolgen. Viviane Blumenschein und Elena Bromund wurden über Elenas ehemaligen Ballettlehrer auf das ambitionierte Projekt aufmerksam und teilen die Faszination für Tanz und den sozialen Hintergrund in Kapstadt. Ihre Dokumentation konzentriert sich zuvorderst auf die drei jungen Talente Theo, Nqaba und Zandile. Theo ist einer der Stars der Akademie. Er war fünf Jahre lang in London und will nun seine gesammelte Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. Nqaba hingegen darf nach 12-jährigem Training zu einer Fortbildung nach San Francisco reisen und ist deshalb ganz aus dem Häuschen. Die viel versprechende Zandile zu guter Letzt kam zwar spät zum Ballett, besitzt aber nach Einschätzung ihrer Mentoren die größte Begabung. Doch wie die meisten hier, war sie noch nie im Ausland oder auch nur in einer anderen Stadt. Sie hat Angst vor dem Sprung ins internationale Nass.
Neben den Porträts der Drei, ihres Lebens und ihres Alltags beleuchten die beiden Filmemacherinnen auch noch die nächste Generation um die quirligen Teenager Miss Happy und Silumko, die unbekümmert ihre Zukunft angehen, weil sie von der Vergangenheit noch unbelastet sind. Doch fängt die Kamera von Franz Lustig nicht nur den Alltag in der Akademie mit Training und Tanz ein. Mit zarter Zurückhaltung dringen die Macher auch ins Private vor, besuchen die Familien in den Townships, lassen Mütter von den Schwierigkeiten des Lebens und von den Hoffnungen für ihre Kinder berichten.
So entsteht, ohne aufdringlich zu sein, auch ein Bild eines Landes im Umbruch, wo die Menschen trotz bitterer Armut der Zukunft mit Zuversicht und Hartnäckigkeit begegnen. Gerade dieser Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass Phyllis Spira und Philip Boyd 2005 schliesslich ihren Traum von einer professionellen Company verwirklichen konnten. Ihre Youth Company bietet ihren besten Schülern eine echte Zukunft im Tanz an.  Weitere interessante Filme
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