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Star Trek 11

(Star Trek XI, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

87%



Inhalt

Schon früh ist klar, dass aus dem pfiffigen und abenteuerlustigen James T. Kirk einmal etwas Großes werden wird. In der Starfleet Academy findet der junge Kirk seine Vorbestimmung. Seine ersten Begegnungen während der Ausbildung mit einem gewissen Mr. Spock laufen zwar nicht gerade reibungslos ab, doch bald stellt sich heraus, dass sie ihre Kräfte besser bündeln sollten. Die Bedrohung zeigt sich in Form der Romulaner, die ihr Spielchen mit der Geschichte treiben wollen.

Kritik

von Julian Reischl

Wertung Kritik

90%

Das Prequel zum bekannten Star Trek Universum beleuchtet wie Jim, Spock, Pille und Scotty aufeinandergetroffen sind, zitiert Cloverfield, Sherlock Holmes und Futurama, kracht und scheppert, setzt die Regeln der Physik außer Kraft und macht unglaublich Spaß. Natürlich ein Pflichtfilm für Trekkies, aber auch für sich alleine ein absolut wuchtiger Science Fiction-Film, der eine Generation von kleinen Jungs positiv traumatisieren wird, wie Star Wars es 1977 getan hat.

Bild aus Star Trek 11 Die Geburt einer Legende könnte passender nicht sein: Der spätere Captain James Tiberius Kirk erblickte als Säugling beim ersten Augenaufschlag nicht das Licht unserer Welt, sondern den Ereignishorizont eines schwarzen Loches. Mit diesem fulminanten Auftakt setzt Regisseur J. J. Abrams (Produzent von Cloverfield, Lost und Alias) die Messlatte für seinen Relaunch des Star Trek Universums schon einmal recht hoch an. Während Studioboss Samuel Goldwyn dereinst mit "Wir brauchen eine Story, die mit einem Erdbeben anfängt und sich dann zu ihrem Höhepunkt emporarbeitet" schiere Verzweiflung unter seinen Autoren säte, ist so ein Einstieg heutzutage problemlos möglich. Nur sollte die darauffolgende Geschichte dann auch entsprechend tragfähig sein.

Der Weg von James Kirk vom Farmboy zum Raumfahrtkadetten ist schnell erzählt, die Schlüsselrolle hierbei spielt Captain Christopher Pike. Kenner schmunzeln schon beim Namen: Das ist der, der in der klassischen Trek-Serie im Rollstuhl sitzt und nur per Piepston kommunizieren kann. Die drei Jahre Ausbildung werden sofort (und leider) komplett übersprungen. Ausgerechnet während der Anhörung zu Kirks legendärem Manöver bei der Kobayashi Maru-Taktiksimulation kommt es zum Notfall, und die Kadetten werden ins echte Leben katapultiert.

Das Problem besteht in einem romulanischen Minenschiff, das mit seinem entsprechend mächtigem Bohrer dabei ist, den Planeten Vulkan schwer zu beschädigen. Schon während der Erkundung der Situation wird fast die gesamte Kadettenflotte (der Rest der Flotte ist anderweitig verpflichtet) vernichtet, nur Kirks Erinnerung an die Umstände seiner Geburt, Uhuras Erwähnung eines seltsamen Funkspruches, sowie eine kleine unfreiwillige Verspätung der Enterprise sorgen für genug Spielraum, um die Situation nutzen zu können. Seltsamerweise scheint Nero, der Captain des aggressiven Minenschiffes, es ausgerechnet auf Spock abgesehen zu haben.

In Folge entspinnt sich ein action- und spannungsgeladener Handlungsbogen, der natürlich letztendlich natürlich dazu führt, dass die Kerncrew der Enterprise, wie jeder anständige Trekkie sie seit Kindesbeinen kennt, aus den bekannten Figuren besteht: Unter Captain James T. Kirk werden sich schließlich Spock als Erster Offizier, Leonard "Pille" McCoy als Schiffsarzt und Montgomery "Scotty" Scott als Bordingenieur wiederfinden, des weiteren natürlich Uhura, Sulu, und Chekov auf der Brücke.

Die absolut solide Inszenierung hält sämtlichen cineastischen Ansprüchen stand, der Score bettet schließlich sogar das klassische Thema von Alexander Courage ein (was will man denn mehr?) und die Effekte sind genau so, wie der Fan sie sich auch früher schon immer vorgestellt hat.

Ein paar Kritikpunkte finden sich aber auch, denn Abrams bricht mit ein paar in Stein gemeißelten Tatsachen. So gab es Ende der 60er einen Skandal, als im Fernsehen erstmals ein weißer Captain Kirk eine schwarze Uhura küsste, was im vorliegenden Film mehrfach relativiert (und modernisiert) wird. Nicht, dass die Prüderie des vergangenen Jahrhunderts hier hochgehalten werden soll, doch galt genau dieser Kuss als sich über lange Jahre anbahnendes Ereignis, dessen Bedeutung durch den Unterbau dieser Vorgeschichte einfach nicht gewürdigt wird. Abrams präsentiert eine sexy Uhura und einen hormondurchtränkten Kirk, was dem Zuschauer klar macht, dass auch bei der alten Enterprise keine Kostverächter dienten.

Ebenso ist die Entscheidung der Macher, es mit den physikalischen Gegebenheiten unserer Realität nicht so genau zu nehmen, nicht für jedermann nachvollziehbar: Gerade bei einem Relaunch eines gesamten Universums (das eine Menge Möglichkeiten zur Neuausrichtung diverser Gegebenheiten wie bei James Bond in Casino Royale bietet) könnte man doch auch gleich an genau den Stellschrauben drehen, die bis dato ein wenig stiefmütterlich behandelt worden waren. Doch Abrams entschied sich für die metaphorische Variante, was zur Folge hat, dass Zeitreisen und Reisen durch schwarze Löcher absolut möglich sind, und Raumschiffe fantasievolle, jedoch völlig unpraktische Formen haben können. So sieht Neros Minenschiff aus wie eine Rose von Jericho bzw. eine skurrile Tiefseekreatur, und hat innen nicht einmal Geländer an den Stegen über diversen tiefen Abgründen.

Die Frage ist, wie man als Zuschauer auf solche Entscheidungen reagiert: Meckert man über Konstruktionen, deren Sinn sich einem nicht erschließt und wittert einfach nur die galoppierende Kreativität von diversen Designern, die darauf setzen, dass der Zuschauer die unfassbar weit fortgeschrittene Technologie der Zukunft sowieso nicht zu verstehen bereit ist? Oder nimmt der Zuschauer einfach an, dass Romulaner nun mal nicht anders können, als stachelige, feuchte Schiffe mit grünem Licht innen zu bauen, Terraner dafür aber schmucke Raumschiffe mit hellem, weißen Licht und zweckmäßigem Innenleben?

Wie auch immer man sich entscheidet: Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt natürlich auf Jim, Spock, Pille und Scotty und wie sie sich finden. Es gibt Schlägereien, ruppiges Kadetten-Kennenlernen, das klassische Männergerangel eben, Vulkanier machen da auch keine Ausnahme. Bis Kirk auf dem Sessel Platz nehmen wird, scheint fast jeder mal das Kommando zu haben, reihum wird delegiert, insubordiniert und dann doch zusammengehalten. Ganz klar hat Abrams erkannt, wie das Trek-Universum modernisiert zu werden hat, hat mutig ausgemistet und ordentlich abgestaubt. Und durch einen kleinen Trick ist er nun nicht gezwungen, die ganzen alten Geschichten neu zu drehen, sondern kann mit einem global etablierten Team mit einmaliger Leinwandchemie von ganz vorne anfangen. Die Sache mit den Parallelwelten, Zeitsprüngen und verschiedenen Dimensionen ist eigentlich das einzige, was auch noch aus dem bisherigen Trek-Universum übernommen wird.

Wer also damit leben kann, dass J. J. Abrams ein paar Konstanten aus dem bisherigen Star Trek-Universum rigoros vernichtet, wird im Kino garantiert eine würdige Fortsetzung bzw. ein würdiges Prequel erleben können. Um was genau es sich da nun handelt, weiß keiner so genau, nicht einmal Spock.

Kurzkritik

von Lutz Granert

Wertung Kurzkritik

79%

Nach den rückläufigen Einspielergebnissen der beiden letzten Picard-Kinoabenteuer schlug Star Trek 11 kommerziell so sehr ein wie ein Tropfen rote Materie in Planet Vulkan. Regisseur und Produzent J.J.Abrams verpasste der alten Reihe ein Prequel, welches zugleich als Reboot-Initiator zur Etablierung einer neuen Serie von Kinofilmen funktioniert. Dies gelingt ihm dank einer in sich stimmigen Geschichte um künstlich erzeugte Wurmlöcher und Zeitreisen, die aufgrund der dahinterstehenden kommerziellen Erwägungen und einiger Abweichungen zur alten Serie leicht verärgert. Abgesehen davon ein effekttechnisch brillanter, äußerst kurzweiliger Neustart mit unverbrauchten Gesichtern für die junge Generation, die nur die Kino-, nicht jedoch die TV-Abenteuer von Kirk & Co. kennt.

Kurzkritik

von Albert Imroth

Wertung Kurzkritik

91%

In der Masse der in den letzten Jahren so beliebten Reboots im Kino ist Star Trek wohl eines der besten. Nicht nur, dass die innerhalb des Franchise so nicht übliche Mischung aus klassischer Blockbuster-Action, gelungenen Spezialeffekten und einer gehörigen Portion Humor hervorragend unterhält, es ist auch das einzige Reboot, das seine Daseinsberechtigung anhand des Zeitreiseplots inhaltlich erklärt. Der zum Großteil aus Newcomern bestehenden Besetzung merkt man ihre Motivation und ihren Spaß bei der Arbeit an, wobei vor allem Chris Pine (Das gibt Ärger) und Zachary Quinto (Der große Crash) als zentrale Figuren herausstechen. Bedenkt man dann noch, dass J.J. Abrams hier nach Mission: Impossible III erst seine zweite Regiearbeit abgelegt hat, wird einem auch klar, dass er als Ausnahmeregisseur gilt. Die Zeichen für eine gelungene Fortsetzung mit Star Trek into Darkness stehen mehr als gut.



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