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Eigentlich hatte ich mir von diesem Film mehr erwartet, als eine sinnlose Aneinanderreihung von bizarren und verwirrenden Szenen. Das Grundkonsept hörte sich nämlich gar nicht schlecht an, erinnerte ein wenig an die Werke eines David Lynch, was prinzipiell ja nicht schlecht ist. Ohne große Einführung wird man als Zuschauer mitten in Trevors surreale Welt geworfen, in der nichts so ist wie es auf den ersten Blick scheint. Was ist wahr? Was ist haluziniert? Was ist vorgetäuscht? Das gilt es nun herauszufinden, sowohl für Trevor als auch für den Zuschauer. So eine subjektive Erzählweise gefällt mir immer sehr gut, da man dadurch nicht bloß eine Geschichte erzählt bekommt, sondern sie quasi selbst erlebt oder zumindest miterlebt. Leider hält der Film diese Erzählperspektive nicht durch und beginnt recht bald, den Zuschauer einzuweihen. Anstatt den Trip also gemeinsam mit Trevor durchstehen zu müssen, wird man schnell zum Beobachter degradiert.
Wer glaubt dadurch verliere der Film seine Verworrenheit, der befindet sich jedoch im Irrtum. Nun da man langsam erkennt, worum es bei Horror in the Attic überhaupt geht, macht die Handlung auch nicht mehr Sinn als vorher und ab diesem Punkt ist das ganze ein wenig entäuschend, denn jetzt sollte die Geschichte eigentlich irgend einer klar erkennbaren Linie folgen, was sie aber nicht tut. Der Film ist zu überladen, wodurch der Zuschauer schnell den Überblick verliert. Autor Rogan Russell Marshall hätte sich beim Schreiben seines ersten Drehbuch vielleicht für eine seiner zahlreich vorhandenen Ideen entscheiden sollen, anstatt sie alle in einen Topf zu werfen und einmal gut umzurühren. Regiedebütant Jeremy Kasten trägt mit seiner konfusen Inszenierung leider auch nicht viel zum besseren Verständnis der Handlung bei.
Die entscheidende Frage bei einem Horror Film ist natürlich immer, ob man sich dabei wenigstens schön gruseln kann. Bis zu der Stelle an der Zuschauer und Hauptfigur noch den selben Wissensstand haben, verbreitet der Film eine angespannte und teils gruselige Atmosphäre, danach ist davon jedoch nichts mehr zu spüren. Richtige Schockmomente gab es soweit ich mich erinnern kann überhaupt nicht. Horror in the Attic ist auf jeden Fall als schlechter Horror Film und undurchdachter Thriller zu bewerten, der aufgrund seiner Unverständlichkeit schnell langweilig wird. Seth Green's Darstellung des irren Douglas hat mich jedoch vor dem Einschlafen bewahrt, da er seiner Figur die von ihm gewohnte Komik verlieh und mich in mehr als einer Szene zum Schmunzeln brachte. Doch Seth allein rettet denn Film leider auch nicht wirklich. |