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Joyride - Spritztour

(Joyride, 2001)

Dt.Start: 27. Dezember 2001 Premiere: 09. September 2001 (Toronto Film Festival, Kanada)
FSK: ab 16 Genre: Horror, Thriller
Länge: nicht bekannt Land: USA
Darsteller: Steve Zahn (Fuller), Paul Walker (Lewis), Leelee Sobieski (Venna), Matthew Kimbrough (Rusty Nail), Jim Beaver (Sheriff Ritter), Stuart Stone (Danny), Michael McCleery (Officer Akins), Rachel Singer (Tina), Vern Urich (Officer Alexander), Dell Yount (Machanic)
Regie: John Dahl
Drehbuch: Clay Tarver, Jeffrey Abrams


Inhalt

Während eines Telefonats mit seiner alten Schulfreundin Venna, beschließt Lewis diese ganz spontan zu besuchen. Unterwegs gabelt er noch seinen älteren Bruder Fuller auf, der gerade mal wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde. Auf ihrem Weg zu Venna lassen sich die beiden ein CB Funkgerät in ihren Wagen installieren, um ein paar Scherze mit anderen Fahrern zu treiben. Doch dann geraten sie an einem Trucker mit dem nicht gut Kirschen essen ist und plötzlich befinden sie sich in höchster Gefahr.
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Kritik

Joyride - Spritztour hat eine Wertung von 85%

Habt Ihr schon etwas über den Film Joyride - Spritztour gehört? Nein, das ist keine Roxette-Doku, sondern der neue Horror Thriller von John Dahl mit Paul Walker und Steve Zahn. Also, schon was darüber gehört? Mir war der Film bis gestern jedenfalls gänzlich unbekannt. Ich hatte den Titel zwar schon mal irgendwo gelesen, war jedoch völlig ahnungslos was den Inhalt oder die Besetzung angeht. Da es sich bei Joyride - Spritztour eher um einen kleinen Film handelt, der zudem erst in zwei Monaten in den USA Premiere feiern wird, war es eine echte Überraschung, diesen Streifen gestern in der Sneak zu sehen. Endlich hatte sich der allwöchentliche Sneakbesuch wieder einmal so richtig gelohnt, denn bei Joyride - Spritztour ist es sehr vorteilhaft, im Vorfeld nicht allzuviel über den Inhalt zu wissen. Daher mein Rat an Euch: Lest keine detailierten Kritiken über diesen Film und meidet den Trailer, der meines Erachtens wieder einmal unnötig viel verrät.

Bei Joyride - Spritztour handelt es sich ironischerweise nicht um einen spaßigen Road Trip, wie man aufgrund des Titels fälschlicherweise annehmen könnte, sondern um einen waschechten Gruselschocker, der einen durchgehend zu fesseln vermag. In der heutigen Zeit scheint es recht schwierig zu sein, ein originelles, cleveres und spannendes Drehbuch zu einem Gruselfilm zu schreiben. Umso erfreulicher ist die Tatsache, daß es eben doch noch möglich ist. Nach The Hole und Jeepers Creepers - Es ist angerichtet kommt nun mit Joyride - Spritztour ein weiterer Horrorfilm in die Kinos, der sämtliche Genreklischees links liegen läßt und uns eine spannende, glaubwürdige und gut erzählte Geschichte präsentiert. Vorbei die Zeiten in denen kostümierte Serienkiller dutzendweise vollbusige Studentinnen abmurksen, nur um sich kurz vor Schluß im Zuge eines peinlich überflüssigen Showdowns selbst zu demaskieren, ihre weit hergeholten Motive darzulegen und sich von der Hauptfigur überwältigen zu lassen. Hoffentlich hält diese kreative Ideenflut noch weiter an, denn es ist schön, sich endlich mal wieder in den Sitz krallen und mit den Protagonisten mitfiebern zu dürfen.

Der Film kommt mit relativ wenigen Hauptpersonen aus. Paul Walker, dessen Schauspielkünste in The Fast and the Furious ein wenig zu wünschen übrig ließen, verkörpert hier den besonnenen und ehrlichen Typ der Gruppe. Steve Zahn liefert die witzige Komponente und lockert mit seinen spaßigen Einlagen mehr als einmal die angspannte Atmosphäre auf. Zu guter letzt haben wir da noch die liebe Leelee Sobieski, die dem ein oder anderen vielleicht noch als TV Version von Jeanne d'Arc oder durch ihren Auftritt in Ungeküßt im Gedächtnis sein dürfte. Die drei spielen allesamt sympathische und glaubwürdige Figuren, die sich nicht absichtlich bescheuert in Gefahr begeben, sondern sich so verhalten wie es wahrscheinlich auch jeder andere in ihrer Situation tun würde. Aus diesem Grund gelingt es dem Zuschauer sehr schnell sich mit ihnen zu identifizieren und gemeinsam mit ihnen zu rätseln und zu bangen.

Ohne zu viel über das Ende zu erzählen, muß ich jetzt noch loswerden, wie gut mir der Schluß gefallen hat. Der bildet quasi das Sahnehäubchen dieses gelungenen Films. Wie der imdb zu entnehmen war, wurden drei verschiendene Schlußszenen für Joyride - Spritztour gedreht. Ich kann nur hoffen, daß es sich bei der Version die wir gestern gesehen haben auch um die endgültige Fassung handelt, denn ich könnte mir kein passenderes Ende für diesen Film denken. Ihr solltet Euch Joyride - Spritztour schon mal dick im Kalender anstreichen, auch wenn es noch ein wenig hin ist bis er anläuft. Falls Ihr es vermeiden könnt, die vielen Überraschungen und Wendung bereits im Vorfeld zu erfahren, werdet Ihr mit diesem Film ganz sicher einen riesen Gruselspaß haben.

von Thomas Brendel


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