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Cadillac Records(Cadillac Records, 2008)
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23. April 2009 DVD: 01. Oktober 2009
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Premiere: |
05. Dezember 2008 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Musical |
| Länge: |
108 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Emmanuelle Chriqui (Revetta Chess), Beyonce Knowles (Etta James), Jeffrey Wright (Muddy Waters), Adrien Brody (Leonard Chess), Cedric the Entertainer (Willie Dixon), Gabrielle Union (Geneva Wade), Norman Reedus (Chess), Mos Def (Chuck Berry), Columbus Short (Little Walter), Eamonn Walker (Howlin' Wolf), Tammy Blanchard (Isabelle Allen), Jay O. Sanders (Mr. Feder), Eric Bogosian (Alan Freed), Shiloh Fernandez (Phil Chess), Gano Grills (Slick Pimp), Osas Ighodaro (Vicky - Maid), Jill Flint (Shirley Feder), Chyna Layne (Juanita), Marc Bonan (Keith Richards), Valence Thomas (James Cotton), Jake Robards (Robert) |
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Regie:
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Darnell Martin |
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Drehbuch:
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Darnell Martin |
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 Inhalt
In den 50er Jahren gewinnt das Chicago Plattenlabel Chess Records immer mehr an Einfluss und bringt die Karrieren von Muddy Waters, Etta James und Chuck Berry voran. Geführt von Leonard Chess mischt Chess Records durch große Verkaufszahlen und Beliebtheit die Blues-Musikszene des US-amerikanischen Südens auf, bis schließlich der große Absturz folgt. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Fast alle Musikstile, ob Rock, Soul, Funk oder Jazz, lassen sich auf einen gemeinsamen Ursprung zurückführen: den Blues. Entstanden in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts auf den Baumwollfeldern des Südens der USA, gelangt er als so genannte Race-Music Ende der 1940er Jahre in die amerikanischen Großstädte. Kaum ein Weißer will damit anfangs etwas zu tun haben. Ein junger polnischer Emigrant gibt den farbigen Musikern aber eine Chance und wird schnell zu einem der größten Plattenproduzenten. Ein spannendes Kapitel Musikgeschichte, besonders sehenswert für Fans von groovy Sounds.
Raus aus den Baumwollfeldern um den Mississippi und rein nach Chicago. Der junge farbige Gittarist Muddy Waters (Jewffrey Wright) folgt dem Weg der ehemaligen "Sklavenmusik", dem Deltablues, in die Großstadt, um dort sein Glück zu versuchen. Nahezu zeitgleich eröffnet Leonard Chess (Adrian Brody) seinen ersten Club. Es dauert nicht lange bis sich Muddys und Leonards Wege kreuzen. Muddy hat inzwischen mit Little Walter (Columbus Short), einen äußert talentierten jungen Mundharmonika-Virtuosen im Schlepptau und gemeinsam spielen beide auf. Leonard ist von der Musik sofort derart begeistert, dass er ihnen gleich eine Session in einem Aufnahmestudio verschafft.
Es braucht nicht lange, gelegentlich ein bisschen Trinkgeld für den einen oder anderen Radio-DJ, damit die Nummern rauf und runter in den Radiocharts gespielt werden. Mit dem Erfolg wachsen schnell die Ambitionen: Leonard gründet sein eigenes Label Chess Records. Bald schon verdienen alle einen schönen Batzen Geld und Leonard schenkt jedem Musiker, der bei ihm unter Vertrag steht und der es in die Charts schafft, einen Cadillac. Immer mehr Talente finden den Weg ins inzwischen populäre Plattenstudio; spätere Blues- und Rocklegenden wie Howlin' Wolf (Eamon Walker) und Chuck Berry (Mos Def) werden Teil der Familie von Chess Records. Leonard liebt alle seine Musiker und behandelt sie stets wie Gleichgestellte. Rivalitäten bleiben aber nicht aus. Und all das, wofür die Musikbranche heute berüchtigt ist, gab es auch schon vor über 50 Jahren: Sex-, Drogen-, und Gewaltexzesse. Besonders der heißblütige Little Walter beweist ausgesprochenes Talent, schnell in Schwierigkeiten zu geraten. Aber auch Leonard ist kein Heiliger: Als er die junge und attraktive Etta James (Beyonce Knowles) unter Vertrag nimmt, droht er den Kopf zu verlieren.
Das Label Chess Records hat tatsächlich (amerikanische) Musikgeschichte geschrieben: Gegründet 1947 in Chicago von den Brüdern Leonard und Phil Chess, die sich bei Aristocrat Records einkauften, 1950 alleinige Eigentümer wurden und die Firma in Chess Records umbenannten. Anfangs produzierten sie hauptsächlich Gospel und Blues, ab 1955 dann auch Jazz. Bis heute gilt aber Chess Records als eines der bedeutendsten Label für Blues, Rock-'n'-Roll und R&B. Viele große Namen wie Muddy Waters, Willie Dixon, Bo Diddley, Etta James und Howlin' Wolf sind untrennbar mit dessen Namen und Geschichte verbunden. Sogar Chuck Berry veröffentlichte seine ersten Aufnahmen dort. Und angeblich sollen sogar die Rolling Stones ihre Entstehung einer Schallplatte von Chess Records verdanken.
Mit Cadillac Records wird nun einem der Begründer ein kleines filmisches Denkmal gesetzt, aber ebenso der Musik selber. Es ist, auf die Schnelle, die Geschichte des originären Blues Out of the Mississippi, wie er salonfähig wurde und entgegen aller rassistischen Vorbehalte die Herzen der Weißen nach und nach eroberte. Diese Urgesteine der Musik ebneten allen späteren Künstlern den Weg, einschließlich eines Elvis Presley, der zu Beginn seiner Karriere schwarzen R&B spielte. Und streng genommen hat sogar der Rap seine Wurzeln im Blues. Gemeinsam haben beide auch ihre Herkunft aus der Gosse, dem schwarzen Ghetto. Diese Parallelen werden ebenfalls thematisiert. Gewalt spielte in den Milieus der 1940er und 1950er Jahre ebenso eine Rolle, wie in den heutigen Großstadtdschungeln, in denen der Rap geboren wurde.
Viele der Musiker damals endeten ebenso tragisch, wie ihre Pendants in unseren Tagen. Und wenn es nicht die Gewalt war, die sie zugrunde richtete, dann vielleicht der Suff oder das Glückspiel. Manch einer starb verarmt und vergessen und seine Freunde hatten Mühe genug Geld für eine anständige Beerdigung zusammen zu kratzen. Ihre Musik ist aber unvergessen und ihre Legende lebt bis heute fort. Manch einer gelangte sogar zu späten Ehren und zog in die Rock-'n'-Roll Hall of Fame ein. Cadillac Records fängt zwei Dekaden aus den Leben dieser Künstler ein und eindrucksvolle Stimmen sorgen dafür, dass die Musik durch Mark und Bein fährt. Vorausgesetzt man ist Fan dieser Sounds, denn als reine Geschichtsstunde taugt der Film nicht; dazu steigt er einfach nicht tief genug ein und vergeht sich zu sehr in die Ausgestaltung der Spannungsverhältnisse zwischen den Akteuren. Wollte man die Geschichte des Blues ausführlich erzählen, hätte zeitlich früher angesetzt werden und auch alle Facetten rassistischer Benachteiligung eingehend beleuchtet werden müssen. So taugt Cadillac Records hauptsächlich nur als feine zeigenössische Musikstunde.  Weitere interessante Filme
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