1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde Poster

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1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde

(1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde, 2008)

Durchschnittliche Redaktionswertung

49%



Inhalt

Der ehrenwerte aber total schüchterne Ritter Lanze und der türkische Kleinganove Erdal, der selbst gerne Ritter werden möchte, machen sich auf die Suche nach einem Abenteuer, um zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die Rettung von Prinzessin Herzelinde, der Tochter von König Gunther, scheint ihre große Möglichkeit zu sein. Also machen sie sich auf in ihr wohl größtes Abenteuer.

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1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde

Kritik

von Kurt Meinicke

Wertung Kritik

49%

Nachdem uns Til Schweiger mit Barfuss und Keinohrhasen nahezu im Alleingang zwei romantische Komödien beschert hatte, folgt nun eine eher weniger romantische Ritterkomödie. Schon bald muss man dazu feststellen, dass trotz schöner Landschaften, tollen Kostümen und vielen bekannten Darstellern dem Film vor allem eines fehlt: eine der Laufzeit von knapp zwei Stunden gerecht werdende Anzahl guter Gags. Somit gesellt sich 1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde ohne großes Aufsehen zu den vielen mittelmäßigen Kinokomödien der letzten Jahre.

Bild aus 1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde Letztes Jahr war es der Schweizer Mike Eschmann mit seiner ganz speziellen Version vom Tell, ein Jahr später ist es Til Schweiger, welcher eine klassische Rittergeschichte mit modernen Elementen würzt, um daraus eine Komödie zu machen. Das Resultat ist bei beiden Filmen sehr ähnlich, was sich vor allem darin zeigt, dass die richtig guten Gags in beiden Filmen leider sehr selten sind.

Der extrem schüchterne Ritter Lanze kann zwar gegen ganze zehn Gegner gleichzeitig bestehen - und das in bester Wrestling-Manier inklusive der beiden wohl bekannten Kommentatoren für diese Sportart - doch wenn es darum geht, seiner Herzensdame Herzelinde (Julia Dietze) die Liebe zu gestehen, kommt abgesehen von überflüssigen Tipps für des Königs Tochter nichts Schlaues bei raus. Als Erklärung dafür hilft ihm immer wieder die Tatsache, dass er als Leibwache für die Sicherheit von Herzelinde zuständig ist, und als Ritter sowieso keine Prinzessin ehelichen kann. So geht alles seinen gewohnten Gang, bis Lanze sich bei einem Konzert der New Kids On The Block unwissentlich mit dem Mineralwasser aus dem Bergfluss "Wod-Kah" vollaufen lässt und in der Folge zu betrunken ist, um die Entführung von Herzelinde zu verhindern. König Gunther (Thomas Gottschalk) - welcher sich gerade wieder mit seiner Tochter versöhnt hatte, indem er ihr versprochen hatte, dass sie nicht den alten Luitpold Trumpf (Udo Kier) heiraten müsse - ist natürlich maßlos enttäuscht von seinem besten Ritter, gibt ihm aber dennoch die Chance zusammen mit dem Betrüger und Ganoven Erdal (Rick Kavanian) den verdächtigen Schwarzen Ritter aufzuspüren um Herzelinde wohlerhalten zu ihrem Vater zurückzubringen. In der Folge erlebt der Zuschauer eine durchzogene Buddy-Komödie im Mittelalter, welche leider nur hin und wieder so richtig zum Lachen animiert.

Vielleicht hätte Til Schweiger auch hier selber das Drehbuch verfassen sollen, denn sowohl in Barfuss, wie auch in Keinohrhasen gab es mehr zu Lachen als hier. Zugegeben: es gibt ein paar richtige Schenkelklopfer und sogar eine gelungene, kleine Hommage an Monthy Python's Die Ritter der Kokosnuss, doch insgesamt ist das einfach zu wenig. Auch hätte man sich überlegen dürfen, ob der Regisseur in diesem Fall wirklich die Idealbesetzung für den Titelhelden darstellt, denn wenn man knappe zwei Stunden den gleichen Gesichtsausdruck sieht, bekommt man selber auch Probleme damit, den Eigenen zu variieren. Die Regiearbeit an sich, ist trotz dem einen oder anderen holprigen Szenenübergang durchaus gelungen und hat großen Anteil daran, dass trotz großer Spannungsarmut keine wirkliche Langeweile aufkommt.

Ein weiterer Grund dafür, dass man an der Geschichte dranbleiben will, ist Rick Kavanian. Er stiehlt Til Schweiger in nahezu jeder Szene die Show und gehört eindeutig zu den überzeugendsten Darstellern in diesem Film. Die grösste Überraschung ist jedoch ein ganz anderer: irgendwann zwischen den Supernasen und 1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde muss Thomas Gottschalk Schauspielunterricht genommen haben! Er passt perfekt in die Rolle des Königs und verzichtet sogar auf sein allgemein bekanntes Overacting, wodurch er hier schnell zu einem großen Sympathieträger avanciert. Udo Kiers Luitpold Trumpf erinnert sehr stark an den von ihm in Tell dargestellten Gessler, wobei aber auch das irgendwie passend ist...und außerdem ist es immer wieder ein Genuss den Mann mit dem stechenden Blick auf der Leinwand zu sehen. Julia Dietze verkörpert die moderne Prinzessin sehr glaubwürdig, wobei sie aber auch keine Glanzleistungen zu vollbringen hatte. Dieter Hallervorden und Johannes Heesters dürfen ein paar der guten Witze zum Besten geben, und Roberto Blanco sagt irgendwann einmal "Ein Bisschen Spaß muss sein" - wer hätte das gedacht. Wer sich übrigens auch die Frage stellt, was denn die New Kids On The Block (passt der Name heute überhaupt noch?!?) in einer deutschen Komödie zu suchen haben, dem kann man getrost antworten: gar nichts. Leider haben die Macher aber offenbar ein paar mal zu oft xXx - Triple X gesehen und sich gedacht, dass was mit Rammstein funktioniert, sicher auch mit einer Boygroup gut aussehen würde. Wie man sich doch täuschen kann...

1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde ist kein schlechter Film an sich. Aber eine wirklich gute Komödie sieht eben auch anders aus, weswegen man bei diesem Versuch getrost darauf warten kann, sich die Suche nach der Prinzessin im Heimkino ansehen zu können. Schade, denn mit besseren Gag-Schreibern und einer etwas kürzeren Laufzeit hätte der Streifen durchaus etwas werden können. So handelt es sich jedoch insgesamt um nicht mehr und nicht weniger, als einen vollkommen durchschnittlichen und mittelmäßigen Film mit vielen bekannten Gesichtern.

Keine weitere Wertung


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