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Blade

(Blade, 1998)

Dt.Start: 03. Dezember 1998
DVD: 06. September 1999
Premiere: 19. August 1998 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Action, Thriller
Länge: 115 min Land: USA
Darsteller: Wesley Snipes (Blade / Eric Brooks / 'The Daywalker'), Stephen Dorff (Deacon Frost), Kris Kristofferson (Abraham Whistler), N'Bushe Wright (Dr. Karen Jenson), Donal Logue (Quinn), Udo Kier (Vampire Elder Dragonetti), Arly Jover (Mercury), Traci Lords (Racquel), Kevin Patrick Walls (Officer Krieger), Tim Guinee (Dr. Curtis Webb), Sanaa Lathan (Vanessa Brooks), Eric Edwards (Pearl), Donna Wong, Carmen Thomas, Shannon Lee
Regie: Stephen Norrington
Drehbuch: David S. Goyer


Inhalt

Es herrscht Krieg in der US-Millionenmetropole Los Angeles. Doch kein Krieg, der mit konventionellen Waffen und den üblichen verfeindeten Parteien daherkommt. Es ist ein Krieg eines Mannes, genannt Blade. Seine Mutter wurde in der Nacht seiner Geburt von Vampiren umgebracht, er selbst ist halb Mensch und halb Vampir. Nun befindet er sich auf einem blutigen Rachefeldzug gegen die Vampire, wobei Deacon Frost seinen größten Feind darstellt. Dieser hat nämlich nur ein Ziel: Getrieben von einem unstillbaren Macht- und Bluthunger will er die Menschheit auslöschen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Blade hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 78%
Kurzkritik
von Florian Tritsch
Wertung von 70 für Blade

Mit Sicherheit ist die Comicverfilmung von Stephen Norrington kein Meisterwerk. Dafür fehlt ihr das gewisse Maß an Tiefe, das die Qualität aktueller Superheldenfilme wie beispielsweise Christopher Nolans The Dark Knight Rises ausmacht.
Dennoch kann die erste Verfilmung des Marvel-Comics überzeugen. So gibt sich die Vampiraction ihre gesamte Spielzeit über unterhaltsam und atmosphärisch cool. Dies liegt neben Norringtons gelungener Inszenierung natürlich vor allem an Hauptdarsteller Wesley Snipes, der seine Rolle mit seiner offenbar angeborenen Coolness herunterspielt.

Kritik

von Kurt Meinicke
Blade hat eine Wertung von 86%
Ganze zehn Jahre ist es her, dass Blade das Licht der großen Leinwand erblickte. Schnell mauserte sich diese Kombination aus Vampirfilm und Martial-Arts-Action zum Kassenschlager und zog in der Folge zwei Fortsetzungen und eine Fernsehserie nach sich. Wesley Snipes wurde umgehend zum coolsten Vampirjäger aller Zeiten ernannt, auch wenn man sich noch heute einig ist, dass dieser erste Teil mit Abstand den besten Film innerhalb der Trilogie darstellt. Mit einem stark aufspielenden Stephen Dorff als Gegenspieler und einer sehr guten Regiearbeit von Stephen Norrington, ist dies eine Comicverfilmung zum immer wieder genießen.

Bild aus Blade In der Nacht, als Eric Brooks auf die Welt kam, starb seine Mutter an einem Vampirbiss. Halb Mensch und halb Vampir, besitzt er dadurch alle Vorteile der Vampire, und abgesehen vom Blutdurst keine derer Nachteile. Als Daywalker bekannt und Blade (Wesley Snipes - Money Train, Undisputed - Sieg ohne Ruhm) genannt, hat er sein Leben dazu verschrieben, die Rasse der Vampire zu bekämpfen und, wenn irgendwie möglich, auch auszulöschen. Zu seiner Seite steht der krebskranke Abraham Whistler (Kris Kristofferson - D-Tox - Im Auge der Angst, Fast Food Nation), welcher für Blade allerlei Waffen entwickelt und sich gleichzeitig beinahe väterlich um ihn kümmert. Als sich unterhalb der im Versteckten lebenden Vampire ein Streit, in welchem Blade eine ungeahnte, wichtige Rolle spielt, entwickelt, gilt es für diesen den aufstrebenden Deacon Frost (Stephen Dorff - Fear Dot Com, Botched - Total Verkackt!) daran zu hindern, die komplette Menschheit auszulöschen.

Lange bevor David S. Goyer zusammen mit Christopher und Jonathan Nolan an Batman Begins und The Dark Knight schrieb, schuf er das Drehbuch zu Blade... und dessen Fortsetzungen. Für die Umsetzung holte man sich den Beinahe-Regieneuling Stephen Norrington, welcher zuvor mit dem B-Movie Death Machine für viel Aufsehen sorgen konnte. Sein gutes Auge für die Actionsequenzen ist aus heutiger Sicht eine wahre Wohltat, denn hier kann man - zumindest in der ungeschnittenen Fassung des Filmes - ganze Kämpfe problemlos nachvollziehen! Des Weiteren hat er es geschafft, trotz einer temporeichen und mit vielen Kniffen bereicherten Inszenierung, hier das richtige, Kopfschmerzen vermeidende, Maß zu finden. Zusätzlich wird das Ganze von einem sehr passenden Soundtrack unterstützt, welcher durchgehend der Stimmung entspricht. Schon alleine die Anfangsszene in einer Underground-Disco greift sich den Zuschauer und lässt ihn in der Folge bis zum spektakulären Finale beinahe nicht mehr los.

In den Kinos waren damals Standing-Ovations an der Tagesordnung, und das zu Recht! Nicht, dass der Film perfekt sei, aber er war und ist in seiner Art einzigartig: Es war der erste Vampirfilm, welcher mit einem ähnlichen Realismus daher kam, wie es heute Nolans Batman auch macht. Kombiniert hat man dies mit viel Martial-Arts und einem Schuss Blaxploitation (denn eigentlich ist Blade nicht nur aufgrund seiner Hautfarbe einem gewissen Shaft sehr ähnlich), und fertig war ein unkonventioneller und dazu sehr graphischer Actionfilm über den coolsten, aber auch innerlich zerrissensten, Vampirjäger aller Zeiten.

Wesley Snipes ist Blade! Er verkörpert die Figur in diesem ersten Film der Reihe auf optimale Weise und wirkt dabei sehr glaubwürdig. Einen nicht zu verachtenden Anteil daran hat allerdings auch sein Gegenspieler Stephen Dorff in einer seiner allerbesten Rollen. Beide tragen diesen Film gemeinsam und wären hier und da - vor allem bei den weiblichen Darstellerinnen - nicht ein paar Aussetzer zu verzeichnen, so könnte man von einer sehr guten und überzeugenden Arbeit des kompletten Casts sprechen. Auch findet man den einen oder anderen Logikfehler innerhalb der teilweise etwas löchrigen Handlung, da diese Punkte aber nie von zentraler Bedeutung sind, können sie das Gesamtbild auch nur leicht negativ beeinflussen.

Leider konnte keiner der Nachfolger die Qualität von Blade erreichen, wobei man den letzten Teil komplett vergessen kann. Auch die TV-Serie kann nicht vollkommen überzeugen, doch zum Glück gibt es mit der DVD ein Medium, auf welchem man diesen Kracher immer wieder genießen kann: Lasst die Jagd beginnen!



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