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Mit Contact schuf Regisseur und Produzent Robert Zemeckis ein bewegendes und philosophisch angehauchtes Science-Fiction-Drama, das von vielen Filmfans als Klassiker angesehen wird. Der Spielfilm punktet insbesondere durch eine hohe inhaltliche Qualität sowie durchweg gelungene Darstellerleistungen, ist in der Gesamtheit betrachtet aber zu lang geraten, weswegen ein Meisterwerk verhindert wurde.
Sind wir allein im Universum oder existieren in der weiten Ferne noch andere Lebewesen? Dieser Frage geht Robert Zemeckis in seinem 1997 gedrehten Science-Fiction-Drama nach, das nicht nur eine Menge Kritikerlob ernten, sondern auch zahlreiche Filmpreise gewinnen konnte. Sein Spielfilm basiert auf dem gleichnamigen Buch des 1996 verstorbenen amerikanischen Astrophysikers Carl Sagan, dem Contact gewidmet wurde.
Es ist wahrlich keine leichte Aufgabe, sich ernsthaft mit dem Thema Außerirdische auseinanderzusetzen. Schnell könnte man über das Ziel hinausschießen und die Existenz fremder Lebewesen als sicher verkünden; womöglich würden viele Filmemacher sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Außerirdischen als gefährliche kleine grüne Männchen darstellen. Zum Glück bleibt dies dem Zuschauer in Zemeckis Werk erspart, denn Sagans Vorlage ist intelligent und beschäftigt sich mit einem im Grunde viel tiefgreifenderen Thema, nämlich mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Religion und Wissenschaft.
Ellie Arroway (Jodie Foster) ist eine promovierte Wissenschaftlerin und sucht seit ihrer Kindheit nach fremden Lebewesen. Als sie trotz jahrelanger Arbeit kein Funksignal aus dem Universum erhält, droht ihr Großprojekt - die Suche nach außerirdischer Intelligenz - aufgrund von fehlender finanzieller Unterstützung zu scheitern. Eines Tages passiert jedoch etwas Unfassbares: Aus dem All kommen seltsame Geräusche, die Arroway als eine codierte Anleitung zum Bau einer Weltraumkapsel interpretiert, mit deren Hilfe es möglich sein soll, die Außerirdischen zu kontaktieren.
Contact überzeugt wegen der größtenteils realitätsnahen Szenen, nicht unbedingt durch actiongeladene Spezialeffekte. Trotzdem ist die Optik des Spielfilms keinesfalls als schlecht zu bezeichnen: Als besonders stark stellen sich beispielsweise Arroways packende Reise zur fremden Galaxie sowie auch die fantastische Darstellung der anderen Welt heraus. Neben der hohen inhaltlichen Qualität muss vor allen Dingen erwähnt werden, dass Zemeckis nicht den Fehler macht, sich am Ende seines Werks an die Vorlage von Sagan zu halten. In Sagans Roman findet Arroway zum Schluss eine Botschaft der Außerirdischen, die als Beweis des Aufeinandertreffens zwischen ihr und ihrem Vater angesehen werden muss. Im Spielfilm deutet zwar die von Arroway mitgeführte Kamera, die eine 18-stündige Laufzeit hatte, auf das tatsächlich stattgefundene Treffen hin, ist letztendlich aber doch eher Indiz als Beweis. Dieser Schachzug von Zemeckis ist deshalb gelungener, da Arroway letzten Endes als Wissenschaftlerin ihren Glauben verteidigen muss, was natürlich den wichtigen philosophischen Grundgedanken des Dramas merklich stärkt.
Mit Jodie Foster (Das Schweigen der Lämmer) als Hauptdarstellerin engagierte der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Zemeckis, der auch durch sein Abenteuerdrama Verschollen oder durch seinen Klassiker Forrest Gump bekannt ist, die Goldrichtige. Foster gelingt es, ihre Figur, deren größter Wunsch es ist, die Existenz fremden Lebens zu beweisen, vollkommen authentisch darzustellen. Die gesamte Nebendarstellerriege um Matthew McConaughey (Sahara), der für die Rolle des religiösen Schriftstellers Palmer Joss eingesetzt wurde, überzeugt ebenso wie Foster und bietet eine gute bis sehr gute Leistung.
Contact ist insgesamt ein hervorragendes Science-Fiction-Drama, das sich deutlich von den Mainstreamfilmen dieses Genres abhebt. Die philosophischen Ideen des Werks wecken das Interesse des Zuschauers und auch der scheinbare Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft wird ad absurdum geführt. Dass es am Ende doch nicht ganz zum Ausnahmewerk reicht, liegt an einigen enormen Längen des Spielfilms, welche merklich auf die Spannungsbremse drücken. Die knapp zweieinhalb Stunden Spielzeit hätten sicherlich, ohne die inhaltliche Qualität zu beeinträchtigen, gekürzt werden können. |